Zum Jahresbeginn wird bei „Wer wird Millionär?“ in der 3-Millionen-Euro-Woche auf RTL um weit mehr als den üblichen Hauptgewinn gespielt. Doch bis jetzt schaffte es nur eine einzige Kandidatin, über eine Million Euro mit nach Hause zu nehmen.
„Wer wird Millionär?“-RekordDiese Frau gewann als einzige Kandidatin mehr als eine Million

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„Sie haben das taktisch sehr gut gemacht“, lobte Moderator Günther Jauch die Rekordgewinnerin Nadja Sidikjar nach ihrem Sieg. (Bild: RTL / Frank Hempel)
Diese Woche startet die 3-Millionen-Woche bei „Wer wird Millionär?“ auf RTL: Vom 5. bis zum 9. Januar haben die Kandidatinnen und Kandidaten ausnahmsweise die Chance, ganze drei Millionen Euro zu gewinnen - wenn sie denn die fiesen und verzwickten Fragen von Moderator Günther Jauch richtig beantworten können. Ob einer von ihnen es dabei schafft, einen über zehn Jahre alten Rekord zu brechen? Im Jahr 2015 gewann die Dresdnerin Nadja Sidikjar beim „Jackpot-Special“ sagenhafte 1.538.450 Euro. Bis heute ist das die höchste Gewinnsumme in der langjährigen „Wer wird Millionär“-Geschichte.
In der Sonderfolge von Deutschlands bekanntester Quizshow wurden die Gewinnsummen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich Jauchs Fragen stellten, addiert. Doch nur, wer die meisten richtigen Antworten parat hatte, konnte das Geld mit nach Hause nehmen - alle anderen gingen leer aus.

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Im Stechen entschied die letzte Frage über den Sieg: „Bei welchem Namen welches Instruments handelt es sich um eine Kurzform?“ (Bild: RTL / Frank Hempel)
Sidikjar, damals 30 Jahre alt und freiberufliche Kommunikationstrainerin, schaffte es als eine von drei auf den Ratestuhl. „Ein Spaziergang wird's nicht“, warnte der Moderator sie. Doch die Dresdenerin blieb cool. Ab der 125.000-Euro-Frage habe sie gewusst, „dass ich hier mit Würde die Show beenden werde“, erzählte sie im „Bild“-Interview. „Ich war so weit gekommen, obwohl meine Begründungen zum Teil sehr wirr waren. Das war wie im Film“, erinnerte sich Sidikjar. „Sie haben dauernd was Falsches gesagt, aber nichts Falsches gemacht“, lobte der Moderator sie damals im Studio.
Rekordgewinnerin fühlte sich nach ihrem Sieg „ziemlich leer“
Schlussendlich erspielte Sidikjar 500.000 Euro - ebenso wie ein weiterer Kandidat. Ein Stechen aus fünf Fragen sollte nun die Entscheidung bringen. Und dieses war an Spannung kaum zu überbieten, denn lange herrschte weiter Gleichstand. Dann stellte Jauch die fünfte und entscheidende Frage: „Bei welchem Namen welches Instruments handelt es sich um eine Kurzform?“ Intuitiv tippte Sidikjar auf „Cello“ - und machte sich in diesem Moment zur Millionärin.
„Als ich dann gewonnen hatte, fühlte ich mich ziemlich leer. Ich habe mir noch zwei Goldglitter aus dem Studio in die Tasche gesteckt. Die hängen jetzt bei mir in einem Bilderrahmen an einer Wand“, erzählte die damals 30-Jährige im Interview. Mit dem Geld wolle sie das Haus ihrer Eltern abbezahlen und ihrer an Multipler Sklerose erkrankten Telefonjokerin einen Treppenlift bauen, erklärte sie. Auch ihr dreijähriger Sohn sollte etwas abbekommen und „außerdem soll ein Teil des Geldes an den Kinderschutzbund gehen“.
Sonst werde sich in ihrem Leben nicht viel ändern, sagte Sidikjar 2015: „Ich wünsche mir Ruhe und Sicherheit, daher brauche ich keine großen Veränderungen. Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt.“ Was die Rekordgewinnerin heute macht und was letztendlich aus ihren Millionen geworden ist, ist nicht bekannt. (tsch)
