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Meisterwerk im Free-TVThriller zeigt eine der krassesten Folterszenen aller Zeiten

Die schöne Schweizerin Elsa (Marthe Keller) soll Babe Levy (Dustin Hoffman) täuschen.  (Bild: ZDF/SRF/Paramount Pictures)

Copyright: ZDF/SRF/Paramount Pictures

Die schöne Schweizerin Elsa (Marthe Keller) soll Babe Levy (Dustin Hoffman) täuschen. (Bild: ZDF/SRF/Paramount Pictures)

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Dustin Hoffman spielt den titelgebenden „Marathon-Mann“, aber auch sein Gegenspieler Laurence Olivier gibt eine glänzende Vorstellung als sadistischer Arzt.

Wer Angst vorm Zahnarzt hat, sollte sich John Schlesingers „Der Marathon-Mann“ (1976) besser nicht zu Gemüte führen. Da wird in einer Szene gebohrt, oder besser: gefoltert, dass selbst abgebrühte Zuschauer den nächsten Arztbesuch aufschieben. Schlesinger, der im Juli 2003 verstarb, schien schon beim Drehen zu ahnen, dass er seinem Publikum damit etwas viel zumutet und ließ einige Testpersonen den Film vorab sehen. Als diese bereits nach den ersten Minuten der Zahnarzt-Folterszene das Kino fluchtartig verließen, kürzte er die Sequenz. Doch auch der Rest ist brutal genug - wie jetzt einmal mehr bei 3sat (Freitag, 24. Juli, 22.25 Uhr) zu sehen ist.

Der jüdische Geschichtsstudent und Marathonläufer Babe Levy (Dustin Hoffman) wird nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders Doc (Roy Scheider) in das gefährliche Beziehungsgeflecht von Geheimdiensten und Alt-Nazis verwickelt. Doc hatte jahrelang gleichzeitig für den US-Geheimdienst und für den ehemaligen KZ-Arzt Szell (Laurence Olivier) gearbeitet, der seinen jüdischen Häftlingen einst Schmuck und Diamanten stahl. Nach Docs Tod versucht Szell von dem nichts ahnenden Babe etwas über den Verbleib der gestohlenen Edelsteine zu erfahren und schreckt dabei auch vor Folter nicht zurück.

Finanziell und künstlerisch ein voller Erfolg

Geschichts-Student Babe Levy (Dustin Hoffman) bekommt es mit einem brutalen ehemaligen KZ-Arzt zu tun.  (Bild: ZDF/SRF/Paramount Pictures)

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Geschichts-Student Babe Levy (Dustin Hoffman) bekommt es mit einem brutalen ehemaligen KZ-Arzt zu tun. (Bild: ZDF/SRF/Paramount Pictures)

Ursprünglich war der düstere Thriller ganz auf den virtuos agierenden Hauptdarsteller Dustin Hoffman zugeschnitten. Doch in „Der Marathon-Mann“ spielte sich Sir Laurence Olivier als perfekte Inkarnation des Bösen ebenfalls in den Mittelpunkt des Geschehens. Der berühmte britische Theater- und Filmschauspieler wurde für seine hervorragende Darbietung mit einer Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller bedacht.

Dabei trafen - angeblich - in Person der beiden Hauptdarsteller zwei unterschiedliche Schauspielschulen aufeinander. Nach der gängigen Erzählung bereitete sich Hoffman, ein Verfechter des Method Acting, auf eine Szene vor, in der seine Figur seit drei Tagen wach war, indem er selbst drei Tage lang wach blieb. Als er dies Olivier erzählte, bemerkte Olivier: „Mein lieber Junge, warum versuchst du es nicht einfach mit Schauspielerei?“ Hoffman sagte später, der Wortwechsel sei falsch wiedergegeben worden: Er habe die ganze Nacht in einem Nachtclub verbracht, und zwar aus privaten und nicht aus beruflichen Gründen, und Olivier, der davon wusste, habe lediglich einen Scherz gemacht.

In den 70er-Jahren zählte der „Marathon-Mann“, mittlerweile zum Klassiker erklärt, zu den großen Kinoerfolgen und spielte allein in den USA über 16 Millionen Dollar (zur damaligen Zeit eine Menge) ein. (tsch)

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