„Hartz und herzlich“ Celine hat Schulden – Staatsanwalt droht mit heftigen Konsequenzen

ARCHIV - 23.07.2012, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: ILLUSTRATION - Die Plattenbau-Stadtbezirke im Norden von Rostock: Vorn Groß Klein, dahinter Schmarl, hinten Evershagen und Lichtenhagen.

Im Plattenbau von Rostock (hier ein Foto aus 2012) leben viele Menschen am Existenzminimum. Einige von ihnen werden für die RTLZWEI-Show „Hartz und herzlich“ von Kameras begleitet.

„Hartz und herzlich“- Protagonistin Celine hat Ärger mit der Justiz. Die nicht bezahlten Schulden haben nun schlimme Folgen für die Rostockerin. 

Sie hatte große Träume für die Zukunft – doch die drohen nun zu platzen. In der RTLZWEI-Sendung „Hartz und herzlich“ werden regelmäßig Menschen mit der Kamera begleitet, die am Existenzminimum leben. Eine der Protagonistinnen ist Celine aus Rostock. Sie träumt von einem festen Job und einer eigenen Wohnung – doch diese Pläne muss sie jetzt erst einmal auf Eis gelegt. 

Denn auf Celine wartet eine böse Überraschung vom Amt. Der Grund: Nicht bezahlte Schulden. In der aktuellen Folge von „Hartz und herzlich“ erhält Celine einen Brief vom Amt. Darin zu lesen: Eine Ladung zum Strafantritt. Bei dem Ärger mit der Justiz handelt es sich um Schwarzfahr-Schulden, die Celine nicht bezahlen konnte. Das hat schlimme Folgen für die 21-Jährige.

„Hartz und herzlich“ Celine: „Hauptsache ich gehe nicht ins Gefängnis“

Aufgrund der Schulden droht der Rostockerin nun sogar Gefängnis! „Entweder Gefängnis oder Sozialstunden“, erklärt die 21-Jährige. Ganze 397 Euro, die nie bezahlt wurden. Kein Wunder, dass die Staatsanwaltschaft ein Verfahren einleitet.

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Ein Schock für die „Hartz und herzlich“-Protagonistin. Gekonnt überspielt Celine ihre Fassungslosigkeit im Interview. Es wirkt, als würde sie die Strafe auf die leichte Schulter nehmen. Doch die Konsequenzen haben es in sich. Denn die Strafe muss bereits innerhalb von zehn Tagen angetreten werden. „Ich habe mich dafür entschieden, die Sozialstunden zu machen“, erklärt Celine entschlossen. 

Doch die Entscheidung über das Strafmaß liegt nicht in Celines Hand. Schließlich muss die Staatsanwaltschaft erst genehmigen, dass die Rostockerin ihre Schulden in Form von Sozialstunden abarbeiten möchte. Bisher ist also noch nichts in trockenen Tüchern.

„Hauptsache, ich gehe nicht ins Gefängnis“, erklärt die Rostockerin sichtlich aufgewühlt. „Ich hoffe, ich kann das so abarbeiten. Weil wenn es abgearbeitet ist, dann bin ich schuldenfrei“, erkennt Celine.  

Und das ist das Ziel: Schuldenfrei zu sein. „Ich werde nie wieder Schulden machen“, schwört sich die 21-Jährige. Scheinbar hat Celine den Ernst der Lage erkannt. Doch ob sie die Strafe auch wirklich in Sozialstunden abarbeiten kann, wird sich zeigen. 

„Hartz und herzlich“: Celine ist bereits Mutter

Eine Sache wäre da nämlich noch: Celine ist bereits Mutter einer zweijährigen Tochter. Ihr Ein und Alles lebt jedoch aktuell bei der Mutter der 21-Jährigen. Allein für ihre kleine Tochter versucht Celine alles, um nicht ins Gefängnis zu müssen.

„Wenn ich meine Tochter zurückwill, darf ich keine Schulden machen“, gesteht die Rostockerin. Müsste Celine ins Gefängnis gehen, würde sie ihre Tochter erst einmal nicht mehr zu Gesicht bekommen. Das möchte die junge Mutter auf gar keinen Fall riskieren.

„Ich weiß, wenn ich ins Gefängnis gehe, dann verliere ich meine Tochter für immer“, erkennt die 21-Jährige. Für die Zukunft hat Celine vor allem einen Wunsch: Einen fester Job. Die Rostockerin witzelt sogar schon über eine Festanstellung in der Firma, in der sie ihre Sozialstunden absolvieren möchte.

Wie die ganze Geschichte um den Ärger mit der Justiz weitergeht und wie Celine ihre Strafe begleichen kann, sehen Sie dienstags um 20:15 Uhr auf RTLZWEI oder vorab auf RTL+. (js)

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