Es war lange still um sie. Jetzt sorgte Kult-Star Monika Peitsch mit einem seltenen TV-Auftritt für einen Gänsehaut-Moment.
Nach radikalem RückzugKult-Star (89) aus „Die Unverbesserlichen“ plötzlich wieder im TV

Copyright: IMAGO/Future Image
Monika Peitsch bei der Aufzeichnung der „NDR Talk Show“ im NDR-Fernsehstudio Lokstedt.

Aktualisiert:
Wer erinnert sich nicht an sie? Als Tochter von Inge Meisel in der legendären Reihe „Die Unverbesserlichen“ spielte sich Monika Peitsch in die Herzen von Millionen. Doch seit Jahren hatte sich die Schauspielerin weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Am Freitagabend (15. Mai 2026) gab es nun das große Wiedersehen in der „NDR Talk Show“.
Monika Peitsch kurz vor der 90: „Ich bin gut drauf“
Mit ihren 89 Jahren legte Peitsch einen Auftritt hin, der viele Zuschauer staunen ließ. Im Dezember wird die Schauspielerin 90 Jahre alt, doch von Altersmüdigkeit keine Spur.
Auf die Frage von Gastgeber Hubertus Meyer-Burckhardt, wie sich das anfühlte, antwortete sie gewohnt schlagfertig: „Gott sei Dank noch sehr gut. Ich kann laufen, ich kann hören – ich bin so dankbar, dass das funktioniert.“ Zwar gibt sie zu, dass die 90 eine Zahl ist, die sie aufgrund ihrer Endlichkeit zum Nachdenken bringt, aber ansonsten genießt sie das Leben, als wäre sie Jahrzehnte jünger.
Wer bei dem Auftritt mit einer distanzierten Diva gerechnet hatte, wurde eines Besseren belehrt. Peitsch zeigte sich nahbar und offen. Ein echtes Highlight: Die Geschichte ihrer Hochzeit – und das mit 80 Jahren!
Dass sie ihrem langjährigen Partner, dem Architekten Sven Hansen-Höchstädt, nach 46 Jahren „Ja“ sagte, war vor allem ein Wunsch ihres Sohnes. „Er meinte, es wird später leichter, wenn einer ins Krankenhaus muss“, verriet die Ikone. Ihr amüsantes Fazit zur späten Ehe? „Ich fühle mich gar nicht verheiratet.“
„Hassliebe“ zu Inge Meisel und ein Neuanfang
Im Gespräch gestand Peitsch auch eine „Hassliebe“ zu ihrer Mentorin und Serienmutter Inge Meysel, mit der sie den Klassiker „Die Unverbesserlichen“ drehte: „Sie war schwierig, wenn wir mit fünf Kameras drehten.“ Laut Peitsch beschwerte sich Meysel dann gerne darüber, dass ihre jüngere Kollegin falsch zu ihr stehe, obwohl diese genau auf der Markierung stand.
Peitsch erzählte, dass sie irgendwann genug von Meisels Verhalten hatte und ihr bei einer Auseinandersetzung am Set schlagfertig widersprach. Trotz dieser Spannungen glaubte Peitsch, dass Meysel sie gerade deshalb mochte, weil sie „frech“ war und sich nicht anpasste. Meysel stellte Peitsch gegenüber Dritten immer als ihre „beste Freundin in der Arbeit“ vor.
Seit 2010 hat sich Peitsch weitgehend aus dem Fernsehgeschäft zurückgezogen – damals war sie noch einmal in den Reihen „Rosamunde Pilcher“ und „Pfarrer Braun“ zu sehen. Danach wurde es still um die Schauspielerin.
Dass sie heute – trotz der langen Pause – wieder so strahlend in einer Talkshow zu Gast ist, ist für ihre Fans ein echtes Geschenk. Eines ist klar: Diese Frau ist und bleibt „unverbesserlich“! Ihr Auftritt hat eindrucksvoll bewiesen, dass für eine echte Legende die Zeit einfach stillzustehen scheint.
