Gaby Baginsky kann auf eine mehr als 50 Jahre lange Karriere in der Schlagerbranche zurückblicken. Die Rente der Sängerin ist trotzdem überschaubar.
„Bekomme nicht viel Rente“Schlagersängerin spricht offen über Probleme bei Altersvorsorge

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Gaby Baginsky bei einem Auftritt im Jahr 2007. Die Rente, die die Sängerin nach über 50 Jahren im Schlagergeschäft beziehen kann, ist gering. (Bild: 2007 Getty Images/Andreas Rentz)
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1975 hatte Gaby Baginsky mit „Häng die Gitarre nicht an den Nagel“ ihren ersten Hit, eine langlebige Karriere als Schlagersängerin sollte folgen. Zwei Alben hat die 72-Jährige in den letzten vier Jahren veröffentlicht, mit „Die ganz große Show“ steht das nächste schon in den Startlöchern. Die erste Single, die denselben Titel trägt, ist bereits veröffentlicht worden.
Wer glaubt, dass eine derart lange Karriere im Showgeschäft mit einer üppigen Rente einhergeht, irrt: Wie Baginsky „t-online“ nun verraten hat, ist der Betrag, den ihr ihre Tätigkeit monatlich einbringt, überschaubar: „Ich habe immer in die Künstlersozialkasse eingezahlt“, betonte die Sängerin. Trotzdem bekomme sie „nicht viel Rente, aber immerhin um die 1000 Euro“.
Für die Altersvorsorge musste eine Alternative her
Darum wurde eine andere Form der Altersvorsorge nötig: Gemeinsam mit ihrem Ehemann habe sie eine Immobilie erworben. „Das ist unser Geld für das Alter“, erklärte sie. „Wenn ich mal sterbe, geht das Vermögen an eine Tierorganisation und eine Stiftung für krebskranke Kinder.“
In den großen Schlagersendungen kommt Gaby Baginsky nicht mehr vor. „Ich glaube, sie setzen auf Quote und wollen im Moment nur die ganz Großen“, erklärt sie sich die ausbleibenden Anfragen, in den Shows von Giovanni Zarrella oder Florian Silbereisen aufzutreten.
Für Künstlerinnen und Künstler wie sie, „die schon länger dabei sind“, sei das „schwierig“. Dabei erhält sich Baginsky eine positive Einstellung: „Wenn es klappt, freue ich mich. Wenn es nicht klappt, bin ich auch nicht traurig.“ (tsch)


