Baustopp, Schulden, Ehe-Stress Erfolgreicher deutscher Burgerbrater in den USA am Ende

Goodbye_Deutschland_Lehne_Burger_Florida

Mike Lehnberg hatte in den USA große Pläne und anfangs auch großen Erfolg. Doch dann ging ihm das Geld aus, der Auswanderer-Traum platzte.

Fort Myers – Wie schnell aus dem amerikanischen Traum ein Albtraum werden kann, hat „Goodbye Deutschland“-Auswanderer Mike „Lehne“ Lehnberg erleben müssen.

Dabei hatte alles so gut angefangen: Gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Christina eröffnete der 35-Jährige in Florida ein Burger-Restaurant. Und das lief wunderbar: Laut einem Bewertungsportal gehörte „Lehne-Burger“ zu den besten Burgerbratern in ganz Florida!

Goodbye_Deutschland_Mike_Lehnberg

Auswanderer Mike „Lehne“ Lehnberg wollte mit seinem Burger-Restaurant in Florida durchstarten, bekam aber beim Umbau Probleme mit den Baugenehmigungen.

Auswanderer will größeren Laden und scheitert

Alles zum Thema Konny Reimann

Doch dann entschloss sich „Lehne“, seinen ersten Laden zu verkaufen, um einen größeren zu eröffnen. Das Konzept: Die Kunden können sich individuell ihren ganz eigenen Burger zusammenstellen.

Doch statt leckerem Fast Food gab es nur Probleme. Lehne, der schon in Deutschland zwei Restaurants hatte, fiel auf die Nase.

Auch andere „Goodbye Deutschland“-Auswanderer mussten ihre Existenz im Ausland aufgeben, etwa Familie Betz (hier mehr lesen).

Goodbye_Deutschland_Mike_Lehnberg_neues_Restaurant

Im neuen Restaurant von „Goodbye Deutschland“-Auswanderer Mike Lehnberg wurde ein Baustopp verhängt. Entsprechend chaotisch sieht es auf der Baustelle aus.

„Wir haben seit zweieinhalb Monaten Baustopp“, erzählte er, als das Kamerateam ihn in der Doku-Soap zum ersten Mal traf. Lehne hatte falsche Infos zum Genehmigungsverfahren bekommen. „Das haben wir leider ein bisschen zu spät eingereicht.“ Also schob ihm das Bauamt einen Riegel vor die Umbaupläne.

140.000 Dollar Umsatzeinbußen

Auf der Baustelle geht nichts – und jeder Tag kostet Geld. Viel Geld. Lehnberg: „Jeder Tag, der nicht offen ist, ist bares Geld.“ Er habe durch den Baustopp bereits 140.000 Dollar an Umsatz verloren. Also lebt der 35-Jährige von seinem Ersparten, denn Einnahmen gibt es ja keine. Und das bei monatlichen Fixkosten von 5000 Dollar für Lebensunterhalt und Mieten!

Goodbye_Deutschland_Mike_Lehnberg_Enttauescht

Die Enttäuschung ist dem 35-jährigen Gastronom nach all den Rückschlägen ins Gesicht geschrieben. Er hat sich mit seinen Plänen übernommen.

Maximal zwei Monate, so glaubt er zunächst, könne er noch durchhalten. „Dann geht’s zurück nach Deutschland, dann muss ich hier leider aufgeben“, so der Gastronom, der zu diesem Zeitpunkt bereits drei Jahre in Florida lebte.

Immer neue Probleme bei Mike Lehnberg

Er versucht alles, kämpft um seinen Traum. Doch es tauchen immer wieder neue Probleme auf. Erst stellt das Bauamt Mängel an Elektrik, Klimaanlage und Wasserleitungen fest, Mehrkosten von 90.000 Dollar fallen an.

Dann gibt es auch noch Eheprobleme, denn Lehnbergs Frau Jenny würde am liebsten in Deutschland bleiben und nicht in die USA ziehen.

Schließlich meldet sich erneut das Bauamt: Wegen Hochwassergefahr seien weitere Umbauten notwendig. Die Kosten: mehr als 100.000 Dollar.

Goodbye_Deutschland_Mike_Lehnberg_Bauamt

Das Schreiben vom Bauamt bringt Gewissheit: Das Abenteuer USA ist für Mike Lehnberg vorerst beendet.

„Lehne“ muss Traum vorerst aufgeben

Das Todesurteil für den Lebenstraum des 35-Jährigen und seiner Geschäftspartnerin Christina. Die Bank lehnt einen Kredit ab, Sponsoren findet das Duo nicht, das Geld ist ausgegangen, der Traum geplatzt, das Abenteuer USA damit beendet.

Das ist „Goodbye Deutschland“ auf Vox

Seit 2006 begleitet Vox in der Doku-Soap „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ Deutsche, die ihr Glück im Ausland versuchen wollen. Egal ob ein Umzug mit der gesamten Familie, mit dem Partner oder ganz alleine - die Auswanderer werden schon bei ihren Auswanderungsvorbereitungen begleitet.

Die Doku-Soap erzählt ihre Beweggründe für diesen Schritt. Warum wollen sie im Ausland leben? Welche Träume wollen sie wirklich umsetzen?

„Goodbye Deutschland“ zeigt Auswanderer-Alltag in der neuen Wahlheimat

Das Kamerateam ist auch in der sehr schmerzvollen Abschiedsphase von der alten Heimat immer dabei - ob letzter Schultag oder letzter Besuch in der Stammkneipe, oft sind es tränenreiche Abschiede mit Freunden und Familie.

Und in der neuen Wahlheimat angekommen, stehen die Auswanderer oft vor ganz alltäglichen Herausforderungen, die es zu meistern gilt: Behördengänge, Einkäufe - der erste Arbeitstag. Vox begleitet die Auswanderer und zeigt, wie sie die Schwierigkeiten meistern.

Das Kamerateam besucht die Auswanderer nach einer gewissen Zeit erneut. Sie berichten, wie es ihnen in den ergangen ist. Einige Familien werden sogar regelmäßig besucht, um einen Einblick in ihr neues Leben im Ausland zu geben.

Konny Reimann und Jens Büchner: Bekannt aus „Goodbye Deutschland

Er ist der bekannteste −und beliebteste − TV-Auswanderer: Konny Reimann aus Hamburg. Der gelernte Handwerker wurde 2004 in ganz Deutschland durch die RTL-Sendung „extra“ bekannt. Zusammen mit seiner Familie wanderte er ins texanische Gainesville aus, nachdem seine Frau Manuela eine Greencard gewonnen hatte.

Ab 2006 war Reimann fester Bestandteil von „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“. Seine Popularität brachte ihm Auftritte in Werbespots und in TV-Shows wie „5 gegen Jauch“ ein. 2015 zog Konny Reimann zusammen mit seiner Frau Manuela auf die hawaiianische Insel O'ahu.

Mindestens genauso bekannt wie Konny ist mittlerweile auch Ballermann-Sänger und Ex-Dschungelcamper Jens Büchner. Seine Fans nennen den Sachsen auch „Chaos-Jenser“. Denn der Vox-Auswanderer musste auf Mallorca viele (Liebes-)Pleiten durchleben, bevor es für ihn endlich Bergauf ging. Mit den Songs „Pleite aber sexy“ und „Arme Sau“ nimmt Jens Büchner sein Trash-Image aufs Korn. Der Familienvater tritt regelmäßig auf dem Ballermann und in Deutschland als Schlagersänger auf.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.