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Ein GoT-Prequel ohne DrachenDas sind die DVD-Highlights der Woche

Der unbekümmerte Knappe Egg (Dexter Sol Ansell, links) will Ser Duncan the Tall (Peter Claffey) partout nicht von der Seite weichen. (Bild: Steffan Hill/HBO/Warner/Plaion Pictures)

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Der unbekümmerte Knappe Egg (Dexter Sol Ansell, links) will Ser Duncan the Tall (Peter Claffey) partout nicht von der Seite weichen. (Bild: Steffan Hill/HBO/Warner/Plaion Pictures)

„A Knight of the Seven Kingdoms“, „Nouvelle Vague“ und „Return to Silent Hill“: Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Wer beim Wort Westeros reflexartig Blutvergießen schlimmsten Ausmaßes befürchtet, kann beruhigt sein. Das von vielen Fans mit Spannung erwartete zweite Prequel „A Knight of the Seven Kingdoms“ ist zwar eindeutig im „Game of Thrones“-Universum verortet - fühlt sich aber an wie ein romantischer Kaminabend, der einem nach all den blutigen Schlachten geradezu wohltuend vorkommt. Die erste Staffel der Serie, die Anfang des Jahres auf dem hierzulande neuen Streamingdienst HBO Max startete, erscheint nun ebenso wie das Filmdrama „Nouvelle Vague“ und der Horrorfilm „Return to Silent Hill“ auf DVD und Blu-ray.

„A Knight of the Seven Kingdoms“ (VÖ: 25. Juni)

Das „GoT“-Prequel „A Knight of the Seven Kingdoms“ zeigt, dass Abenteuer in Westeros auch ziemlich charmant sein können. (Bild: Plaion Pictures/HBO/Warner)

Copyright: Plaion Pictures/HBO/Warner

Das „GoT“-Prequel „A Knight of the Seven Kingdoms“ zeigt, dass Abenteuer in Westeros auch ziemlich charmant sein können. (Bild: Plaion Pictures/HBO/Warner)

Weniger bombastisch, weniger Figuren, weniger Weltuntergangsstimmung: „A Knight of the Seven Kingdoms“ basiert auf George R. R. Martins Romantrilogie „Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben“ und ist ein fast schon friedlicher Gegenentwurf zum Gemetzel in „Game of Thrones“. Die Handlung spielt rund 90 Jahre vor der Originalserie und nach den Ereignissen im ersten Prequel „House of the Dragon“ - in einer Epoche, in der die Targaryens noch über die vereinten sieben Königslande herrschen. Drachen spielen keine, und Machtpolitik spielt nur am Rande eine Rolle. Im Mittelpunkt steht der Heckenritter Ser Duncan the Tall (Peter Claffey), ein riesiger Mann, der immer etwas unbeholfen wirkt und mit traurigem Gesicht durch die Lande zieht. An seiner Seite: der Junge Egg (Dexter Sol Ansell), der sich ihm als Knappe andient und seinem neuen Herrn mit kindlicher Unbekümmertheit das eine oder andere Mal aus der Patsche hilft, als Ser Duncan bei einem Turnier etwas Geld verdienen will und sich dabei jede Menge Ärger mit dem angesehenen Adel einhandelt. Die Serie funktioniert als eigenständige Fantasy-Erzählung über Freundschaft, Ehre und das Unterwegssein. Eine zweite Staffel soll 2027 erscheinen.

Jean Seberg (Zoey Deutch) drückt Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin) einen Schmatzer auf die Wange: Die bekannte Szene aus „Außer Atem“ ist auch in Richard Linklaters Hommage „Nouvelle Vague“ zu sehen. (Bild: Plaion Pictures/Jean-Louis Fernandez)

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Jean Seberg (Zoey Deutch) drückt Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin) einen Schmatzer auf die Wange: Die bekannte Szene aus „Außer Atem“ ist auch in Richard Linklaters Hommage „Nouvelle Vague“ zu sehen. (Bild: Plaion Pictures/Jean-Louis Fernandez)

Preis DVD: circa 25 Euro

US, 2026, Regie: Owen Harris/Sarah Adina Smith, Laufzeit: 200 Minuten

„Nouvelle Vague“ (VÖ: 25. Juni)

Richard Linklater verneigt sich mit „Nouvelle Vague“ vor der gleichnamigen französischen Filmemacher-Bewegung der 50er- und 60er-Jahre. (Bild: Plaion Pictures)

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Richard Linklater verneigt sich mit „Nouvelle Vague“ vor der gleichnamigen französischen Filmemacher-Bewegung der 50er- und 60er-Jahre. (Bild: Plaion Pictures)

Geschichten für die breite Masse kann Richard Linklater. Man denke etwa an die Heavy-Metal-Komödie „School of Rock“ (2003) mit Jack Black, die bis heute Kultstatus genießt. Als Filmemacher glänzte Linklater vor allem dann, wenn er sich an etwas speziellere Stoffe wagte. Mit „Nouvelle Vague“ taucht der inzwischen 65-Jährige tief ein in die französische Künstlerszene der späten 50er-Jahre - eine Zeit, als sich viele Bereiche des Kulturbetriebs grundlegend wandeln, das gilt insbesondere auch für den Film. Die Protagonisten haben große Namen: Jean-Paul Belmondo, Jean Seberg, François Truffaut, Juliette Gréco, Claude Chabrol, Jean Cocteau, Roberto Rossellini, Jean-Luc Godard. Vor allem Letzterer, verkörpert von Guillaume Marbeck, steht hier im Fokus. Der junge Regisseur arbeitet gerade an der Verwirklichung seines ersten eigenen Films. Viel Geld hat er nicht, aber eine Vision. Am Ende wird er mit „Außer Atem“ einen der bedeutendsten Kinofilme aller Zeiten drehen. Als große Kinokunst wird auch Richard Linklaters lässig-charmanter Schwarzweiß-Blick auf die Entstehung dieses Meisterwerks gefeiert. Bei der Verleihung der Césars 2026 gewann „Nouvelle Vague“ vier der begehrten Auszeichnungen (unter anderem auch die für die beste Regie).

James Sunderland (Jeremy Irvine) bereut schon bald, nach Silent Hill zurückgekehrt zu sein. (Bild: Room 318/Aleksandar Letic/Leonine)

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James Sunderland (Jeremy Irvine) bereut schon bald, nach Silent Hill zurückgekehrt zu sein. (Bild: Room 318/Aleksandar Letic/Leonine)

Preis DVD: circa 15 Euro

FR, 2025, Regie: Richard Linklater, Laufzeit: 102 Minuten

„Return to Silent Hill“ (VÖ: 19. Juni)

„Return to Silent Hill“ basiert inhaltlich vor allem auf der Geschichte des Videospiels „Silent Hill 2“. (Bild: Leonine)

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„Return to Silent Hill“ basiert inhaltlich vor allem auf der Geschichte des Videospiels „Silent Hill 2“. (Bild: Leonine)

„James, es ist so viel Zeit vergangen. Es ist etwas passiert. Bitte, James, ich brauche Dich ...“ - Mit dieser Nachricht an James Sunderland (Jeremy Irvine) wird die Geschichte angestoßen. Es ist eine dramatische und obendrein sehr mysteriöse Nachricht, denn: Die Verfasserin, James' frühere Freundin Mary Crane (Hannah Emily Anderson), ist eigentlich längst tot. Lebt sie vielleicht doch noch? Um das herauszufinden, macht James sich alsbald auf nach Silent Hill.

Silent Hill - viele Menschen, vor allem die mit einem Faible für Horror-Mystery-Stoffe, kennen den Ort. Ende der 90er-Jahre wurde eine mehrteilige Videospielreihe unter diesem Namen ins Leben gerufen, 2006 brachte der Franzose Christopher Gans eine erste „Silent Hill“-Verfilmung ins Kino. 2012 folgte ein Sequel von Regisseur und Autor M. J. Bassett (“Silent Hill: Revelation 3D“). „Return to Silent Hill“, der dritte Film der Reihe und gleichzeitig eine Art Reboot, basiert inhaltlich vor allem auf der Geschichte des Videospiels „Silent Hill 2“. Von der Nachricht seiner totgeglaubten Freundin Hannah aus einer schweren, vernebelten Lethargie gerissen, sucht der alkoholkranke und depressive Maler James in Silent Hill nach Antworten. Der Trip, der viele Rätsel und noch mehr Grauen für ihn bereithält (inklusive Aufeinandertreffen mit dem ikonischen „Pyramid Head“), könnte ihn endgültig den Verstand verlieren lassen ...

Preis DVD: circa 15 Euro

FR/US, Regie: Christophe Gans, Laufzeit: 97 Minuten (tsch)

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