Anouschka Renzi war vielbeschäftigte Fernsehschauspielerin, bevor die Rollenangebote immer seltener wurden - mit zunehmendem Alter, wie sie sagt. Daher war sie zuletzt häufiger in Reality-Sendungen zu sehen, wie nun erneut mit „Promis unter Palmen“.
So sah Schauspielerin und Reality-Star Anouschka Renzi früher aus
Am Ende wurde die Schauspielerin Anouschka Renzi es doch, widerwillig und notgedrungen: Sie wurde Reality-Star. Dass sie mit diesem Schritt, den sie 2022 zum ersten Mal mit ihrer Teilnahme an „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“ machte, nicht glücklich ist, aber trotzdem damit leben kann, wurde in ihrem Gespräch mit dem „Berliner Kurier“ im Herbst vergangenen Jahres deutlich. „Es ist nicht meine Welt“, erklärte sie und fügte hinzu: Es sei „okay, Reality zu machen“.

Copyright: RTL / Arya Shirazi
Mit „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ wagte Anouschka Renzi zum ersten Mal den Schritt in die Welt des Reality-TV. (Bild: RTL / Arya Shirazi)
Warum aber tut sie es, wo sie sich doch in dem Format so fremd fühlt? Zumal ihr Dschungelcamp-Auftritt kein Ausrutscher war, sondern dem weitere Teilnahmen folgten. Zwei Jahre später nach dem Dschungelcamp machte Renzi bei „Promi Big Brother - Die Late Night Show“ mit, dann bei „Kampf der Realitystars“ (2025), und jetzt gehört sie zu den „Promis unter Palmen“ (immer montags, 20.15 Uhr, SAT.), wo Promis, nun ja, unter Palmen in Thailand um 100.000 Euro wetteifern.

Copyright: RTL / Frank W. Hempel
2022 war Anouschka Renzi in einer „Dschungel-Spezial“-Folge der Kochshow „Grill den Henssler“ zu sehen. (Bild: RTL / Frank W. Hempel)
Es geht in Reality-Shows also auch um Geld. Dass sie nicht „auch“, sondern vor allem deswegen in Reality-Formaten mitmacht, darüber spricht Renzi ebenfalls offen. „Solange man noch einen Namen hat, kann man mit Reality gutes Geld verdienen“, sagte sie. Auch verschweigt sie nicht den Grund, wieso sie gegen ihren Willen zu arbeiten genötigt ist: Dass nämlich mit dem Älterwerden die Rollenangebote abnehmen. „Ich bin über 60. Es ist ja nicht so, dass die alle Schlange stehen.“
So begann Anouschka Renzis Karriere

Copyright: Joyn/ Gerhard Merzeder
Wie wird sich Anouschka Renzi (zweite von links) in „Promis und Palmen“ schlagen? Die Reality-Show ist immer montags um 20.15 Uhr in SAT.1 zu sehen. (Bild: Joyn/ Gerhard Merzeder)
Einen Namen hat Anouschka Renzi sehr wohl noch, und den machte sie sich, als sie noch blutjung war. Mit 17 stand die Tochter der Schauspielerin Eva Renzi (1944-2005) und Adoptivtochter des Schauspielers Paul Hubschmid (1917- 2002) schon auf der Theaterbühne. Vier Jahre später sicherte sie sich ihre erste Rolle in einem Kinofilm (“Das Wunder“), bevor man sie wenige Monate darauf zum erstmals in einem Fernsehfilm sah. In der ambitionierten Theaterstück-Verfilmung „Das Mord-Menü“ (1986) spielte sie eine Psychologie-Studentin, deren Vater Mordopfer einer Intrige wird.
Das Fernsehen wurde Renzis berufliche Heimat. In Serien und TV-Filmen - von „Tatort“ über „In aller Freundschaft“ bis „Ein starkes Team“ - spielte sie seither zahlreiche kleinere und größere Rollen, bis diese - wie sie sagt - immer weniger wurden. Zuletzt aber bekam sie einschlägigen Datenbanken zufolge doch ein Angebot abseits der Reality-Unterhaltung. Andererseits: Ist „Der Saft des Bösen“, der vom Travestiekünstler und Doku-Soap-Mitwirkenden Nina Queer (“Frauentausch“) inszeniert wurde und von „fünf Frauen am Rande es Wahnsinns“ handelt, mit dem Trash mancher Reality-Show sehr nahe verwandt. (tsch)

