Parallel zum Start der neuen „Let’s Dance“-Staffel, bei der auch Vanessa Borck mittanzt, kündigt dieselbe Produktionsfirma eine Personality-Doku mit ihr an. Hat die Produktionsfirma ein Eigeninteresse am Abschneiden der Kandidatin?
Wirbel um Nessi vor „Let’s Dance“Ungünstiges Timing? Ankündigung wirft Fragen auf

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Vanessa Borck wird ebenfalls bei „Let's Dance“ mittanzen. Zeitgleich kündigt dieselbe Produktionsfirma eine Doku mit ihr an. Besteht ein Interessenskonflikt?
Aktualisiert
Die 19. Ausgabe von „Let’s Dance“ geht bald los, aber bereits vor dem Auftakt am Freitag lässt eine Ankündigung aufhorchen: Im Fokus steht die Content-Creatorin Vanessa Borck, eine der Teilnehmerinnen, sowie die Firma Seapoint Productions. Diese realisiert die RTL-Tanzshow als Auftragsarbeit für BBC Studios Germany. Ein Folgeprojekt wirft nun einige Fragen auf.
Denn: Seapoint Productions bringt parallel ein weiteres Projekt mit Vanessa Borck an den Start, nämlich eine Personality-Doku namens „Nessi in Love“. Schon am Sonntag wurde die erste Episode der Sendung, die für YouTube bestimmt ist, veröffentlicht. Die Finanzierung der Doku komme laut Seapoint über Kooperationen mit Marken wie Garnier zustande, aber auch durch die normalen Einnahmequellen der Videoplattform. Das berichtet „DWDL“.
Gibt es einen Interessenskonflikt?
Eine heikle Situation, denn es steht die Frage im Raum, ob die Produktionsfirma ein eindeutiges finanzielles Interesse daran hat, dass Vanessa Borck in der Show „Let’s Dance“ so weit wie möglich kommt. Die Sendezeit bei RTL zur besten Sendezeit ist schließlich eine gewaltige Werbeplattform. Wenn die Hauptfigur bekannter wird, steigert das den Erfolg der neuen Doku auf YouTube – und bei Seapoint füllt sich die Kasse.
Nina Klink, die Chefin von Seapoint Productions, nimmt bei „DWDL“ zu der Situation Stellung. Sie sagt: Es gebe keinen Interessenkonflikt. „Im Gegenteil, die Teilnahme von Vanessa an ‚Let’s Dance’ stellt das Team von ‚Nessi in Love‘ eher vor die Herausforderung, in eine Art Produktionspause unbestimmter Dauer zu gehen, da das Tanztraining der Promis bekanntlich sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und Nessi erst wieder die Dreharbeiten für ‚Nessi in Love‘ aufnimmt, wenn ‚Let’s Dance‘ vorbei ist“, so Klink.
„Definitiv keine Einflussnahme“
Klink unterstreicht zudem, dass für beide Sendungen völlig getrennte Teams zuständig seien und es „definitiv keine Einflussnahme auf Wettbewerbsentscheidungen“ geben würde. Die Kooperation mit Vanessa sei, so Klink, die „logische Konsequenz“, die sich aus ihrer Teilnahme bei „Princess Charming“ ergeben habe. Klink: „Vanessa ist eine Granate! Ich habe selten jemanden erlebt, der vor der Kamera so authentisch, emotional und nahbar ist.“
Außerdem habe die Entwicklung von „Nessi in Love“ bereits angefangen, noch ehe feststand, dass Borck bei „Let’s Dance“ dabei sein würde. Nach „Princess Charming“ sei der Kontakt zu ihr nie verloren gegangen. Man habe die erste Episode absichtlich vor dem Beginn der Tanzshow herausgebracht, weil deren Themen gerade brandaktuell waren.
Auch bei RTL habe man Kenntnis von dem Projekt. Ein Sprecher des Senders teilte mit, das Format auf YouTube habe, wie man betonte, „keinen Einfluss auf ‚Let’s Dance‘“. Die Jury würde ausschließlich die Leistung auf dem Tanzparkett beurteilen und das Publikum entscheide via Telefonanruf. Weil die wirkliche Produktion der Show „Nessi in Love“ erst nach dem Ausscheiden von Vanessa startet, sehe man „keinerlei Konflikt“. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.


