„Hartz und herzlich“-Schock Besuch bei Alkoholiker Rainer endet in Todes-Drama

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Leben ohne jegliche Perspektive: Alkoholiker Rainer (links) stirbt im Laufe der 27. Folge von „Hartz und herzlich“ an den Folgen seiner Sauferei. Ehefrau Kathrin und Kumpel Totti trauern.

Niedergörsdorf – Die Folge 27 von „Hartz und herzlich“ (RTL II, Dienstag, 20.15 Uhr) führt in den Ort Altes Lager – mitten in den Osten, Nahe der Grenzen von Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Dort haben viele Menschen keine Perspektiven, sie bezeichnen den Ortsteil von Niedergörsdorf als „Endstation“.

RTL ZWEI-Team vier Monate im Osten für „Hartz und herzlich“ 

Das Team von RTL II hat die Bewohner des von zahlreichen Brandstiftungen heimgesuchten Ortes vier Monate mit der Kamera begleitet. In Altes Lager leben rund 1600 Menschen – größtenteils in Wohnblöcken einer ehemaligen sowjetischen Militärkaserne.

Besonders erschreckend: das Schicksal des 53-jährigen Rainer, der gerade auf dem Weg ist zu seinem Freund Thorsten, genannt „Totti“ (49). Er ist Hartz-IV-Empfänger und Thorsten Frührentner. Beide schlagen regelmäßig zusammen die Zeit tot. Jede Woche bekommt Totti 60 Euro vom Amt.

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Tottis tägliche Hauptbeschäftigung: Saufen.

Das meiste von seinem kargen Geld investiert Totti in Zigaretten und Alkohol. „Wie willst du das alles schaffen, das schaffst du nicht“, sagt er. Im Gespräch mit Rainer wird klar, dass Totti total einsam ist und keine richtigen Freunde hat. „Und irgendwann kommt dieser Tag, wo du ganz zerbrechen tust.“

„Hartz und herzlich“: RTL II-Sendung zeigt Elend in Deutschland

Am Ende der Woche ist Totti pleite und bittet seine Freunde Rainer und dessen Frau Kathrin (54) um Hilfe. Aber Rainer ist empört und meint, er könne sich nicht jeden Abend fünf Euro bei ihnen abholen. Man berät, wie viel Euro reichen, damit Totti jeden Tag genug Bier und Zigaretten kaufen kann.

Kathrin macht sich wiederum Sorgen um ihren Lebensgefährten Rainer, der ebenfalls zu viel trinkt. Sie will, dass er einen Entzug macht. „So wie es jetzt ist, ist es auch keine Ehe. Wenn du von früh morgens bis abends nur trinkst“, sagt Kathrin, als sie traurig Tomaten schneidet, dem Team von „Hartz und Herzlich” (Hier lesen: „Hartz und Herzlich”: Rainer trinkt sich ins Grab – jetzt gibt's die nächste Tote). Offenbar hatte Rainer auch schon einen Leberschaden.

„Hartz und herzlich“:  das traurige Schicksal von Alkoholiker Rainer

„Den hat er eigentlich immer noch, der geht ja nicht weg.“ Aber Kathrin gibt die Hoffnung nicht auf, sagt sie, als sie gerade eine Pizza mit Kochschinken belegt. Die ist für Geburtstagskind Sven, den Sohn der beiden. Dann betritt Totti die Küche und holt sich unter der Spüle ein Bier hervor.

Alle sitzen zusammen, verspeisen die Geburtstags-Pizza im Wohnzimmer, auch Totti darf reinhauen. Bescheiden, aber: „Für Hartz IV ein guter Tag“, wie Sven befindet. Rainer war schon mal drei Jahre trocken, ihm ist bewusst, dass er Alkoholiker ist. Zusammen mit Kathrin beschließt er, einen stationären Entzug zu machen.

Säufer Totti auf dem Weg zur Sparkasse

Szenenwechsel: Totti läuft eine geschlagene Stunde zur Sparkasse, um seine wöchentlichen 60 Euro abzuholen. Anschließend hinterlegt er 20 Euro bei seinen Freunden, die diese ihm in kleinen Raten zurückgeben wollen.

Kathrin ist entsetzt, weil Totti seit zwei Wochen dieselben Klamotten anhat und gibt ihm was Neues anzuziehen.

Dann die erschreckende Wende. Nachdem Rainer in die Klinik gekommen ist, erfährt sie, dass ihr Ehemann auf der Intensiv liegt und in Lebensgefahr schwebt.

„Hartz und herzlich“ zeigt Niedergang des Alkoholikers Rainer

Sie besucht ihn im Krankenhaus. Sein Herz sei durch den exzessiven Alkoholkonsum doppelt so groß, wie es sein soll, sagen die Ärzte, und er habe Leberzirrhose. Wenn er jemals wieder rauskommt, darf er keinen Tropfen Alkohol trinken.

Doch es endet tragisch, Rainer erleidet mehrere Herzinfarkte im Krankenhaus, er liegt im Koma. „Ich glaube nicht, dass er nochmal aufwacht“, sagt die völlig verzweifelte Kathrin. „Wenn ich ehrlich bin, würde ich mir für Rainer wünschen, dass er einschläft“, sagt sie resigniert. Auch Totti ist traurig.

Er sitzt mit Kathrin heulend auf der Couch. Er verliert eine seiner wenigen Bezugspersonen. Er weint so sehr, dass Kathrin ihn fragt, ob er oder sie mit ihm verheiratet sei. „Bist du jetzt fertig“, fragt sie ihn. „Rainer lebt noch.“

Doch am nächsten Tag die endgültige Botschaft aus der Klinik: Rainer ist tot. Sein Herz hat das nicht mitgemacht. „Er ist eingeschlafen“, sagt Kathrin in die Kameras. Gemeinsam mit ihrer Familie und Totti trauert sie um ihren Mann. Ein Schicksal, wie es viele gibt in Altes Lager. 

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