Meghan steht nach einem Instagram-Post mit Tochter Lilibet (4) in der Kritik – wenige Stunden, bevor sie in Genf bei einem Event der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor den Gefahren sozialer Medien für Kinder warnte.
„Atemberaubende Heuchelei“Meghan zeigt intimen Moment – die Wut ist riesig

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Meghan Markle und Prinz Harry (hier 2023 in Düsseldorf): Meghan sorgte mit einem Instagram-Post für viel Kritik.
Am Samstag teilte Herzogin Meghan Markle (44) auf ihrem Instagram-Account, dem 4,5 Millionen Menschen folgen, einen intimen Moment von sich und ihrer vierjährigen Tochter Lilibet mit der Bildunterschrift: „Mamas kleine Helferin.“ Zu sehen ist Meghan in einem rosa Outfit, Lilibet sitzt in einem roten Kleid zu ihren Füßen, umgeben von einem Kleiderschrank voller Designermode.
Nur Stunden später bestieg Meghan das Flugzeug nach Genf, um dort bei einem Event der WHO vor den Gefahren sozialer Medien für Kinder zu warnen.
„Die Heuchelei ist atemberaubend“
Royalexperte Tom Sykes, der eigens für die Rede in die Schweiz gereist war, übte scharfe Kritik: „Die Heuchelei ist atemberaubend. Es ist ein prahlerisches Bild. Es ist ein eitles Bild. Es ist ein erschreckend unangemessenes Bild.“
Auf seiner Substack-Seite „The Royalist“ schrieb er weiter: „Nur Stunden vor diesem wichtigen Ereignis entschied sich Meghan, ein Foto von sich zu posten, auf dem ihre vierjährige Tochter Lilibet dabei zuschaut, wie sie Outfits anprobiert. Ja, eine Frau, die gleich neben dem ranghöchsten Gesundheitsbeamten der Welt stehen und die messbaren, vermeidbaren Schäden von Kindern in sozialen Medien diskutieren wird, hat gerade ihr eigenes Kind sozialen Medien ausgesetzt.“
Meghans Rede in Genf
In ihrer rund zehnminütigen Rede für die WHO forderte Meghan globale Gesundheitspolitiker auf, den Schutz von Kindern im Internet als „öffentliches Gesundheitsproblem“ zu behandeln. „Unsere Kinder sind keine Produkte, keine Experimente und nicht verzichtbar“, sagte sie. „Die Plattformen stellen Profit über Menschen.“ Sie wandte sich auch gegen künstliche Intelligenz: Neue Technologien würden vergangene Fehler nicht nur wiederholen, sondern „beschleunigen und verstärken“. Und weiter: „Die Gefahr reist heute global – sie ist unmittelbar, unsichtbar, intim. Und unser Schutz muss dasselbe tun.“

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Meghan Markle, die Herzogin von Sussex, spricht während der Einweihung der Ausstellung „The Lost Screen Memorial“ zur Enthüllung eines temporären Denkmals zum Schutz von Kindern vor Online-Missbrauch.
Nach ihrer Rede umarmte Meghan trauernde Eltern, die ihre Kinder durch Online-Missbrauch verloren haben.
Die Zeremonie markierte die Eröffnung des „Lost Screen Memorial“ – einer Installation mit 50 beleuchteten Lichtkästen, die jeweils den Sperrbildschirm eines Kindes zeigen, das durch digitale Schäden ums Leben kam. Das Projekt wurde teilweise von der gemeinnützigen Organisation finanziert, die Meghan gemeinsam mit ihrem Mann Prinz Harry betreibt.
Kleiderschrank für 250.000 Dollar
Laut Sykes enthält der im Instagram-Post gezeigte Kleiderschrank Outfits im Wert von mindestens 250.000 Dollar – darunter ein Armani-Mantel, dessen Etikett auf dem Spiegelselfie deutlich sichtbar sei.
Er kritisierte außerdem Meghans Argument, dass das Nicht-Zeigen von Lilibets Gesicht die Privatsphäre des Kindes schütze: „Das Argument, dass Meghan Lilibets Gesicht nicht zeigt und sie damit schützt, ist absurd geworden. Nicht das Gesicht eines Kindes zu zeigen, verhindert nicht, dass dieses Kind zum Social-Media-Star wird. Wenn überhaupt, erzeugt es mehr Neugier.“ Unterstützer der Herzogin lobten derweil ihre Rede als „kraftvoll“ und „bewegend“. (mg)
