Das Pop-Business ist kein Kindergeburtstag. Das müssen die hoffnungsvollen Kandidaten bei „Deutschland sucht den Superstar“ erfahren, wenn sie von der Jury - und vor allem von Dieter Bohlen - in die Mangel genommen werden. Jetzt verriet der Pop-Titan: Er wurde beim Karrierstart krass abgestraft.
„Nach fünf Minuten war's leer“Dieter Bohlen beichtet Fiasko bei Konzert: „Leute sind rausgerannt “

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Aller Anfang ist schwer. Das müssen die Talente beim Casting von „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) erfahren - und das kann auch Dieter Bohlen aus eigener Erfahrung bestätigen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
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„Ich bin hier, um Sänger zu beurteilen, nicht, um Müll zu sortieren!“ Oder: „Was die Kuh auf die Wiese macht und deine Stimme - das ist so ziemlich das Gleiche.“
Dieter Bohlen, Meister der verbalen Demotivation, besticht gleich in der Auftaktfolge der 22. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (RTL) mit seinen berühmt-berüchtigten Sprüchen. Vielleicht kompensiert er damit noch heute, was ihm einst selbst widerfuhr? Denn der Pop-Titan enthüllt während der ersten DSDS-Episode (Samstag, 4. April, 20.15 Uhr bei RTL und schon jetzt bei RTL+): Er erhielt beim Karriere-Beginn von den Fans die Höchststrafe.
Der Pop-Titan gibt zu: Seine ersten Songs waren grottig
Seinen DSDS-Jury-Kollegen Isi Glück und Bushido offenbart Multimillionär Dieter Bohlen, wie holprig seine eigene Karriere begann.
Er habe damals als Elfjähriger seine ersten Auftritte bei Talentwettbewerben in Kneipen in Oldenburg gehabt. „Da habe ich die Vollklatsche gekriegt“, sagt er. Trotzdem hatte er wohl Blut geleckt. „Ja und dann: in 1.000 Bands gespielt, Plakate gedruckt und einfach so auf Litfaßsäulen geklebt - mein Papa musste damals die Strafen bezahlen.“ Denn wildes Plakatieren war damals schon verboten.
Aber die Schimpfe vom Vater war nicht das Schlimmste ...
Bohlen erinnert sich beim Casting an das erste Konzert: „Mein erstes Konzert mit meiner eigenen Band, eigenen Songs: Nach fünf Minuten war's leer, weil die Leute rausgerannt sind.“ Bohlen hatte den Saal leergespielt. Sein selbstkritisches Geständnis: Die Songs seien miserabel gewesen.

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Die Juroren der neuen DSDS-Staffel sind ausnahmslow Show-Profis. Aber auch Dieter Bohlen (links), Isi Glück und Bushido haben ganz klein angefangen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Er kriegte die Kurve. Millionen von Fans feierten später seine Lieder, ob nun für und mit Modern Talking, nationale Stars wie viele DSDS-Sieger oder Yvonne Catterfeld oder Weltstars wie Chris Norman oder Bonnie Tyler.
Aber leicht war es nicht: „Es gab kein TikTok, kein Instagram, kein YouTube, kein gar nichts. Du brauchtest damals ein Riesenstudio eigentlich, um ne vernünftige Aufnahme zu machen. Das war unvorstellbar schwierig.“
Auch Bushido und Isi Glück erfuhren leidvoll, dass aller Anfang schwer ist. Bushido offenbart bei DSDS, dass die „Bühne“ bei seinem allerersten Konzert in Köln eine 15 Zentimeter flache Europalette war. „Es gab keine Security und keinen Graben“ und irgendwer habe ständig an seinem Mikrofonkabel gezogen. Isi Glück erinnert sich, dass sie früher regelmäßig ohne Gage auftrat - um ihre Songs einfach unter die Leute zu bringen.
Bushidos erste Bühne war eine Europallette
Alle drei DSDS-Juroren sind sich aber einig, dass gerade diese negativen Erfahrungen und Rückschläge wichtig sind. „Ich will diese Erinnerungen nicht missen“, meint Rap-Star Bushido, „die sind wichtig fürs spätere Leben.“ Isi Glück nennt die harte Anfangszeit „das Fundament“. „Leute, die von null auf 100 starten, heben schnell ab und denken, sie wären die Größten.“ Bushido stimmt zu: „Heute haste Leute, die sagen 'Ich glaube, ich kann singen' und wollen Star werden“, weil sie einen TikTok-Account und 4.000 Follower haben.
Dabei gehe es um anderes, so Bushido: „Egal, wie gut oder schlecht du bist: Disziplin ist die halbe Miete.“ Isi findet korrektes Verhalten und Demut wichtig: „Immer korrekt sein und respektvoll mit anderen Menschen, auch hinter der Kamera und hinter den Kulissen.“ (tsch)

