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Kontroverse um ThronnachfolgeNachrichtensprecher zum König gekrönt

Nach dem Tod von König Oyo Nyimba Kabamba Iguru entbrannte ein heftiger Streit um die Nachfolge. (Bild: 2026 Getty Images/Hajarah Nalwadda)

Copyright: 2026 Getty Images/Hajarah Nalwadda

Nach dem Tod von König Oyo Nyimba Kabamba Iguru entbrannte ein heftiger Streit um die Nachfolge. (Bild: 2026 Getty Images/Hajarah Nalwadda)

Der Nachrichtensprecher Edward Rukidi Nyabongo ist in Tooro in Uganda zum König gekrönt worden. Der Zeremonie ging ein heftiger Streit um die Nachfolge des verstorbenen Vorgängers voraus.

Nachdem Ende August der Monarch Oyo Nyimba Kabamba Iguru an einer Krebserkrankung verstorben war, entbrannte ein erbitterter Streit um die Thronnachfolge in Tooro in Uganda. Jetzt steht der neue König fest: Nachrichtensprecher Edward Rukidi Nyabongo ist am Dienstag gekrönt worden. Der ugandische Präsident Yoweri Museveni nahm an der Zeremonie teil und wünschte Nyabongo auf X viel Erfolg für seine Regentschaft.

Zwar haben die Monarchen in Uganda keine politische Macht, sind aber für die Kultur und Tradition von großer Bedeutung. Tooro ist eines von insgesamt fünf Königreichen in dem afrikanischen Land. Als Teil der offiziellen Krönungszeremonien musste Edward Rukidi Nyabongo verschiedene Bräuche absolvieren und beispielsweise etwa vier Kilometer zum Königspalast zu Fuß zurücklegen. Bekannt ist er in Uganda vor allem als TV-Persönlichkeit. So arbeitet der 1970 geborene Regent als Nachrichtensprecher bei dem staatlichen Fernsehsender UBC.

Sein Vorgänger Oyo Nyimba Kabamba Iguru war erst im vergangenen Jahr vom Guinness-Buch der Rekorde als jüngster König der Welt anerkannt worden, nachdem er 1995 im Alter von gerade einmal drei Jahren gekrönt wurde. Vor knapp einem Monat starb er mit 34 Jahren. Anschließend brach eine große Debatte um die Nachfolge aus. Zeitweise war auch ein in London lebender Amateur-Fußballer als möglicher neuer König im Gespräch. Edward Rukidi Nyabongo wurde schließlich von Vertretern des Babiito-Clans und Angehörigen als Nachfolger benannt. (tsch)