Umweltzerstörung und Artensterben als Thema eines Science-Fiction-Blockbusters: „Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart“ ist nicht nur der wahrscheinlich lustigste, sondern auch der ernsthafteste Film der gesamten Reihe und war damit 1986 seiner Zeit weit voraus.
Unterhaltsamer 80er-KlassikerDieses Science-Fiction-Abenteuer war seiner Zeit weit voraus

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Admiral Kirk (William Shatner, rechts) und Mr. Spock (Leonard Nimoy) haben sich ins 20. Jahrhundert nach San Francisco zurückversetzen lassen, um Buckelwale zu suchen. (Bild: ZDF/Bruce Birmelin)

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Ein Hilferuf der Erde erreicht die Enterprise. Ihr Heimatplanet wird von einer Sonde bedroht. (Bild: ZDF/Bruce Birmelin)
Die ersten drei Filme in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren waren große Erfolge, der vierte Teil der „Star Trek“-Kinofilme sollte, darauf hatten sich die Verantwortlichen schnell geeinigt, eine Zeitreise der „Enterprise“-Crew zum Thema haben. Schon eine Episode der TV-Serie hatte Kirk und Co. in die Vergangenheit geschickt, die Resonanz des Publikums war überwältigend. Nach langen Diskussionen - die Steinzeit war ebenso im Gespräch wie das Ende des 19. Jahrhunderts - einigte sich Paramount mit dem „Star Trek“-Team um Regisseur Leonard Nimoy, die Reise in das Jahr 1986 führen zu lassen. Im gleichen Jahr kam der Film in die Kinos. Mit „Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart“ wiederholt ZDFneo das wahrscheinlich komödiantischste Abenteuer der alten „Enterprise“-Crew.

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Dr. McCoy (DeForest Kelley, links) Mr. Spock (Leonard Nimoy, Mitte) und Kirk (William Shatner) müssen sich mühsam im San Francisco der Gegenwart zurechtfinden. (Bild: ZDF/Bruce Birmelin)
„Star Trek IV“ war das erste Beispiel für das Umweltengagement der „Enterprise“-Besatzung, die sich bis dahin ausschließlich als Friedenssicherer betätigt hatte und damit Parallelen zum Kalten Krieg der 60er- und 70er-Jahre herstellte. Die Zeitreise bot außerdem Raum für eine ganze Reihe amüsanter Verwicklungen. Die Konfrontation zwischen Zukunft und Gegenwart brachte Witz und ironische Untertöne mit sich, ohne deshalb die ernste Umweltthematik ins Lächerliche zu ziehen.
Gute Kritiken und vier Oscar-Nominierungen

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Captain Kirk (William Shatner) schafft es, das Misstrauen der Meeresbiologin Gillian Taylor (Catherine Hicks) zu zerstreuen. (Bild: ZDF/Bruce Birmelin)

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Kirk (William Shatner, links) und Spock (Leonard Nimoy) staunen über die Gewohnheiten im 20. Jahrhundert. (Bild: ZDF/Bruce Birmelin)
Die Crew des Raumschiffs erreicht ein Hilferuf von der Erde: Der Planet wird von einer riesigen Sonde bedroht, die der Erde alle Energie abzieht und dabei seltsame Signale entsendet, die als die Gesänge der Buckelwale identifiziert werden. Die Tiere sind jedoch schon längst ausgestorben, und so entschließen sich Kirk (William Shatner), Spock (Leonard Nimoy) und McCoy (DeForest Kelly) in das Jahr 1986 zurückzureisen, um dort einen Buckelwal zu retten, der mit der Sonde in der Zukunft kommunizieren kann. In einem meeresbiologischen Institut entdecken sie ein Wal-Pärchen. Doch das merkwürdige Erscheinungsbild der Fremden und ihr eigenartiges Auftreten lassen die Menschen aus der Vergangenheit skeptisch werden.
Das 23-Millionen-Dollar-Projekt wurde der erwartete Erfolg an den Kinokassen. Durch die brisante Thematik wurde der „Enterprise“, bislang häufig belächelt, erstmals das ungeteilte Lob der Kritiker zuteil. Vier Oscar-Nominierungen ließen „Star Trek“ „gesellschaftsfähig“ werden. ZDFneo setzt die Reihe am gleichen Abend, 22.05 Uhr, mit dem fünften Teil, „Am Rande des Universums“ und um 23.45 Uhr mit „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“ fort. (tsch)
