Mit seinem unerwarteten Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“ sorgt Ex-Fußballtrainer Steffen Baumgart für verblüffte Gesichter. Kurze Zeit später platzt Frank Thelen dann allerdings der Kragen.
„Höhle der Löwen“-Investor erkennt Steffen Baumgart nicht - und ärgert sich dann über Pitch„Nicht okay“

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Steffen Baumgart überrascht mit seinem Auftritt bei „Die Höhle der Löwen“. (Bild: RTL)
Damit haben die Investoren offensichtlich nicht gerechnet: In der neuesten Folge von „Die Höhle der Löwen“ (Montag, 19. Oktober, 20.15 Uhr auf VOX) betritt plötzlich Steffen Baumgart, ehemaliger Trainer unter anderem des 1. FC Köln, die Bühne. Besonders Ralf Dümmel kann seinen Augen kaum trauen. „Das glaube ich nicht“, entfährt es dem Unternehmer beim Anblick des prominenten Gastes.
Auch Carsten Maschmeyer erkennt den Fußballtrainer sofort, vermisst allerdings dessen typisches Markenzeichen. „Normalerweise hast du doch immer die Schiebermütze auf“, stellt er überrascht fest. Nur Frank Thelen kann mit dem prominenten Besucher zunächst überhaupt nichts anfangen und weiß nicht, wer vor ihm steht.
Steffen Baumgart wirbt bei „Die Höhle der Löwen“ für Fitness-App „move2pay“

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Frank Thelen (Mitte) ärgert sich erst über die Präsentation der Gründer - und macht dann doch den Deal. (Bild: RTL)
Baumgart ist allerdings nicht gekommen, um selbst ein Unternehmen vorzustellen. Der ehemalige Bundesliga-Trainer unterstützt Mia Allouche und ihren Vater Karim Allouche, die gemeinsam die App „move2pay“ entwickelt haben. Als Markenbotschafter soll er den Löwen das Konzept näherbringen.
„Es geht darum, Leute in Bewegung zu bringen und dann aber auch etwas dafür zu bekommen“, erklärt Baumgart die Idee hinter der Anwendung. Das Versprechen der Gründer: Wer sich im Alltag sportlich betätigt - beispielsweise Schritte sammelt oder ein Workout absolviert -, soll davon künftig auch finanziell profitieren können.

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Mia Allouche und ihr Vater Karim Allouche sind die Gründer von „move2pay“. Steffen Baumgart fungiert als Markenbotschafter. (Bild: RTL)
Die App lässt sich mit bereits vorhandenen Gesundheits- und Fitness-Anwendungen verknüpfen. Anschließend werden die erfassten Aktivitäten in sogenanntes Bewegungsguthaben umgewandelt. Dieses können Nutzer im „move2pay“-Shop bei verschiedenen Partnerunternehmen einsetzen.
Für das weitere Wachstum ihres Unternehmens hoffen Mia und Karim Allouche auf die Unterstützung der Investoren. Ihr Angebot: 350.000 Euro Kapital im Austausch gegen zehn Prozent der Firmenanteile. Damit setzen Vater und Tochter den Unternehmenswert bei 3,5 Millionen Euro an.
Frank Thelen übt Kritik und schlägt dann doch zu
Die Präsentation kommt jedoch nicht bei allen Löwen gleichermaßen gut an. Frank Thelen stört sich an einem entscheidenden Detail des Geschäftsmodells. Denn das gesammelte Bewegungsguthaben bedeutet keineswegs, dass Kunden im angeschlossenen Shop dafür kostenlos einkaufen können. Wer dort ein Produkt erwerben möchte, muss weiterhin einen Eigenanteil bezahlen.
Für Thelen ein Punkt, den die Gründer nicht ausreichend deutlich gemacht haben. „Ihr habt das total falsch dargestellt“, wirft er Mia und Karim Allouche vor. Dann legt er nach: „Das finde ich nicht okay.“ Die übrigen Investoren beurteilen diesen Aspekt weniger kritisch. Dass es sich eher um Rabatte handelt, die sich durch sportliche Betätigung verdienen lassen, stört sie nicht.
Und auch Frank Thelen lässt sich von seinem anfänglichen Ärger letztlich nicht dauerhaft abschrecken. Im Gegenteil: Trotz seiner deutlichen Kritik an der Präsentation des Bezahlmodells ist der Unternehmer von der grundsätzlichen Idee hinter „move2pay“ überzeugt. Er steigt bei dem Unternehmen ein und sichert sich 20 Prozent der Firmenanteile. Mia und Karim Allouche haben einen Deal! (tsch)
