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Jürgen Klinsmann warnt vor Arroganz gegen WM-Gastgeber USA„Kehr vor deiner eigenen Haustür!“

Ex-Fußballnationalspieler Jürgen Klinsmann lebt weiterhin gerne in den USA. (Bild: 2024 Getty Images/Lintao Zhang)

Copyright: 2024 Getty Images/Lintao Zhang

Ex-Fußballnationalspieler Jürgen Klinsmann lebt weiterhin gerne in den USA. (Bild: 2024 Getty Images/Lintao Zhang)

Manche rufen zum Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA auf - Jürgen Klinsmann jedoch warnt vor Arroganz. Ein Urteil dürfe sich nur der erlauben, der im Land sei. Als warnendes Beispiel nannte der Ex-Nationaltrainer die WM in Katar.

2006 coachte er die deutsche Nationalmannschaft zum „Sommermärchen“ bei der Heim-WM. In diesem Jahr ist die Fußball-Weltmeisterschaft für Jürgen Klinsmann wieder eine besondere. Gastgeber ist neben Mexiko und Kanada die USA: das Land, in dem der 108-malige Nationalspieler seit fast 30 Jahren lebt.

Im „OMR-Podcast“ mit Philipp Westermeyer hat Klinsmann der DFB-Auswahl gute Chancen auf den Titel ausgerechnet - sofern sich die Mannschaft von den politischen Diskussionen um die Präsidentschaft Donald Trumps nicht vom Sportlichen ablenken lasse. Ein WM-Turnier sei ein Ausflug „in eine ganz andere Kultur“, sagte der 61-jährige Wahl-Kalifornier, der inzwischen auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt. Man dürfe die Verhältnisse vor Ort nicht mit dem eigenen Standard vergleichen, sondern müsse „mit der richtigen Denkweise hereingehen und die Gegebenheiten so annehmen, wie sie sind“.

Bei den WM-Turnieren in Russland (2018) und Katar (2022) habe die deutsche Mannschaft genau das nicht geschafft und sei folgerichtig früh ausgeschieden. Besonders die Katar-WM sei „fatal für Deutschland“ gewesen: „Wir wollten diesem Land sagen, was sie zu tun haben. Wir wollten diesem Land erklären, was Menschenrechte sind“, kritisierte Klinsmann die damalige Debatte. Die Öffentlichkeit habe „diesen negativen Spirit auf den DFB-Tross übertragen - mit einer Arroganz, die ihresgleichen gesucht hat“.

Jürgen Klinsmann: „Um dir ein Bild zu machen, musst du da sein“

Im Zusammenhang mit der im Juni startenden WM 2026 war als Zeichen des Protests gegen Donald Trump bereits von Boykott-Forderungen zu lesen. Er verstehe die Kritik an der amerikanischen Regierung „total“, sagte Klinsmann, jedoch vor allem aus einer europäischen Blickweise. Klinsmann ist überzeugt: Wer sich ein Urteil über die USA erlauben wolle, könne das nur vor Ort tun: „Um dir ein Bild zu machen, egal wovon, musst du da sein. Du musst es leben.“ Für die Spieler des WM-Kaders, ist er sich sicher, werde sich die Situation anders anfühlen als für denjenigen, der „in Deutschland irgendwo in einem Sessel sitz, die Spiele schaut und die Zeitung liest“.

Kalt lässt die aktuelle politische Entwicklung des Landes Jürgen Klinsmann gleichwohl nicht. „Jeden Tag machst du den Fernseher an und denkst: Um Gottes willen, was ist denn jetzt los?“, räumte er ein. Im von der MAGA-Kultur stark geprägten Orange County spüre er natürlich, „was abläuft mit Trump“. Auch werde er inzwischen weltweit auf die Zustände in den Vereinigten Staaten angesprochen und verstehe das gut. „Trotzdem sage ich mir immer: Kehr vor deiner eigenen Haustür!“

Die USA seien trotz all der Probleme „vielfältig, unglaublich schön, mit all den verschiedenen Facetten und Extremen, die dieses Land offenbart“. Mit seiner Familie fühle sich Klinsmann in Kalifornien nach wie vor wohl. (tsch)

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