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Drama um Mafia-SchwesterIm 25. Fall wird es für „Helen Dorn“ so persönlich wie nie zuvor.

TV Ausblick ZDF - «Helen Dorn - Verdammte Familie»

Copyright: Georges Pauly/ZDF/dpa

Helen Dorn (Anna Loos, links) erfährt, dass sie neben einer Halbschwester auch noch eine Nichte hat - und Tamara (Maya Lauterbach) provoziert die TV-Kommissarin gehörig.

Eine Attacke im Gefängnis stellt Helen Dorns Welt auf den Kopf. Es geht um Familie, Verrat und einen gefährlichen Pakt.

Eine Auseinandersetzung zwischen drei Insassinnen im Frauengefängnis endet blutig. Eine von ihnen ist tot, eine andere liegt im künstlichen Koma. Die dritte überlebt mit schweren Verletzungen – es ist ausgerechnet Luisa Vizzante, die Halbschwester von TV-Ermittlerin Helen Dorn. Vor dem Zwischenfall hatte die Mafia-Angehörige noch ein mysteriöses Telefonat geführt, in dem sie knapp, aber vielsagend äußerte: «Bitte mach genau, was wir besprochen haben.»

Damit beginnt für die Hamburger Kriminalhauptkommissarin Helen Dorn (Anna Loos) eine ihrer persönlichsten Ermittlungen – ihr 25. Fall. Die Episode mit dem Titel «Verdammte Familie» wird heute um 20.15 Uhr im ZDF gezeigt und ist, wie die dpa berichtet, bereits im Online-Portal des Senders verfügbar.

Ein Geständnis und ein dunkles Erbe

«Ich bin nicht so der Familienmensch, solltest du doch langsam wissen», sagt Helen Dorn (Anna Loos) zu Beginn dieser besonderen Folge ausgerechnet zu ihrem Vater Richard (Ernst Stötzner). Seit der 20. Episode ist bekannt, dass Richard zwar ihre wichtigste Bezugsperson, aber lediglich ihr Ziehvater ist. Die beiden leben zusammen auf einem Anwesen, das Helen von ihrem leiblichen Vater, einem sizilianischen Mafiaboss, geerbt hat.

Zu diesem Erbe zählt gewissermaßen auch die Halbschwester Luisa Vizzante (Liane Forestieri) – zumindest in dieser Angelegenheit. Denn Luisa ist seit dem Ableben des Mafiabosses inhaftiert und die beiden Frauen hatten seither anscheinend keinen Kontakt. Dorn stattet ihr dennoch einen Besuch im Krankenhaus ab, wo die geschwächte Luisa ihr drei Worte zuflüstert: «Tamara, Schutz, Deal».

Dorns Vorgesetzter, Nedjo Kristic (Stipe Erceg), will der familiär befangenen Kommissarin trotzdem die Ermittlungen anvertrauen: «Wenn das ein gezielter Anschlag war, dann geht es mit Sicherheit um Luisas Vergangenheit.»

Die Mafia-Schwester weiß zu viel

Gleichzeitig betritt eine weitere Verwandte Helen Dorns Leben: Die besagte Tamara (Maya Lauterbach) streift um Dorns Hof, woraufhin Vater Richard sie kurzerhand bei sich aufnimmt. Es kommt heraus, dass es sich um Luisas Tochter handelt, die von ihrer Mutter zu Helen geschickt wurde – angeblich, weil sie in Gefahr schwebt.

Nach dem Tod des Mafiabosses Toni Vizzante – dem Vater von Helen und Luisa – ist in seinem Hamburger Revier ein Machtkampf entbrannt. «Und ich kenn’ die Leute, die hier übernehmen wollen. Die Namen, die Gesichter», vertraut Luisa der Kriminalhauptkommissarin an. Mehr noch: Sie kennt die Verbindungsleute der Mafia in der Verwaltung.

Luisa fordert daher nicht nur Schutz für ihre Tochter, sondern will auch in Freiheit gelangen und selbst Hilfe bekommen – nur dann würde sie die bestochenen Verwaltungskontakte und die Mafiamitglieder preisgeben. Helen ist ihrer Halbschwester gegenüber jedoch misstrauisch: «Hältst du es für möglich, dass Luisa diesen Angriff inszeniert hat?», fragt sie die Rechtsmedizinerin, welche den medizinischen Bericht über die Verletzungen der Mafiosa analysiert hat.

Ein Pakt mit dem Teufel?

Nachdem Luisa Helen einen ersten Einblick in ihr Wissen und die daraus resultierenden Ermittlungschancen gewährt hat, lässt sich die Polizei schließlich auf einen Handel mit ihr ein. Sie wird unter Auflagen und Geheimhaltung aus dem Gefängnis entlassen und verbleibt unter Helens Überwachung.

Obwohl die Gegensätze kaum größer sein könnten und die Vorzeichen schlecht stehen, entwickelt sich zwischen Helen und Luisa allmählich eine streitbare, aber vorsichtige Bindung. Sowohl Helens Vater als auch Tamara entdecken sogar Ähnlichkeiten bei den ungleichen Halbschwestern: «Wenn die nicht Polizei wäre, wäre die Gangster - genau wie Mama», bemerkt Tamara über Helen.

Doch dann verschwindet die Jugendliche nach einem Streit und gerät in Bedrängnis. Luisa entzieht sich daraufhin der polizeilichen Aufsicht, um selbst einzugreifen – mit unvorhergesehenen Konsequenzen. Aus Helens anfänglicher Abneigung gegen die Familienbande erwächst nun der eiserne Wille, diese Angelegenheit zu klären.

Die 25. Episode der Krimireihe ist für treue Helen-Dorn-Anhänger ein Muss: Denn obwohl Dorn als Einzelgängerin auftritt, ist ihre Familie oft ein zentraler Bestandteil der Geschichten. Außerdem stammen Buch und Regie erneut von Grimme-Preisträger Friedemann Fromm, der für seine komplexen, vielschichtigen Erzählungen bekannt ist.

Ein Ratschlag für alle, die zum ersten Mal oder nur gelegentlich «Helen Dorn» sehen: Auch wenn der aktuelle Fall «Verdammte Familie» ohne Vorkenntnisse verstanden werden kann, lohnt es sich, die vorangegangene Vater-Tochter-Geschichte nachzuholen oder aufzufrischen. Die 20. Folge der populären Krimireihe mit dem Titel «Der deutsche Sizilianer» ist weiterhin in der ZDF-Mediathek abrufbar (Staffel 4, Fall 5). (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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