Der Sänger Michael Schulte findet deutliche Worte zur hitzigen Debatte – und was er vom deutschen Beitrag hält.
„Wäre besser gewesen“Michael Schulte über Israels Teilnahme am Eurovision Song Contest

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Michael Schultes ESC-Beitrag landete 2018 auf Platz vier. (Archivbild)
ESC-Zoff um Israel: Michael Schulte hat eine klare Meinung – und einen Vorschlag. Die ganze Aufregung um Israel beim diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) geht dem Sänger Michael Schulte (35) gehörig gegen den Strich. Er findet die Diskussion bedauerlich. „Der Künstler aus Israel kann per se natürlich nichts dafür, dass er aus Israel kommt“, äußerte sich Schulte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Trotzdem hat der Musiker eine unmissverständliche Haltung dazu. Er schlägt vor: „Aber vielleicht wäre es an dieser Stelle besser gewesen, wenn Israel mal aussetzt, auch im eigenen Interesse und für den Künstler, weil es natürlich automatisch zu einem sehr großen Thema wird.“ Ein deutliches Statement des früheren Teilnehmers.
Schulte zerrissen: „Am Ende sollte es um die Musik gehen“
Die Debatte um die Teilnahme Israels wirft einen riesigen Schatten auf den Musikwettbewerb in diesem Jahr. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, verzichten mehrere Nationen auf eine Teilnahme. Dazu gehören die Niederlande, Irland und Spanien, weil der israelische Interpret Noam Bettan (27) trotz der Militäraktionen seines Landes in Nahost auf der Bühne stehen darf.
Schulte selbst zeigt sich innerlich zerrissen. „Auf der anderen Seite nervt es mich auch, dass es zu so einem Thema gemacht wird. Am Ende sollte es um die Musik gehen. Und je mehr die in den Hintergrund gerät, desto trauriger macht mich das“, fügte der Sänger hinzu. Er hat gerade sein neues Album mit dem Titel „Beautiful Reasons“ auf den Markt gebracht.
So bewertet er den deutschen Song für den ESC
Generell hält der Künstler den aktuellen ESC-Jahrgang für qualitativ hochwertig und abwechslungsreich. Den deutschen Beitrag „Fire“ von Sarah Engels beschreibt er so: „keine Neuerfindung, sondern ein klassischer ESC-Song, wie man ihn in den letzten Jahren hier und da auch schon mal in so einer Art gehört hat“. Seine Hoffnung ist, dass der Song es unter die besten Zehn schafft.
Der Künstler, der bei Buxtehude wohnt, schaffte es 2018 selbst ganz weit nach vorne. Mit seiner emotionalen Ballade „You Let Me Walk Alone“ sicherte er sich Rang vier – das beste deutsche Ergebnis seither. Das große Finale des ESC steigt laut Agenturinformationen am 16. Mai in Wien. (red)
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