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„Komplett down“ wegen schlechter Kritik„Das perfekte Dinner“-Kandidat wollte Show-Teilnahme absagen

Schorsch gibt sich größte Mühe, um seine Vorspeise dekorativ anzurichten.
 (Bild: RTL)

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Schorsch gibt sich größte Mühe, um seine Vorspeise dekorativ anzurichten. (Bild: RTL)

Am dritten Tag der Bamberg-Woche tritt Schorsch (50) an den Herd, um seinen Gästen das „perfekte Dinner“ zu kredenzen. Doch der Weg dorthin war steinig und führte durch ein tiefes Tal, in dem der Gastgeber schon alles hinschmeißen wollte ...

Hoffentlich läuft Schorschs Dinner-Abend besser als das Probekochen.
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Hoffentlich läuft Schorschs Dinner-Abend besser als das Probekochen. (Bild: RTL)

Er sei „ein typischer fränkischer Steinbock“ und „Franke durch und durch“, deshalb steht bei Schorsch (50) in Bamberg selbstverständlich Heimatküche auf dem „perfekten Dinner“-Plan. Aber auf edel. Sohn Valentin (19) vertritt seinen älteren Bruder als Schnibbelhilfe, der kränkelt nämlich. Den Männerüberschuss im Haushalt weiß Schorsch zu schätzen: „Man kann sich dann auch mal gegenüber der Frau durchsetzen, wenn vielleicht mal Fußball im Fernsehen kommt.“

Dass sein Vater beim VOX-“Dinner“ mitmacht, findet Valentin gut: „Ich ess' ja sein Zeug und ich weiß, wie gut das immer schmeckt.“ Und Schorsch mag eh den Wettbewerb: „Ich finde es cool, sich mit fremden Leuten zu batteln und eine gewisse Schlacht aufzumachen.“

Der Hauptgang mit den kreativen Blaukraut-Knödeln begeistert Ragil (links) und Mathias schon rein optisch.
 (Bild: RTL)

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Der Hauptgang mit den kreativen Blaukraut-Knödeln begeistert Ragil (links) und Mathias schon rein optisch. (Bild: RTL)

Dabei war Schorsch kurz vorm Abbruch. „Probekochen war ganz schlimm.“ Valentin war ebenfalls dabei: „Die Nerven lagen am Ende komplett blank.“ Schorsch meint: „Ich wollte Kritik hören.“ Valentin grinst: „Und er hat Kritik bekommen.“ Vor allem das Dessert kam bei den Probeessern nicht so gut an, wie zuvor erhofft. „Zu sauer, zu bitter - man hat einfach gemerkt, dass der Zucker gefehlt hat“, erzählt Valentin. Dabei war es doch Schorschs Highlight: „Ich war komplett down. Ich war kurz davor zu sagen: Ich mache nicht mehr mit.“ Als Leiter im Kundenservice und Ultra-Marathonläufer gibt er jedoch nicht so schnell auf, und deshalb gibt es unter dem Motto „A bissla Heimat geht immer“ folgende drei Gänge:

  1. Vorspeise: Wos Glanns vonna wech - Frühlingsrolle / Schäuferla / Rauchbier / Mayonnaise / Weißkraut
  2. Hauptspeise: A weng ann Glassiggä - Blaukraut / Kalb / Wirsing
  3. Nachspeise: Des i-Düpferla ohm drauf - Savarin / Quitte / Schokoladen-Espuma / Schlehe
Als Mathias den kunstvoll angerichteten Nachtisch erblickt, rastet er vor Begeisterung aus. (Bild: RTL)

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Als Mathias den kunstvoll angerichteten Nachtisch erblickt, rastet er vor Begeisterung aus. (Bild: RTL)

Davor serviert er jedoch zur Begrüßung einen Lavendel-Spritz. Der mundet Angela (51) hervorragend: „Ich fand den Aperitif mit Lavendel faszinierend, weil ich das so auch noch nirgendwo getrunken habe, und ich liebe Lavendel. Die Mischung war umwerfend!“

„Mehr als nur Kloß mit Soß“

Das Dessert verfehlt seine Wirkung nicht: Angela (links) und Lui sind sprachlos.
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Das Dessert verfehlt seine Wirkung nicht: Angela (links) und Lui sind sprachlos. (Bild: RTL)

Die Frühlingsrolle wird mit gezupftem Schäuferla gefüllt und auf einem Kraut-Glasnudel-Salat mit Rauchbiercreme angerichtet. „Ich wollte mal zeigen: Fränkische Küche ist mehr als nur Kloß mit Soß“, verrät Schorsch seine Idee hinter dem Heimat-Asia-Mix. „Dann kann ich das Schäuferla anbieten, ohne dass wir nach der Vorspeise schon im Koma liegen.“ Angela begrüßt die kreative Variation des Klassikers: „Hat mir ganz toll geschmeckt.“

Während sich alle schon gefragt haben, wo denn beim fränkischen Klassiker die Klöße bleiben, hat Schorsch vorgesorgt: Die Klöße formt er aus dem Blaukraut, das er anschließend paniert und frittiert. „Für mich war die Optik der Hauptspeise grandios“, bestaunt Ragil (34) den Teller. „Ich glaube, der Johann Lafer hat die mal gekocht“, erzählt Schorsch von seiner Inspiration für die Blaukraut-Knödel.

Sieht besser aus als es schmeckt

Dann geht es ans Dessert. „Ein Savarin ist ein französischer Napfkuchen, und der wird getränkt“, erklärt Schorsch. Dazu reicht er ein Sorbet aus Schlehen: „Weil es typisch fränkisch ist. Da machen die meisten bei uns hier Likör selber draus.“ Die kommen extra aus der Tiefkühltruhe, um die Giftstoffe zu beseitigen. Von den Gästen bekommt Schorsch die Reaktion, die er sich schon beim Probekochen erhofft hat: ein geflashtes „Wow!“. Doch Angela muss anschließend gestehen, „dass mir die Optik der Nachspeise erheblich besser gefallen hat, als sie mir geschmeckt hat“.

Trotzdem kann Schorsch für sein Heimat-Menü 34 Punkte und die vorläufige Spitzenposition ergattern. (tsch)

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