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Weltberühmt? Diese Musikstars sind vor allem in Deutschland beliebt!

In Deutschland ein Star - im Rest der Welt eher nicht: Chris Norman veröffentlicht mit „Lifelines“ ein neues Album.  (Bild: Gerald Matzka/Getty Images)

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In Deutschland ein Star - im Rest der Welt eher nicht: Chris Norman veröffentlicht mit „Lifelines“ ein neues Album. (Bild: Gerald Matzka/Getty Images)

Früher Weltstars, heute vor allem in Deutschland beliebt: Zahlreiche Musikerinnen und Musiker feiern inzwischen nur noch bei uns große Erfolge.

Chris Norman ist Brite, einige seiner größten Erfolge hatte der Singer/Songwriter jedoch vor allem in Deutschland. Mit „Lifelines“ veröffentlicht der Ex-Smokie-Sänger nun ein neues Album, das höchstwahrscheinlich wieder nur hierzulande auf begeisterte Käufer stoßen wird. Doch damit ist er nicht alleine: Auch die folgenden Künstler und Bands sind nur (noch) in Deutschland echte Superstars ...

Chris Norman

Kein Weltstar: Anastacias letzte Longplayer charteten nur im deutschsprachigen Raum - und in Italien. (Bild: Marcel Brell Edel)

Copyright: Marcel Brell Edel

Kein Weltstar: Anastacias letzte Longplayer charteten nur im deutschsprachigen Raum - und in Italien. (Bild: Marcel Brell Edel)

Mit „Living Next Door To Alice“ landeten Smokie mit ihrem Sänger Chris Norman 1976 einen Welthit, der bis heute als Evergreen gilt. Zahlreiche weitere Singles der britischen Band - etwa das Stück „The Mexican“, das hierzulande Platz eins erreichte - waren nur im deutschsprachigen Raum größere Hits.

Ähnliches gilt für die Solokarriere von Norman, der 1986 die Band verließ. Platz eins in Deutschland, Österreich und der Schweiz - und nirgendwo sonst: Der Erfolg seiner Solo-Single „Midnight Lady“ lässt sich gut erklären, schließlich hatte Dieter Bohlen die Nummer geschrieben, die in der Schimanski-“Tatort“-Folge „Der Tausch“ zu hören war. Aber ob das auch der Grund ist, warum Chris Norman hierzulande bis heute beliebt ist? Fakt ist: Nur in Deutschland erreichten seine Soloalben der letzten 20 Jahre die Charts. Daran wird sich wohl auch mit „Lifelines“ nichts ändern.

Anastacia

In seiner Heimat Irland erreichte er zuletzt 1988 die Top Ten, hierzulande ist Chris de Burgh bis heute beliebt. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

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In seiner Heimat Irland erreichte er zuletzt 1988 die Top Ten, hierzulande ist Chris de Burgh bis heute beliebt. (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Anastacia ist seit jeher ein ungewöhnliches Chartphänomen: Für ihr Debütalbum „Not That Kind“ (2000) wurde Anastacia in Australien, Deutschland, Großbritannien und vielen weiteren europäischen Ländern mit Gold- und Platinauszeichnungen überhäuft - auch dank der Single „I'm Outta Love“. In ihrer Heimat, den USA, hingegen schaffte der Song gerade mal den Sprung auf Platz 92, das Album landete auf Platz 168.

Inzwischen darf (oder muss) sich Anastacia in die Reihe der Musikstars einordnen, die vor allem in Deutschland erfolgreich sind: Ihre letzten Longplayer charteten nur im deutschsprachigen Raum (und in Italien). Dass sie auf ihrem bislang letzten Album „Our Songs“ (2023) deutsche Lieder (unter anderem „Tage wie diese“ von den Toten Hosen) interpretierte, kommt nicht von ungefähr.

Chris de Burgh

In den 70er-Jahren startete er seine Musikkarriere, zu seinen Glanzzeiten in den 80er-Jahren war Chris de Burgh dank Hits wie „Lady In Red“, „Don't Pay The Ferrymen“ und „High On Emotion“ ein international gefeierter Star. Mit dem Album „Into The Light“ (1986) schaffte er sogar den Sprung in die US-Charts.

Ihre deutschen Fans lieben Suzi Quatro bis heute: Nur hierzulande schafften ihre späteren Alben, zuletzt „The Devil In Me“ (2021), den Sprung in die Charts. (Bild: SPV Promotion)

Copyright: SPV Promotion

Ihre deutschen Fans lieben Suzi Quatro bis heute: Nur hierzulande schafften ihre späteren Alben, zuletzt „The Devil In Me“ (2021), den Sprung in die Charts. (Bild: SPV Promotion)

Anfang der 90er-Jahre ließ sein kommerzieller Erfolg nach - außer in Deutschland: Während er in seiner Heimat Irland zuletzt 1988 mit einem Album die Top Ten erreichte, in Großbritannien 2008, schaffte de Burgh hierzulande mit (fast) allen seinen Longplayern den Sprung auf die oberen Chartränge. Sein letztes Album „The Legend Of Robin Hood“ (2021) stieg auf Platz sieben der Charts ein.

Bonnie Tyler

Ihre ersten Hits hatte Bonnie Tyler zwar bereits in den 70ern, heute gilt sie aber vor allem als Ikone der 80er, Hymnen wie „I Need A Hero“ und „Total Eclipse Of The Heart“ sei Dank. Während sie in ihrer Heimat Großbritannien schon Ende der 80er-Jahre nur noch bescheidene Erfolge feiern konnte, hielten ihr die deutschen Fans die Treue.

Auch Billy Idol hat in Deutschland mit die treuesten Fans: Hierzulande erreichte Idol mit seinen Alben regelmäßig die höchsten Chartplatzierungen. (Bild: Buda Mendes/Getty Images)

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Auch Billy Idol hat in Deutschland mit die treuesten Fans: Hierzulande erreichte Idol mit seinen Alben regelmäßig die höchsten Chartplatzierungen. (Bild: Buda Mendes/Getty Images)

In den USA und Großbritannien ließ das Interesse an Bonnie Tyler merklich nach - in Deutschland hingegen nie: Hierzulande erreichte sie Anfang der 90er-Jahre noch Goldauszeichnungen (“Angel Heart“, 1992) und schaffte auch danach immer wieder den Sprung in die Charts, zuletzt mit „The Best Is Yet To Come“ (2021), mit dem sie auf Platz 35 landete.

Suzi Quatro

Suzi Quatro gilt als absolute Rockikone: Die US-Musikerin zeigte der Rock'n'Roll-Männerwirtschaft ab den 70er-Jahren, dass auch Frauen richtig laut aufdrehen können, und landete mit Songs wie „Can The Can“, „If You Can't Give Me Love“ und „48 Crash“ zeitlose Hits - vor allem in Europa. In ihrer Heimat USA schaffte es die Sängerin aus Detroit nie an die Spitze der Charts.

Deutschland liebt David Hasselhoff und bescherte ihm seine größten Erfolge als Musiker. (Bild: Mohssen Assanimoghaddam / Getty Images)

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Deutschland liebt David Hasselhoff und bescherte ihm seine größten Erfolge als Musiker. (Bild: Mohssen Assanimoghaddam / Getty Images)

Ihre deutschen Fans lieben Suzi Quatro bis heute: Nur hierzulande schafften ihre späteren Alben, zuletzt „The Devil In Me“ (2021), den Sprung in die Charts. Was vielleicht auch daran liegt, dass die Amerikanerin Deutschland auch liebt: Seit 1993 ist sie mit einem deutschen Tour-Promoter verheiratet, und einen ihrer Wohnsitze hat sie in Hamburg.

Billy Idol

Ein bisschen düster, ein bisschen gefährlich, trotzdem massentauglich: Billy Idol (“White Wedding“, „Rebel Yell“) eroberte mit Rocker-Attitüde weltweit die Pop-Charts. Wie bei vielen internationalen Musikstars der 80er-Jahre ging es auch bei ihm Anfang der 90er-Jahre kommerziell bergab.

Auch Billy Idol hat in Deutschland mit die treuesten Fans: Die gerade mal vier Studioalben, die er in den letzten 30 Jahren veröffentlichte, schafften zwar immer auch in anderen Ländern den Sprung in die Charts, hierzulande erreichte Idol aber regelmäßig die höchsten Platzierungen - zuletzt 2025 mit „Dream Into It“, das in Deutschland Platz zwei der Charts erreichte, in Großbritannien aber nur Platz 79.

Kim Wilde

Kim Wilde zählte zu den größten Popstars der 80er-Jahre: Mit „Kids In America“, einem Song aus der Feder ihres Vaters, gelang Kim Wilde 1981 der internationale Durchbruch. Weitere Hits wie „Cambodia“, „You Keep Me Hangin' On“ und „You Came“ sollten in den 80er-Jahren folgen.

Doch auch Kim Wilde durchlebte in den 90er-Jahren eine Durststrecke, seit knapp 20 Jahren veröffentlicht die Britin wieder regelmäßig Alben, die eine Gemeinsamkeit haben: Alle Longplayer, darunter auch ihre aktuelle Platte „Closer“ (2025), die hierzulande Platz 11 erreichte, holten ihre höchsten Chartplatzierungen im deutschsprachigen Raum.

a-ha

Mit „Take On Me“ wurden a-ha zu Superstars der 80er-Jahre: Magne Furuholmen, Morten Harket und Pål Waaktaar-Savoy schafften es sogar mehrfach, die US-Charts zu knacken. Doch seit etwa 20 Jahren gilt auch für die Norweger: Ihre größten Erfolge feiern a-ha in Deutschland. Das mit Platin ausgezeichnete Album „Foot Of The Mountain“ (2009) war hierzulande besonders erfolgreich.

Auch bei ihrem bislang letzten Longplayer „True North“ (2022) zeigte sich einmal mehr, dass die Norweger hierzulande sogar treuere Fans haben als in ihrer Heimat: In Deutschland hielt sich das Album 14 Wochen in den Charts, in Norwegen gerade mal eine Woche.

David Hasselhoff

Für US-Amerikaner ist es so absurd, dass die Tatsache von ihnen oft ins Lächerliche gezogen wird. Ja, aber es stimmt nun mal: In keinem anderen Land wird Trash-Ikone David Hasselhoff so verehrt wie in Deutschland (und Österreich und der Schweiz). Während er in den USA nie einen, in Großbritannien immerhin zwei Hits (“If I Could Only Say Goodbye“, „Jump In My Car“) landen konnte, holte Hasselhoff im deutschsprachigen Raum zahlreiche Gold- und Platinauszeichnungen.

Warum das so ist? Vielleicht weil Hasselhoff deutsche Wurzeln hat: Seine Familie väterlicherseits stammt ursprünglich aus der Nähe von Bremen. Aber vielleicht auch, weil er angeblich allein mit seinem Hit „Looking For Freedom“ (Platz 1 in Deutschland) die Berliner Mauer zum Einsturz brachte. (tsch)

Für ihre Rolle in „Hamnet“ hat Jessie Buckley (Mitte) ihren Oscar nach Meinung vieler Experten fast sicher. (Bild: 2025 FOCUS FEATURES LLC. ALL RIGHTS RESERVED.)

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