Neuer „Löwe" Darum ist Carsten Maschmeyer so umstritten

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Seht her, hier bin ich! Carsten Maschmeyer wird "Löwe".

Neues Rudelmitglied in der „Höhle des Löwen“!

Künftig sitzt der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer (56) neben Judith Williams (43), Frank Thelen (40), Jochen Schweizer (58) und Ralf Dümmel (39) als Juror in der Vox-Erfolgsshow.

Doch schon vor Staffelbeginn steht die neue Besetzung mächtig in der Kritik. Denn: In der Finanzwelt gilt der Multi-Millionär als umstritten.

Wir zeigen, was Maschmeyer schon alles vorgeworfen wurde:

2011 ermittelte die Wiener Staatsanwaltschaft gegen den Gründer des Finanzvertriebs „AWD“, aus dem er zwei Jahre zuvor ausgestiegen war. Der Vorwurf: Verdacht auf schweren Betrug.

Maschmeyer und seine Direktoren sollen ihre Kunden absichtlich und systematisch falsch beraten haben. Massive Verluste auf Seiten der Verbraucher führten zu Rund 2500 Zivilklagen. Das Verfahren wurde jedoch nie zum Abschluss gebracht.

Dann war da noch ein mysteriöser Buch-Deal: 2005 schloss Maschmeyer mit dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (71) Freundschaft.

Neun Jahre später hieß es in einem Buch zweier Stern-Journalisten: Maschmeyer habe Schröder für zwei Millionen Euro die Rechte an dessen Autobiografie abgekauft. Seltsam: Das Honorar des Buchverlages „Hoffmann und Campe“ lag bei nur einer Millionen. Wieso also legte Maschmeyer noch eine Millionen drauf?

Die Autoren vermuteten, dass das Geld ein Dank dafür gewesen sei, dass Schröder die Reform der Riester-Rente durchgesetzt habe. Diese soll für Maschmeyers Finanzkonzern sehr profitabel gewesen sein.

Auch mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff (56) ist Maschmeyer per Du. 2008 soll er eine Anzeigenkampagne für Wulffs Buch „Besser die Wahrheit“ gezahlt haben, zudem soll Wulff  in Maschmeyers Villa auf Mallorca Urlaub gemacht haben. Fortan soll es ein Geben und Nehmen zwischen dem Manager und dem Regierungschef gegeben haben.

Der letzte vermeintliche Skandal wurde erst dieses Jahr bekannt. Die Staatsanwaltschaft Hannover soll wegen Marktmanipulation gegen den prominenten Manager ermittelt haben. 2008 soll Maschmeyer ein Aktienpaket des Konkurrenten „MLP“ besessen haben, ohne dies zu melden.

Damit habe er gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen, so der Vorwurf. Gegen eine Summe von 2,9 Millionen Euro wurden die Ermittlungen jetzt fallen gelassen. 

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