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„Let's Dance“ 2022 Gänsehautmoment wegen Amira: Bei diesem Tanz weinte sogar Oliver Pocher

Amira und Oliver Pocher lagen sich nach ihrem Tanz am 29. April 2022 in der RTL-Tanzshow „Let's Dance“ in Köln weinend in den Armen.

Amira und Oliver Pocher lagen sich nach ihrem Tanz am 29. April 2022 in der RTL-Tanzshow „Let's Dance“ in Köln weinend in den Armen.

Das muss erst mal eine schaffen: Mit ihrem Auftritt, der die jahrzehntelange Trennung von ihrem Vater zum Thema hatte, zauberte Amira Pocher bei „Let's Dance“ 2022 nicht nur Tränen in die Augen ihres Mannes Oli. 

Im Achtelfinale von „Let's Dance“ 2022 wurde die Stimmung deutlich intensiver. Das „Magic Moment“-Motto versprach laut Moderator Daniel Hartwich „taschentuchweise Gefühle“, was die verbliebenen sechs Paare nach Kräften einzulösen versuchten. Dass es bei der erzielten Rührung allerdings verschiedene Gradmesser gibt, zeigte sich gleich bei den ersten Paaren.

Als Bastian Bielendorfer mit Ekaterina Leonova das Thema „Mobbing“ wählte, blieb die Jury kühl: „Du hast gelernt, dich zu bewegen“, kommentierte Jorge González nüchtern. Motsi Mabuse ergänzte: „Du tanzt halt in deiner speziellen Art.“ Sarah Mangiones tänzerische Erinnerung an ihre Zeit als noch erfolglose Schauspielerin fand die Jury „wacklig“. Denn richtig überzeugend wird es für das Profi-Gremium erst bei tänzerischen Befreiungsschlägen. Einen solchen lieferte Ende April Amira Pocher, die mit Massimo Sinató das Wiedersehen mit ihrem 23 Jahre abwesenden Vater „vertanzte“.

„Let's Dance“ 2022: Amira Pocher zeigt emotionale Seite von sich

Höher konnten tänzerische und emotionale Wellen kaum schlagen: Erst erzählte Amira im Einspieler vom plötzlichen Verschwinden ihres Vaters nach Ägypten. „Ich war drei Jahre alt, niemand kam zum Laternenfest in den Kindergarten, und die ganzen nächsten Jahre habe ich mich immer gefragt: „Warum kann er nicht hier sein? Liebt und vermisst er mich? Kennt er mich überhaupt noch?“

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Das Wiedersehen passierte auf Initiative ihres Ehemannes Oli: 23 Jahre nach dem Abschied trafen die Pochers Amiras Vater in Kairo wieder und wurden von der ganzen Familie herzlich aufgenommen.

„Ein Teil von mir hat gefehlt, den ich immer gesucht habe“: Bis Massimo Sinató die heutige Moderatorin und Unternehmerin in den Arm nahm und ihr „Schritte für die Emotionen“ (Amira) beibrachte.

„Tanzen ist ein Ventil“, weiß der Profitänzer, der Amiras Einsamkeit und Trauer in einen mitreißenden Mix aus Contemporary, Tango, Salsa, Paso und Rumba umsetzte. Zu „Papaoutai“ von Stromae tanzte sich Amira regelrecht den Schmerz von der Seele.

Ihre Performance trieb nicht nur ihr, sondern auch prominenten Zuschauerinnen und Zuschauern Tränen in die Augen: Während Motsi Mabuse die Lippen zitterten, ging Moderator Daniel Hartwich plötzlich alle Flapsigkeit abhanden. In der allgemeinen Sprachlosigkeit ergriff schließlich Sinató das Wort: „Es hat lange gedauert, bis ich diese harte Schale knacken konnte“, nahm er Amiras Überzeugungskraft dezent auf seine Kappe: „Ich bin so stolz auf sie.“

Joachim Llambi sagte erst mal nur: „Danke für die Emotion!“ Dann holte er weiter aus: „Wir haben dich immer tough und stark gesehen. Heute warst du verletzlich, ein Riesenschritt für dich. Emotional war das nicht zu toppen. Du hast so viel von dir freigelassen – und das ist es, was wir hier sehen wollen.“

„Let's Dance“ 2022: Oliver Pocher weint nach Tanz von Frau Amira 

Die kurz umrissene Theorie wirksamer Unterhaltung relativierte sich jedoch in einem sehr privaten Moment. „Wir haben eine neue Amira gesehen. Schau mal, sogar der da hat geweint“, sagte Jorge in die Richtung von Oliver Pocher, hinter dessen Maske es verdächtig glitzerte.

„Hab ich doch immer gesagt: Das ist ein ganz, ganz Lieber“, versicherte Amira, die zu ihrem Gatten eilte und ihn umarmte. Ein besonderer Moment nicht nur für die Pochers, sondern für ganz RTL, wie Joachim Llambi begeistert feststellte: „Am Ende ist so etwas ‚Let's Dance‘“.

Für manche war es an diesem Abend allerdings auch das Ende: Während nicht nur Amira Pocher und Massimo Sinató, sondern auch die konstant souveränen Paare Janin Ullmann und Zsolt Sándor Cseke sowie René Casselly und Kathrin Menzinger Höchstwertungen bekamen und auf Finalkurs gingen, verließen mit Bastian Bielendorfer und Ekaterina Leonova die herzerfüllte Comedy die Show.

„Dir fehlt die Aura“, bescheinigte Joachim Llambi dem mehrfach erwiesenen Nichttänzer und seinen Streetdance-Moves: „Das war Ententanz mit dem Finger in der Steckdose.“

Doch zumindest eines hatte der Comedian mit Amira Pocher gemeinsam: „Ich habe meine Schwäche zur Stärke gemacht.“ Und seine großartige Partnerin Ekat ergänzte mit Weitsicht: „Du hast gezeigt, dass es sich lohnt zu kämpfen – und zwar nicht mit anderen Menschen, sondern mit dir selbst und deinen Grenzen.“ (tsch)

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