Plasberg gibt ARD-Show ab Einen Moment im Jahr 2013 wird er nie vergessen: „Hat mich sehr bewegt“

Mehr als 20 Jahre lang hat sich Frank Plasberg im deutschen Talkshow-Dschungel behauptet. Hier sehen wir ihn 2017 zu einem Talk über Martin Schulz (SPD), zu Gast waren neben Christian Lindner (FDP, Mitte) auch Herbert Reul (CDU).

Mehr als 20 Jahre lang hat sich Frank Plasberg im deutschen Talkshow-Dschungel behaupte. Hier sehen wir ihn 2017 zu einem Talk über Martin Schulz (SPD), zu Gast waren neben Christian Lindner (FDP, Mitte) auch Herbert Reul (CDU).  

Eine Ära endet, eine neue beginnt: Ab Montag (9. Dezember 2023) wird Louis Klamroth neuer Moderator der Talkshow „hart aber fair“. Frank Plasberg freut sich nun auf den Ruhestand – und erinnerte sich zuvor noch an einen besonders emotionalen Moment.

In der heutigen Zeit klingt Langeweile schnell nach einem negativen Zustand, Moderator Frank Plasberg allerdings freut sich darauf. Seit 21 Jahren führt er durch die Talkshow „hart aber fair“, meist zu aktuellen Themen und Entwicklungen. Und wurde so zu einem von Deutschlands bekanntesten und profiliertesten Talkmastern. 

Nun ist Schluss. „Ich will schauen, was Langeweile mit mir machen wird“, wird er von der Deutschen Presse-Agentur zitiert. An seine Stelle wird Schauspieler und Moderator Louis Klamroth treten, der aktuell noch bei ProSieben zu sehen ist.

Hart aber fair: Plasberg macht Schluss – und freut sich auf die Zukunft

Gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)“ hat Frank Plasberg noch einmal die 750 Folgen „hart aber fair“ Revue passieren lassen und sich auch an einen besonders emotionalen Moment erinnert. 

Alles zum Thema Hart aber fair

Klamroth ist 32 Jahre alt, der jüngste unter den gestandenen Talkern im Öffentlich-Rechtlichen: Maybrill Illner ist 57, Anne Will 56 Jahre alt, Plasberg 65. Klar, dass sich mit einem jungen Moderator auch „hart aber fair“ ändern wird. Der WDR, so sagt es Plasberg, habe die Chance gesehen, das Format in eine „neue Zeit“ zu führen. „Das tun wir, weil wir an Louis glauben. Das Format ist nicht von meiner Person abhängig, es heißt ja auch nicht ‚Plasberg‘, sondern verträgt auch eine andere Moderationsfigur.“

Dennoch werde sich wohl die DNA der Sendung kaum verändern. „Wir leben in einer Zeit, wo sich in der Gesellschaft Blöcke gegenüberstehen, da ist eine Debattensendung essenziell wichtig. Deshalb wird der Ansatz, eine Diskussionssendung zu pflegen statt auf Einzelinterviews zu setzen, bleiben“, so Plasberg.

Der Talk-Profi Plasberg – zackig, selbstbewusst, ein wenig militärisch im Stil – er hat sich über die Jahrzehnte behaupten können zwischen all den Politikerinnen und Politikern, Expertinnen und Experten, Vollprofis. Doch es ist ein eher leiser Moment, der dem Moderator wohl immer im Gedächtnis bleiben wird, wie er im Interview verrät. 

„Hart aber fair“: Plasberg erinnert sich an emotionalen Moment - „sehr bewegt“

Plasberg sehe es als ungeheure Verantwortung, wenn Betroffene 75 Minuten lang in der Show zwischen diesen Vollprofis sitzen. „Einmal war das besonders der Fall, da hatten wir einen Mann zu Gast, der an Alzheimer litt und erste deutliche Symptome hatte“, erinnert sich Plasberg. Die Show lief im Herbst 2013. 

„Im Gespräch, das wir ausnahmsweise aufgezeichnet hatten, sind ihm hier und da die Gedanken weggeglitten. Er hat sich dann die Aufzeichnung mitten im Studiopublikum angeschaut und sich selbst dabei zugesehen – das hat mich sehr bewegt.“

Hart aber fair: Plasberg über Beziehung zu Karl Lauterbach

Einem Politiker oder einer Politikerin hingegen sei er nicht persönlich nähergekommen, verrät er. „Der einzige Politiker, dem ich vielleicht nähergekommen bin, den ich aber auch nicht duze, ist Karl Lauterbach.“

Man habe nach Sendung auch mal über Entwicklungen oder übers Leben geredet. „Wenn ich sehe, welchen Preis er für sein Engagement zahlt, dass er Bodyguards hat wie ein hochgefährdeter Bundeskanzler: Es ist beeindruckend, was dieser Mann als Überzeugungspolitiker auf sich nimmt“, so Plasberg. (mg)

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