Bettina Tietjen hat in der neusten Folge des Podcasts „Hotel Matze“ mit Matze Hielscher über ihre Zeit als Moderatorin gesprochen. Dabei äußerte sie auch ihr Unverständnis gegenüber Promis, die nichts Privates erzählen wollen.
NDR-ModeratorinBettina Tietjen hat kein Verständnis für Promis, die nicht über ihr Privatleben reden

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NDR-Moderatorin Bettina Tietjen, hier im Jahr 2018, war im Podcast „Hotel Matze“ zu Gast. (Bild: 2018 Getty Images/Christian Augustin)
Bettina Tietjen ist bereits seit Jahrzehnten eines der Gesichter des NDR. Die Moderatorin führt durch Sendungen wie die „NDR Talk Show“ und „DAS! Rote Sofa“, während sie am Karfreitag, 2. April, nach 20 Jahren ein letztes Mal bei „DAS! Kochstudio“ zu sehen sein wird. Im Podcast „Hotel Matze“ hat die 66-Jährige jetzt über ihre lange Karriere gesprochen.
So erzählt Bettina Tietjen, dass sie immer davon geträumt habe, „Künstlerin oder eine extravagante, schillernde Persönlichkeit zu sein“. Aber: „Das bin ich halt nicht.“ Sie könne nach eigenen Aussagen „gut Fragen stellen und auch ganz gut reden“, habe aber irgendwann gemerkt, „dass ich relativ durchschnittlich bin“.
Der Journalistin ist Authentizität wichtig. „Einfach so sein, wie man ist. Das ist ja nichts, was man lernen muss. Es ist doch viel anstrengender, eine Rolle zu spielen“, ist Bettina Tietjen im Podcast überzeugt.
„Vielleicht bin ich nicht prominent genug, um das verstehen zu können“
Gastgeber Matze Hielscher möchte von der erfahrenen Moderatorin wissen, was ihr nach „Tausend Gästen“ aufgefallen sei. Bettina Tietjen schildert ihre Herangehensweise: „Ich bin nicht so konfrontativ. Ich möchte, dass die Leute sich wohlfühlen.“ Denn: „Nur jemand, der sich wohlfühlt, öffnet sich auch.“ Außerdem mache es sie glücklich, wenn „sich Menschen nach meiner Sendung ein bisschen besser fühlen“. Sie könne vielleicht nicht die Welt verändern, aber zumindest Leuten eine gute Zeit bereiten, sagt sie.
Wenig Verständnis habe die NDR-Bekanntheit wiederum für Prominente, die gar nicht über ihr Privatleben reden wollen. „Da frage ich mich: Was ist bitteschön Privatleben? Das macht doch gerade einen Menschen aus!“ Sie überlegt in dem Zusammenhang: „Vielleicht bin ich auch nicht prominent genug, um das verstehen zu können.“
Zu ihrer eigenen Sichtbarkeit meint Bettina Tietjen: „Wenn ich in den Supermarkt gehe, pfeift mir vielleicht kein Mann hinterher. Aber im Fernsehen bin ich ja immer sichtbar. Da kann man natürlich abschalten, wenn man mich nicht sehen möchte. Aber das tun die Leute ja nicht, die gucken ja.“ (tsch)

