Am 7. Juni feiert sie ihren 30. Geburtstag: Seit 18 Jahren kennen Millionen Zuschauer Ronja Forcher als Lilli Gruber aus dem „Bergdoktor“. Doch ihre Karriere begann schon im Vorschulalter.
Ronja ForcherSo sah die „Bergdoktor“-Tochter in ihrer ersten großen Rolle aus

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Ronja Forcher feiert am 7. Juni ihren 30. Geburtstag - vor der Kamera steht der „Bergdoktor“-Star schon seit seiner Kindheit. (Bild: 2026 Getty Images/Gerald Matzka)
Als sie jüngst in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“ gefragt wurde, wie sie ihren anstehenden Geburtstag verbringen wolle, sagte Ronja Forcher: „Ich bin am liebsten zu Hause. Also: Kommt's alle zu mir!“ Viel mehr Ronja Forcher passt kaum in einen Satz. Am 7. Juni wird die beliebte Schauspielerin 30 Jahre alt - und kann bereits auf eine bemerkenswerte Karriere zurückblicken. Seit 2008 spielt sie im „Bergdoktor“ die Tochter der Titelfigur, als sie bei der ZDF-Erfolgsserie einstieg, war sie gerade einmal elf Jahre alt. Vor der Kamera stand sie da allerdings schon seit Jahren.

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Eine ihrer ersten Rollen hatte Ronja Forcher (zweite von rechts) 2004 in der ARD-Fernsehfilmreihe „Im Tal des Schweigens“, an der Seite von Sascha Hehn (links), Timothy Peach (zweiter von links) und Christine Neubauer. (Bild: MDR/Degeto/Marco Orlando Pichler)
Bereits als Fünfjährige sammelte die gebürtige Tirolerin erste Bühnenerfahrungen bei den „Theaterflöhen“ des Tiroler Landestheaters. Ihr Filmdebüt folgte 2003 in „Okariki Okaru“, einem Bollywood-Film, für den einige Szenen in Österreich gedreht wurden. Es folgten Auftritte in Produktionen wie „Im Tal des Schweigens“ (2004), „Die Geierwally“ (2005) und „Afrika im Herzen“ (2008).
„Ich weiß bis jetzt nicht, was Lampenfieber ist“
Dass sie so früh den Weg zur Schauspielerei fand, war kein Zufall. Ihr Vater Reinhard Forcher arbeitet ebenfalls als Schauspieler. „Ich habe das von klein auf mitbekommen, wenn mein Papa Text gelernt und Premieren gespielt hat“, erzählte sie im Interview mit dem „Merkur“. Entsprechend selbstverständlich gehörte die Bühne zu ihrem Alltag. „Ich weiß bis jetzt nicht, was Lampenfieber ist.“

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Schon als Kind reiste Ronja Forcher (links) für Dreharbeiten um die Welt - etwa für „Das Traumhotel - Karibik“ (2008). (Bild: ARD Degeto / André Fichte)
Den entscheidenden Karriereschritt machte sie jedoch mit dem „Bergdoktor“. Aus der Kinderrolle wurde über die Jahre eine feste Größe der Serie. Mittlerweile steht die Produktion vor ihrer 20. Staffel. Dass die Serie einmal so lange laufen würde, hätte sie nach eigenen Worten nie erwartet.
Die besondere Atmosphäre am Set spielt dabei für sie eine wichtige Rolle. „Es fällt uns unfassbar leicht, eine Idylle zu transportieren, wenn wir am schönsten Ort der Welt arbeiten, und das sind die Berge“, sagte sie im „Kölner Treff“. Und ergänzte mit einem Lächeln: „Das muss ich als Tirolerin natürlich sagen.“ Auch die Verbindung zum Publikum ist für sie bis heute ein Antrieb. „Wir machen es gerne. Wir lieben unsere Zuschauer und Zuschauerinnen sehr.“
Mit 13 starb ihre beste Freundin

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So fing 2008 beim „Bergdoktor“ alles an: Dr. Martin Gruber (Hans Sigl, zweiter von links) mit seinem Bruder Hans (Heiko Ruprecht, links), Mutter Lisbeth (Monika Baumgartner) und seiner Nichte Lilli (Ronja Forcher, rechts). (Bild: ZDF / Hans Seidenabel)
So idyllisch das Leben auf dem Bildschirm oft wirkt, so schmerzhafte Erfahrungen musste Forcher privat machen. Besonders der Tod ihrer besten Freundin Sarah, die an einer unheilbaren Krankheit litt, prägte die Schauspielerin nachhaltig. Beide wussten lange, dass der Abschied irgendwann kommen würde. Als er schließlich eintrat, war Forcher 13 Jahre alt. „Obwohl man versucht, sich jahrelang vorzubereiten auf diesen Abschied, erschreckt es einen dann sehr“, erinnerte sie sich im „Kölner Treff“.
Umso wichtiger wurde ihr die Arbeit. Nur einen Tag nach dem Tod ihrer Freundin stand sie wieder am Set. „Ich habe diesen Halt von meiner Figur Lilli gebraucht“, erklärte sie rückblickend. Die Rolle habe ihr damals Stabilität gegeben. „Das war ein großes Geschenk, für einen Tag aus meinem Leben auszusteigen.“

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Seit 2008 als Lilli Gruber in „Der Bergdoktor“ zu sehen: Ronja Forcher (mit Hans Sigl). (Bild: ZDF / Erika Hauri)
Halt in allen Lebenssituationen gibt ihr bis heute auch vor allem eine Person: ihre Großmutter Heidi, die dieses Jahr 88 Jahre alt wird. „Ohne die Großmutti wäre ich nicht hier“, sagte sie. Als Kind begleitete ihre Oma sie zu Dreharbeiten rund um die Welt, las mit ihr Drehbücher und gab ihr Rückhalt in einer ungewöhnlichen Kindheit zwischen Schule und Filmset. „Sie ist einer der Gründe dafür, dass ich überhaupt dieses Leben führen darf“, betonte Forcher erst kürzlich.
Bis heute ist die Großmutter ihre wichtigste Vertraute geblieben. Gerade weil sie schon früh öffentlich bekannt wurde, sei diese Beziehung unbezahlbar. „Man braucht einen Ort, wo man nur privat ist und so sein kann, wie man ist.“
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Forcher: Genug Liebe, „um sie noch einem dritten Menschen zu schenken“
Privat hat die Schauspielerin ihr Glück längst gefunden. Seit 2022 ist sie mit Schauspielkollege Felix Briegel verheiratet. Eine eigene Familie können sich beide vorstellen. „Ich glaube, Felix und ich hätten genug Liebe, um sie noch einem dritten Menschen zu schenken“, sagte sie 2025 gegenüber der „Neuen Post“.
Vielleicht fällt ihr deshalb auch der Blick auf die bevorstehende 30 so leicht. Für viele markiert dieses Alter einen Einschnitt. Für Ronja Forcher ist es vor allem ein Anlass zur Dankbarkeit: „Durch das Erlebnis mit meiner Freundin weiß ich, was Älterwerden für ein Geschenk ist“, sagt sie. (tsch)
