Zirkus-Legende ist tot Gerd Siemoneit-Barum gestorben, berühmte Tochter trauert

Gerd Siemoneit-Barum (M) steht in Northeim vor Beginn der letzten Vorstellung seines Circus Barum mit seinen Kindern Maximilian (l) und Rebecca im Zirkuszelt. Jetzt ist er tot.

Zirkusdirektor Gerd Siemoneit-Barum (Mitte) steht am 26. Oktober 2008 in Northeim (Niedersachsen) vor Beginn der letzten Vorstellung seines Circus Barum mit seinen Kindern Maximilian (links) und Rebecca im Zirkuszelt. Jetzt ist Gerd Siemoneit-Barum gestorben.

Einbeck. Der ehemalige Zirkusdirektor Gerd Siemoneit-Barum ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Der frühere Raubtier-Trainer aus dem niedersächsischen Einbeck sei in der Nacht zum Dienstag, 20. Juli, - nach einem im Frühjahr 2020 erlittenen Schlaganfall - friedlich eingeschlafen, wie das Management der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Rebecca Siemoneit-Barum trauert um ihren Vater

„Wir haben ihn bis zum Schluss zuhause gepflegt. Er war so unglaublich stark und meine Mutter so tapfer. Der Verlust ist kaum in Worte zu fassen“, sagte Schauspielerin Rebecca Siemoneit-Barum. Offenbar hatte sich der Künstler nie von seinem Schlaganfall erholt. Die 43 Jahre alte Tochter war wieder zu den Eltern nach Einbeck gezogen, um diese zu unterstützen. 

Circusdirektor Gerd Siemoneit-Barum ist tot

Er wurde 90 Jahre alt: Gerd Siemoneit-Barum erlitt 2020 einen Schlaganfall – von dem er sich wohl nie erholte. Das Bild zeigt ihn 2008 in der Manege.

Ihr Vater, der am 6. März 1931 in Gumbinnen in Ostpreußen zur Welt kam, sei zuletzt körperlich beeinträchtigt, aber geistig fit gewesen. Gerd Siemoneit-Barum hatte mehrere Rollen im Zirkus: Erst war er Reiterakrobat, dann baute er sich eine Raubtiernummer auf. Bald war er regelmäßiger Gast beim angesehenen Festival in Monte Carlo, 1972 kaufte er schließlich einen eigenen Zirkus.

Gerd Siemoneit-Barum gab 2008 den Circus Barum auf

2008 zog sich Gerd Siemoneit-Barum nach mehr als 60 Jahren aus der Manege zurück und gab den Circus Barum auf. Das Winterquartier - ein Gutshof mit Stallungen - übernahm Zirkus Charles Knie.

Als dieser seine Tour im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie absagen musste, verwandelte das Team den Einbecker Hof im Sommer in einen Freizeitpark und veranstaltete Varietéabende - Rebecca Siemoneit-Braum moderierte. Sie spielte 30 Jahre lang bis 2020 in der ARD-Kultserie „Lindenstraße“ die Iffi Zenker. Rebecca Siemoneit-Barum machte unter anderem 2015 beim „Dschungelcamp" auf RTL mit. (dpa/dok)

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