Am ersten Tag der Passau-Woche erwartet die Gäste beim „perfekten Dinner“ ein besonderes Highlight: ein idyllischer Selbstversorgerhof mit ganz entzückenden Rindern zum Anfassen. Allerdings dämmert ihnen: Landet eins davon etwa heute auf dem Teller?
„Dinner“-Gastgeberin hat Kuh für den Hauptgang selbst geschlachtet„Das ist der Alfred“

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Die schottischen Hochlandrinder liegen Lena besonders am Herzen. (Bild: RTL)
Auftakt-Gastgeberin Lena (29) lebt mit Sohn und Eltern auf einem Bauernhof in Fürstenstein bei Passau. Dort beherbergt sie außerdem schottische Hochlandrinder, Hühner, Puten, Enten und Pfauen. „Mein Einrichtungsstil ist sehr altmodisch. Ich liebe es, auf den Flohmarkt zu gehen und Dinge mit nach Hause zu nehmen“, führt die landwirtschaftliche Helferin und ehemalige Tierarzthelferin durchs Haus. Die Tischdeko spiegelt den Wald wider, auch ein paar Pfauenfedern von den hofeigenen Tieren passen gut dazu.

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Das Jagdhausambiente von Lenas Wohnzimmer gefällt Michael und Gudrun (rechts). (Bild: RTL)
Von ihren unbekannten „Dinner“-Gästen erwartet Lena, „dass die genauso verrückt sind wie ich“. Hauptsache gesellig und gemütlich. Unter dem Motto „Hofrundgang“ serviert sie folgende drei Gänge:
- Vorspeise: Auf'm Weiher - Ente / Knoblauch / Meerrettich
- Hauptspeise: Auf da Woad - Rund und Wirsing / Kartoffel / Wurzelgemüse
- Nachspeise: Im Woid - Quitte / weiße Schokolade / Nussmix

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Lena richtet die Vorspeise an: Knoblauchsuppe und Entenpralinen. (Bild: RTL)
Ente und Rind hat Lena selbst geschlachtet: „Anders würde ich sonst kein Fleisch essen. Für mich ist das konsequent.“ Zum Hackfleisch für den Hauptgang hatte sie zuvor eine besonders enge Bindung: „Das ist der Alfred.“ Dessen Bild hat sie sich sogar auf den Oberarm tätowiert: „Es ist sehr makaber wahrscheinlich. Der ist mir auch sehr am Herzen gelegen.“ Aber: „Bei mir sind alle Kühe verewigt, die immer einen besonderen Platz haben.“
Gudruns Erwartung: nette Menschen und gutes Essen

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Der erste „Dinner“-Abend endet mit einem Wow-Effekt: einem Dessert in Pilzform. (Bild: RTL)
Was sich Gudrun (58) vom „perfekten Dinner“ erwartet: „Da muss ein Wohlgefühl am Tisch sein mit den Menschen, und das Essen soll gut schmecken.“ Als Michael (55) auf dem Hof eintrudelt und die Viehherde entdeckt, seufzt er: „Ich hoffe jetzt wirklich, das Rind heute Abend hatte keinen Namen ...“ Darüber will Gudrun lieber gar nicht nachdenken: „Mach mich nicht traurig.“
Für die gute Stimmung reicht Lena gleich zur Begrüßung eine Goaßhalbe mit dunklem Weißbier, Cola und Kirschlikör: „Ich trinke nämlich sonst außer Bier gar keinen Alkohol, aber mit dem fühle ich mich ganz fein.“ Den Aperitif gibt es im Stall. „Das war eigentlich sehr spannend“, gefällt Philipp (35) der Einstieg in den Abend, bei dem die Gäste die Rinder sogar mit Äpfeln füttern dürfen.
Einrichtung wie im „Jagdhäusl“

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Nach dem Essen sind Philipp und Gudrun satt und glücklich. (Bild: RTL)
Das Wohnzimmer erinnert Michael an seine Kindheit: „Das sieht aus wie im Jagdhäusl meines Onkels früher.“ Gudrun schaut sich ebenfalls um: „Das ist ein ganz besonderes Design, da hat die Lena glaube ich ein Händchen dafür.“ Derweil stellt Lena in der Küche fest: Vier Fremde im Haus sitzen zu haben „ist schon gruselig“. Doch alle sind nett und freuen sich über die Knoblauchsuppe mit frittierten Entenpralinen. „Die Entenpraline war eins meiner Highlights“, findet Kerstin (34).
An den Wirsingkugeln mit Hackfleisch, Reiberdatschi, Maronencreme und Rotweinsoße haben die Gäste ebenfalls wenig zu bemängeln. Lena erklärt nochmals ihre Einstellung: „Wenn ich jetzt hier nicht die Möglichkeit hätte, meine eigenen Tiere zu essen und mein eigenes Fleisch, dann wäre ich wahrscheinlich Vegetarier.“ Gudrun weiß das Gericht zu würdigen: „Mit dem Wissen, dass das Fleisch auch hier gewachsen ist, war das ein Genuss. Ich weiß, dass das Tier ein gutes Leben hatte.“
Pilz-Dessert ist „Patissier-Kunst“
Die Nachspeise gestaltet Lena als Steinpilz aus Quittenmousse, Schokoladenmousse und Brownie. „Ist das schön!“, jauchzt Gudrun angesichts des unerwarteten Ensembles. Kerstin staunt: „Die war top angerichtet, die hat mich vom Hocker gehauen.“ Michael schwärmt: „Das war schon Patissier-Kunst.“
„Satt und glücklich bin ich“, lehnt sich Gudrun zufrieden zurück. „Ich bin absolut begeistert von dieser Frau“, drückt sie ihre Bewunderung für Lena aus. Alle vier Gäste sind sich einig: Für Lenas Dinner zücken sie die Acht-Punkte-Karte. Macht insgesamt 32 Punkte! (tsch)
