DHDL Alle „Löwen“ wollten zubeißen: Warum der „Gitti“-Deal schon wieder geplatzt ist

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Jubelnd fielen sich Gründerin Jennifer Baum-Minkus (r.) und die „Löwinnen“ Judith Williams (l.) und Dagmar Wöhrl in die Arme. Doch die Freude über den Deal währte nicht lange...

Köln – Das war der wohl beste Pitch, den es bei „Die Höhle der Löwen“ bislang gegeben hat. 

Gleich zum Start der achten Staffel der Gründershow (montags, 20.15 Uhr, Vox und auf Abruf bei TVNOW) gab es eine Premiere. Eine Gründerin war so überzeugend, dass ALLE „Löwen“ zubeißen wollten und ein eigenes Angebot abgaben.

Das Objekt der Begierde: „Gitti“. Ein neuentwickelter Nagellack, besser gesagt, eine Nagelfarbe. „Gitti ist tierversuchsfrei, vegan, besteht zu einem Großteil aus Wasser und stinkt nicht“, erzählte Gründerin Jennifer Baum-Minkus (35), die ihr Produkt nach ihrer Mutter Brigitte benannt hat.

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„Gitti“ im Test: Was kann der Nagellack aus der „Höhle der Löwen“?

Bei ihrer Präsentation riss die 35-Jährige, die in Köln und Barcelona studierte, alle „Löwen“ komplett vom Hocker. „Löwin“ Dagmar Wöhrl (66) hatte sogar ein richtiges Glitzern in den Augen.

„Die Höhle der Löwen“: „Gitti“-Nagellack haut alle „Löwen“ vom Hocker

„Mit euer Hilfe stellen wir die Kosmetik-Welt auf den Kopf“, kündigte Baum-Minkus gleich zu Beginn an. 300.000 Euro wollte sie dafür von einem „Löwen“ im Tausch für acht Prozent Firmenanteile. 

„Was ich über Nagellack herausgefunden habe, war erschütternd. Wusstet ihr, dass der Großteil aller Nagellacke am Markt Inhaltsstoffe enthalten können, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein?“, so die frühere „Coca Cola“-Mitarbeiterin.

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Jennifer Baum-Minkus überzeugt mit ihrer Nagelfarbe „Gitti“ bei „Die Höhle der Löwen“.

Und weiter: „Diese giftigen Stoffe können sich auf eure Fruchtbarkeit auswirken und sind bereits zwei Stunden nach einmaligen Auftragen im Körper nachweisbar. In einigen Farben werden gequetschte Schildläuse oder Fischschuppen als Farbpigmente eingesetzt. Dazu kommt der strenge Geruch, der Kopfschmerzen oder sogar Schwindel auslösen kann.“

Kein Wunder: Der traditionelle Nagellack kommt ursprünglich aus der Autolack-Industrie.

Die Gründerin hatte sich daher ein klares Ziel gesetzt: „Ich will einen Nagellack ohne Lack und ein Produkt ohne schädliche Inhaltsstoffe.“

Nach anderthalb Jahren Entwicklung brachte sie „Gitti“ auf den Markt. „Wir revolutionieren eine Industrie – und Nagelfarben sind erst der Anfang“, so Baum-Minkus. 

„Die Höhle der Löwen“: Jennifer Baum-Minkus überzeugt die „Löwen“

Die „Löwen“ waren begeistert. Carsten Maschmeyer: „Ich finde Sie Weltklasse! Sie sind absolut ein Gründer-Traum!“ Und auch Georg Kofler witterte: „Ich sehe eine Weltmarke!“ Die beiden Unternehmer ließen sich von Judith Williams sogar die Finger mit „Gitti“ einfärben.

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Die „Löwen“ Georg Kofler und Dagmar Wöhrl testen die Nagelfarbe „Gitti“.

Dann ging der Traum der Gründerin in Erfüllung – und das gleich mehrfach. Denn alle fünf „Löwen“ boten ihr die gewünschten 300.000 Euro für acht Prozent Firmenanteile an. Noch nie in der Geschichte der Show machten alle „Löwen“ ein eigenes Angebot. Somit stand die 35-Jährige vor einer schwierigen Entscheidung.

Während sie mit ihrem Berater telefonierte, flüstert Judith Williams den anderen „Löwen“ zu: „Ich finde die Bewertung etwas zu hoch – aber sie ist es wert.“

Dann kehrte Baum-Minkus zurück. „Ich würde sehr gerne Judith die acht Prozent für die 300.000 Euro anbieten und gleichzeitig auf der aktuellen Bewertung die Möglichkeit ein Ticket machen zu können im Wert von 50.000 Euro. Das ginge dann an den Rest der Gruppe.

Heißt: Judith Williams bekam den Zuschlag und alle anderen konnten sich zusätzlich für 50.000 Euro 1,3 Prozent der Firma sichern. Ein mutiger Schachzug der Gründerin – der sich lohnen sollte. Judith Williams freute sich über den Deal und auch Dagmar Wöhrl stieg auf das Angebot ein.

„Die Höhle der Löwen“: Gitti-Deal platzte nach Dreharbeiten

Doch jetzt – einige Monate nach den Dreharbeiten – sieht das Ganze anders aus. Laut „gruenderszene.de“ platze der Deal nach der Show. „Nach regem Austausch mit Judith Williams ist dieser Deal mit ihr aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zustande gekommen“, so Baum-Minkus.

Judith Williams sagte dem Portal dem Bericht nach: „Nach unserem Deal vor der Kamera wollte sie bei den anschließenden Gesprächen eine vielfach höhere Bewertung durchsetzen. Das ist absolut legitim, aber mein Team und ich haben uns dagegen entschieden.“

Dadurch war auch der Deal mit Dagmar Wöhrl hinfällig. (sku)

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