Ein Foto von Nicolás Maduro in Haft sorgt für einen Mode-Hype.
Irrer Mode-Hype!Maduro sorgt im Knast für ausverkaufte Jogger

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Dieses Foto wurde von Donald Trump auf Truth Social geteilt. Es zeigt Nicolás Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs Iwo Jima.
Ein Foto, das um die Welt geht: US-Präsident Donald Trump veröffentlichte am Samstagabend auf Truth Social eine Aufnahme des festgenommenen venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. Das Bild zeigt Maduro gefesselt an Bord des Kriegsschiffs USS Iwo Jima – Augen hinter einer Schlafmaske verborgen, Ohren unter schweren Schallschutz-Kopfhörern. Doch im Netz sorgt weniger die Szenerie für Wirbel als ein Detail: der graue Jogginganzug, den der 63-Jährige bei seiner Überstellung trägt.
Nicolás Maduro: Vom Diktator zum Mode-Hit
Kaum war das Foto online, schlug das Netz Alarm: Mode-Influencer und Nutzer identifizierten den grauen Jogginganzug blitzschnell als Teil der „Tech Fleece“-Kollektion von Nike, wie „n-tv“ berichtet. Dann ging alles rasend schnell. Während Nicolás Maduro in New York vor einen Bundesrichter geführt wurde, stürmten Käufer die Onlineshops – der Nike-Webstore in den USA meldete für das Modell in „Dark Grey Heather“ schon kurz darauf: Ausverkauft!
Der Hype schwappte sofort nach Europa über. Große Online-Händler wie Zalando verzeichneten explosionsartig steigende Suchanfragen. In Deutschland und der Schweiz waren die gängigen Größen des Oberteils (rund 120 bis 140 Euro) und der passenden Hose (etwa 115 Euro) bis Montagmorgen nahezu komplett ausverkauft.
Haftfoto geht viral: Maduros Outfit sorgt für Wirbel
Auf Plattformen wie TikTok und X gingen die Memes durch die Decke. Nutzer kombinierten das Fahndungsfoto mit Werbesprüchen oder montierten Nicolás Maduro kurzerhand auf die Laufstege von Paris. Der krasse Gegensatz zwischen schweren Terrorvorwürfen der US-Justiz und dem banalen Jogginganzug entfaltet eine bizarre Sogwirkung – genau dieser Bruch treibt den Netz-Hype an.
Der Nike-Tech-Fleece gilt seit Jahren als inoffizielle Uniform der Streetwear-Szene und des sogenannten „Drill“-Genres. Dass nun ausgerechnet ein gestürzter Staatschef in genau diesem Look präsentiert wird, durchbricht laut Medienberichten radikal die gewohnte Bildsprache von Macht, Fall und Demütigung – und verstärkt den bizarren Effekt des Fotos noch einmal deutlich.
Während Nike sich bisher nicht offiziell zu dieser unfreiwilligen „Product Placement“ geäußert hat, nutzen andere Unternehmen die Gunst der Stunde. Als Maduro bei seiner Ankunft in New York in einem blauen Kapuzenpullover der Marke Origin gesichtet wurde, schaltete die Firma sofort Werbung mit Verweis auf das Modell. (jag)
