Schlagersängerin Melanie Müller kämpft weiter vor Gericht: Nach dem Urteil wegen Zeigens des Hitlergrußes legt sie Revision ein. Nun ist das OLG Dresden am Zug.
Trotz Doppel-SchlappeMelanie Müller kämpft weiter gegen Hitlergruß-Urteil

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Melanie Müller (r.) sitzt beim Prozess am 12. Januar 2026 mit ihrem Rechtsanwalt Adrian Stahl (l) in ihrem Berufungsprozess im Gerichtssaal des Landgerichts Leipzig.
Schlagersängerin Melanie Müller akzeptiert ihre Verurteilung wegen Zeigens des Hitlergrußes nicht. Die 37-Jährige habe Revision gegen das Urteil des Landgerichts Leipzig eingelegt, sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage. Nun wird sich das Oberlandesgericht Dresden (OLG) mit dem Fall beschäftigen.
Nach Hitlergruß-Vorwürfen hatte Müller auch in zweiter Instanz eine juristische Niederlage erlitten. Das Landgericht Leipzig hatte die frühere RTL-Dschungelkönigin am Montag (12. Januar 2025) wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen und Drogenbesitzes verurteilt.
Es verhängte eine Gesamtstrafe von 70 Tagessätzen à 50 Euro - insgesamt 3.500 Euro. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.
Laut Landgericht hatte Müller bei einem Konzert im September 2022 mehrmals den Hitlergruß gezeigt. Die Angeklagte habe sich zum Ende eines Konzertes durch das Publikum hinreißen lassen, mehrfach den rechten Arm nach oben zu strecken, begründete Karen Aust, Vorsitzende am Landgericht Leipzig, die Entscheidung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
In erster Instanz 80.000 Euro Geldstrafe
In der ersten Instanz hatte das Amtsgericht Leipzig noch eine Strafe von 160 Tagessätzen à 500 Euro (80.000 Euro) verhängt. In zweiter Instanz war die Höhe der Tagessätze geringer ausgefallen, weil das Landgericht die aktuellen Einkünfte Müllers deutlich geringer eingestuft hatte.
Müller hatte in beiden Prozesses die Anklagevorwürfe über ihren Verteidiger zurückgewiesen. Bei der Handbewegung habe es sich um eine anheizende Geste für das Publikum gehandelt, hatte ihr Rechtsanwalt Adrian Stahl erklärt. Sie habe die Armbewegung schon bei vielen Konzerten gemacht, und zwar zu dem Schlachtruf: „Zicke Zacke, Zicke Zacke, hoi, hoi, hoi“. Überdies habe seine Mandantin keine rechte Gesinnung und sei unpolitisch. (dpa)

