Es sind Worte voller Bitterkeit, die die Bergsteigerlegende über seine Kinder verliert. Er fühle sich regelrecht „entsorgt“.
„Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig“Reinhold Messner rechnet mit eigenen Kindern knallhart ab

Copyright: Christoph Sator/dpa
Reinhold Messner ist von seinen Kindern tief enttäuscht. (Archivbild)
Aktualisiert:
Reinhold Messner (81) wählt deutliche Worte. Der berühmte Bergsteiger blickt heute voller Reue auf eine Entscheidung zurück, die sein Familienleben nachhaltig erschüttert hat: Die vorzeitige Verteilung seines Erbes an seine vier Kinder Layla (45), Magdalena (38), Simon (36) und Anna Juditha (25).
In der Radiosendung „Ö3-Frühstück bei mir“ macht der 81-Jährige seinem Ärger Luft. Was als großzügige Geste gedacht war, entwickelte sich zum persönlichen Albtraum. „Ich war so naiv, dass ich gedacht habe, ich gebe mit warmen Händen. Sobald sie alles hatten, kam sofort der Versuch, mich und Diane auszugrenzen“, schildert Messner die Situation. Er fühle sich regelrecht „entsorgt“.
„Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig“
Besonders schmerzhaft ist für Messner die Wahrnehmung seiner Kinder, die sein Lebenswerk – darunter Immobilien, Bergbauernhöfe und das Messner Mountain Museum auf Schloss Juval – nun verwalten. Er habe den Eindruck, seine Nachkommen würden ihn mittlerweile für unfähig halten: „Es schmerzt mich, dass sie mein Lebenswerk nehmen und sagen: ‚Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig‘.“
Der Konflikt begann bereits vor Jahren, als der materielle Besitz den Besitzer wechselte. Laut Messner stand plötzlich nur noch die Frage im Vordergrund, wer wie viel bekommen hat, wodurch der familiäre Zusammenhalt zerbrach.
Die Fronten sind verhärtet
Während Messner seine dritte Ehefrau Diane (46) als seinen wichtigsten Rückhalt in dieser schwierigen Zeit bezeichnet, schweigen die meisten seiner Kinder zu den aktuellen Vorwürfen. Lediglich Sohn Simon widersprach bereits im Juli 2024 einer direkten Verbindung zwischen der Erbregelung und dem familiären Bruch. Er betonte damals gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, dass der Bruch schleichend und aus anderen Gründen erfolgt sei.
Das Erbe bleibt somit nicht nur ein finanzieller, sondern ein tiefgreifender menschlicher Konflikt, der die einstige Bergsteiger-Dynastie in zwei Lager gespalten hat. (jag)
