Ein Auftritt von Thomas Gottschalk bei einer großen Preisverleihung sorgt erneut für Verwirrung.
Wieder seltsamer AuftrittGottschalk verwirrt bei Preisverleihung

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Preisträger einer Sonder-„Romy“ unter sich: Michael Bully Herbig (l.), Thomas Gottschalk (M.) und Stefan Raab (r.)
Thomas Gottschalk auf der Bühne bei einer großen Preisverleihung. Momentan sorgen diese Situationen immer wieder für verdutzte Gesichter. So auch bei der Verleihung der „Romy“ am Freitagabend (28. November) in Kitzbühel.
Dabei wurde dem Moderator eine ganz besondere Ehre zuteil. „Die erste Diamant-Romy in der Geschichte des ‚Kuriers‘ für dein Lebenswerk“, sagte „Kurier“-Geschäftsführer Richard Grasl, als er die Statue übergab. Die österreichische Tageszeitung vergibt den TV- und Filmpreis, der in zahlreichen Kategorien durch Publikums-Voting vergeben wird.
Gottschalks erste Reaktion, als ihm die „Romy“ gebracht wurde: „Zeig mal her das Ding. Wo sind die Diamanten?“ Dann scherzte er: „Die hat ne Gürtelrose.“ Hintergrund: Die Sonder-„Romy“ trägt einen Gürtel aus Diamanten.
Schon zuvor bei seiner Dankesrede hatte Gottschalk für verwirrende Momente gesorgt. So sagte er zunächst etwa: „Ich werde mich morgen wieder entschuldigen müssen, in Deutschland. Weil ich gesagt habe, mir liegt der österreichische Humor ein bisschen mehr als der deutsche. Aber das ist einfach so. Eigentlich muss ich mich immer für das entschuldigen, was ich gesagt habe, aber ich weiß auch nicht, wie ich das schaffe.“
Dann wandte er sich an Otto Retzer (80). Der Regisseur hatte zuvor die Laudatio gehalten. Gottschalk ziemlich wirr: „Otto, für dich wäre das sogar ein Tipp für einen Film, eine Romy für Tommy, aber ich glaube, in dem Fall wäre es eine Serie besser, die vielen Romys für Tommy. Romys für Thommys, Thommys für Romys, viele Romys für Thommy... Es reimt sich nicht ganz leider, muss ich sagen. Ich bin gewohnt, dass sich die Dinge reimen. Aber ich habe mir das nicht so genau überlegt, wie ich mir vieles in meiner ganzen Karriere nicht überlegt habe, was ich gesagt habe.“ Dann zählte er die verbliebenen Sekunden seiner Redezeit herunter, die auf einem Promter angezeigt wurde. „29, 28, 27, 26 – wo bleibt die Romy?“
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Schnell schritt „Bergdoktor“ Hans Sigl, der die Preisverleihung moderierte, auf die Bühne und versuchte Gottschalk zu unterbrechen, was ihm nur bedingt gelang. Die ersten Sekunden des Gesprächs schaute Gottschalk starr auf die Zeitanzeige, bis er wieder das Wort übernahm.
Zuletzt hatte Gottschalk bereits mit seinem Auftritt beim Bambi für Aufregung gesorgt. Vor dem Romy-Abend machten Gerüchte die Runde, die Gottschalk-Ehrung werde aus Angst vor negativer Folgen für den „Kurier“ kurzfristig abgesagt, der Veranstalter betonte aber, diese seien „völlig falsch“.
Kurier-Geschäftsführer Grasl dann auf der Bühne zu Gottschalk: „Ich möchte dir diese Romy auch deswegen verleihen, weil wir Medien und wir als Gesellschaft dazu stehen müssen, wenn einer 1000 Mal was richtig macht und ein halbes Mal vielleicht mal etwas nicht so ganz gut macht, trotzdem ein Superstar bleibt.“

