In den USA war „This Is Us“ ein Megahit, in Deutschland blieb das Interesse an den Geschichten der Familie Pearson hinter den Erwartungen zurück. Nun bekommt die Serie mit allen 106 Episoden auf der Streaming-Plattform des ZDF eine neue Chance.
„This Is Us“Zwischen Kitsch und Warmherzigkeit

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Mit ihnen und ihrer großen Liebe fing alles an: Rebecca (Mandy Moore) und Jack (Milo Ventimiglia) heiraten gegen den Widerstand ihrer reichen Eltern und gründeten eine Familie. (Bild: ZDF/NBC)

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Die Pilotfolge, auf die 105 weitere in insgesamt sechs Staffeln folgten: Rebecca (Mandy Moore) verliert bei der Geburt einen ihrer Drillinge. Noch am selben Tag beschließen sie und ihr Mann Jack (Milo Ventimiglia), den am selben Tag geborenen Randall zu adoptieren, der von seinem Vater ausgesetzt worden war. (Bild: ZDF/NBC)
Kaum eine linear ausgestrahlte Fernsehserie holte in den USA zwischen 2016 und 2022 mehr Menschen vor die Bildschirme als „This Is Us“. Sechs Jahre, sechs Staffeln lang fieberte das Publikum mit der Familie Pearson mit, auch die Kritiker zeigten sich begeistert, und US-Stars wie Steven Spielberg, Oprah Winfrey und Reese Witherspoon outeten sich als Fans.

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Randall (Sterling K. Brown) wurde von den Pearsons am Tag seiner Geburt adoptiert. Zu Beginn der Serie macht er seinen leiblichen Vater ausfindig, der ihn vor einer Feuerwehrwache ausgesetzt hatte. (Bild: ZDF/NBC)
Von diesem Erfolg wollte auch ProSieben profitieren, wurde mit der deutschen Erstausstrahlung von Staffel eins aber bitter enttäuscht, denn die Einschaltquoten blieben weit hinter Senderschnitt zurück. Mit Staffel zwei wanderte „This Is Us - Das ist Leben“, so der deutsche Titel, zu sixx, zunächst auch ziemlich erfolgreich, doch nach sinkenden Quoten schob man die neuen Staffeln weiter zum Disney Channel, schließlich landeten sie bei kostenpflichtigen Streaminganbietern. In der ZDF-Mediathek sind nun ab Donnerstag, 11. Juni, erstmals alle 106 Folgen kostenlos abrufbar. In derselben Nacht zeigt ZDFneo zudem linear die jeweils erste Folge aller sechs Staffeln am Stück.

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Als Kate ihren späteren Ehemann Toby (Chris Sullivan, links) mit ihrem Bruder Kevin (Justin Hartley) bekannt macht, ist Toby begeistert, denn er ist ein Fan von dessen Sitcom. Kevin selbst hadert mit seiner anspruchslosen Rolle, möchte er doch ein seriöser Schauspieler sein. (Bild: ZDF/NBC)
Im Zentrum der NBC-Serie von Showrunner Dan Fogelman stehen Kate (Chrissy Metz) und Kevin (Justin Hartley), die zwei überlebenden der Drillinge von Jack (Milo Ventimiglia) und Rebecca Pearson (Mandy Moore), und ihr Adoptivbruder Randall (Sterling K. Brown). Er war am selben Tag geboren und von seinem Vater vor einer Feuerwehrwache abgelegt worden. Fortan begleitet man die Pearsons durch ihr Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, wobei die Handlung zwischen den Zeiten springt.
Der Star der Serie: Sterling K. Brown

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Randall (Sterling K. Brown) und seine Frau Beth (Susan Kelechi Watson) sind das Traumpaar der Serie, doch auch sie werden immer wieder vor Herausforderungen und Probleme in ihrer Beziehung gestellt. (Bild: ZDF/NBC)

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Kate (Chrissy Metz) und Toby (Chris Sullivan) führen anfangs eine glückliche Beziehung, heiraten und wollen Kinder zusammen bekommen. (Bild: ZDF/NBC)
Kate kämpft schon früh verzweifelt gegen ihr Übergewicht, ihr attraktiver Zwillingsbruder Kevin wiederum mit seiner Sucht und seiner Enttäuschung über seine holprige Schauspielkarriere. Ihr afroamerikanischer Adoptivbruder Randall erfährt immer wieder Rassismus und sucht, zu Beginn der Serie selbst ein glücklicher, erfolgreicher Familienvater, nach seiner Identität - und seinem Erzeuger.

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Mit der Geburt ihres Sohnes Jack erfüllt sich ein großer Traum für Kate (Chrissy Metz) und Toby (Chris Sullivan). Doch der Junge ist ein Frühchen und hat schwerwiegende gesundheitliche Probleme. (Bild: ZDF/NBC)
Es sind berührende Geschichten, die „This Is Us“ erzählt. Lebensnah und herzerwärmend finden das eingefleischte Fans, andere wiederum schmähen die Serie als vor Pathos triefenden Kitsch, der allzu sehr auf die Tränendrüse drückt, wie es amerikanischen Produktionen ja häufig zu eigen ist. Vielleicht erklärt das den nicht ganz so großen Erfolg hierzulande? An den Darstellerinnen und Darstellern jedenfalls dürfte es nicht gelegen haben. Besonders nicht am großartigen Sterling K. Brown, dem nicht ganz so heimlichen Star, den „This Is Us“ hervorbrachte.
Der Schauspieler hatte 2016 bereits seinen ersten Emmy für seine Darstellung in der Miniserie „American Crime Story: The People v. O. J. Simpson“ erhalten, als er im selben Jahr als Randall Pearson seinen endgültigen Durchbruch feierte, veredelt unter anderen durch einen Golden Globe, einen weiteren Emmy und den Critics' Choice Television Award. Seit 2025 führt Brown Showrunner Dan Fogelmans Hitserie „Paradise“ (Disney+) an, in einer Rolle, die dieser seinem charismatischen Star auf den Leib schrieb. (tsch)
