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Markus Söders Adventskonzert mit Florian Silbereisen kostete rund 130.000 Euro Steuergeld

Markus Söder (links) und Florian Silbereisen feierten 2025 ein „Adventskonzert“ mit dem Nürnberger Christkind. (Bild: IMAGO / Sven Simon)

Copyright: IMAGO / Sven Simon

Markus Söder (links) und Florian Silbereisen feierten 2025 ein „Adventskonzert“ mit dem Nürnberger Christkind. (Bild: IMAGO / Sven Simon)

Florian Silbereisen, Veronica Ferres und das Nürnberger Christkind an einem Vorweihnachtsabend auf die Bühne zu bekommen, hat seinen Preis. Kritik an Markus Söders Adventskonzert wies die Staatskanzlei zurück. Die Grünen halten das Event für teure „Showpolitik“.

Es sind auch im Freistaat Zeiten knapper Kassen angebrochen. Doch für eine festliche Musik-Gala kurz vor Weihnachten 2025 legte die bayerische Staatskanzlei den Rotstift offenbar zur Seite. Rund 130.000 Euro hat das erste Adventskonzert des bayerischen Ministerpräsidenten Ende des vergangenen Jahres gekostet. Die Summe nannte die Staatsregierung im bayerischen Landtag auf Drängen der Grünen-Fraktion. Wie zunächst der „Münchner Merkur“ berichtete, habe es zuvor auf mehrere Anfragen nur ausweichenden Antworten gegeben.

Stattgefunden hatte die Gala am 15. Dezember 2025 in Cuvilliés-Theater der Münchner Residenz - auf Einladung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder persönlich. Volksmusik-Star Florian Silbereisen führte durch den Abend, an dem unter anderem Claudia Koreck, Hans-Jürgen Buchner (Haindling) und die Regensburger Domspatzen auftraten.

Auch die Schauspiel-Stars Veronica Ferres und Udo Wachtveitl (“Tatort“) waren zu Gast. Söder kam zum Zwecke eines Doppelinterviews mit dem Nürnberger Christkind auf die Bühne. Angekündigt war der Abend „als Zeichen der Wertschätzung des Freistaats für das Ehrenamt“.

Grünen-Politikerin wirft Markus Söder „Showpolitik“ vor

Kritik an den Kosten kam von der Grünen-Finanzpolitikerin Claudia Köhler: „130.000 Euro für ein Konzert, um den Ministerpräsidenten als Freund der Musik und der Ehrenamtlichen erscheinen zu lassen, im Entwurf des Haushaltsplans 2026 fehlen dagegen 1,2 Millionen Euro für die Musikschulen im Vergleich zum Ansatz 2025“, kritisierte sie. Diese Lücke hätten oft ausgerechnet die Ehrenamtler zu schließen. Köhler warf dem CSU-Chef „Showpolitik“ vor.

In der bayerischen Staatskanzlei teilt man unterdessen mit, die Veranstaltung mit 450 geladenen Gästen sei ein „voller Erfolg“ gewesen und werde „auch in diesem Jahr wieder stattfinden“. Welche Gagen Florian Silbereisen und die anderen beteiligten Künstler im Einzelnen erhalten haben, wollte man auf Anfrage der „Süddeutschen Zeitung“ aus vertragsrechtlichen Gründen nicht aufschlüsseln. (tsch)

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