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Ryan Gosling baffWas Sandra Hüller am Filmset mit ihm machte

«Der Astronaut – Project Hail Mary» - Hüller und Gosling

Copyright: Cat Morley/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Ryan Gosling und Sandra Hüller bei der Premiere am Leicester Square in London. (Archivbild)

Sandra Hüller forderte Ryan Gosling zu einem Wettrennen heraus – und der war völlig perplex. Das hat der Superstar so noch nicht erlebt.

Hollywood-Star total von der Rolle nach irrer Aktion

Hollywood-Größe Ryan Gosling zeigte sich schon zu Beginn der Dreharbeiten für „Der Astronaut“ begeistert von seiner Schauspielpartnerin aus Deutschland, Sandra Hüller. Gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ in London verriet Gosling: «Die erste Szene, die wir gedreht haben, war ein Gang über den Parkplatz». Er fügte hinzu: «Jeder andere wäre einfach über den Parkplatz gegangen.»

Hüller sorgte jedoch für eine unerwartete Wendung. Der 45-jährige Schauspieler schwärmt: «Kurz bevor "Action" gerufen wurde, meinte sie zu mir: "Ich wette, ich bin schneller als du." Ich dachte nur: "Was?" Plötzlich liefern wir uns ein Rennen – und es hat einfach Spaß gemacht». Sein Fazit über sie: «Sie ist wirklich lustig.»

Worum geht es in dem neuen Sci-Fi-Film?

«Der Astronaut - Project Hail Mary» (Originaltitel nur «Project Hail Mary») hat seine Wurzeln in dem gleichnamigen Buch von Andy Weir («Der Marsianer»). Die Hauptrolle des Forschers Ryland Grace wird von Ryan Gosling verkörpert. Grace erwacht an Bord eines Raumfahrzeugs, das sich unzählige Lichtjahre von unserem Planeten befindet. Sein Gedächtnis ist nach einer langen Zeit im künstlichen Tiefschlaf wie ausgelöscht. Erst allmählich kehren seine Erinnerungen zurück und er begreift, was zu seiner Situation führte.

In Rückblenden wird klar, wie ihn die deutsche Projektmanagerin Eva Stratt (Sandra Hüller) für einen weltweiten Einsatz zur Rettung der Menschheit angeworben hatte. Der Grund für die Mission ist alarmierend: Sogenannte Astrophagen, eine Art außerirdischer Mikroorganismus, entziehen der Sonne ihre Kraft. Dies könnte eine katastrophale Eiszeit auf der Erde auslösen und das Überleben der Menschheit gefährden.

Die Aufgabe von Grace ist es, ein weit entferntes Sonnensystem zu erforschen, welches anscheinend von den Astrophagen verschont geblieben ist. Während seiner Odyssee im Weltraum trifft er auf ein Wesen, das an einen Felsen erinnert und dem er den Namen Rocky gibt. Es stellt sich heraus, dass Rockys Heimatplanet unter der gleichen Gefahr leidet wie die Erde. Nachdem sie anfängliche Verständigungsschwierigkeiten überwunden haben, beginnen die beiden eine Zusammenarbeit.

Science-Fiction, aber auch Science-Facts

«Das Großartige an Andy Weirs Buch und generell an seinem Schreibstil ist, dass alles so stark in echter Wissenschaft verankert ist», erklärt Regisseur Christopher Miller im dpa-Interview. «Die Idee von Rocky basiert auf der Annahme, wie die Bedingungen auf diesem Planeten wären und wie eine Spezies aussehen müsste, die unter solchen Bedingungen überleben kann.» Hier verschmelzen also wissenschaftliche Fakten mit fiktionalen Elementen.

Die Regiearbeit teilte sich Miller mit seinem dauerhaften Partner Phil Lord. Das Duo hat sich bislang hauptsächlich einen Namen mit Komödien und animierten Filmen («21 Jump Street», «The LEGO Movie») gemacht. Aber die beiden beherrschen offensichtlich auch das Genre des Weltraum-Epos. «Der Astronaut» ist eine Mischung aus anspruchsvoller Science-Fiction und Unterhaltung für die ganze Familie.

Erinnerungen an Spielberg-Klassiker

Beim Ansehen des Films fühlt man sich unweigerlich an Meisterwerke von Steven Spielberg wie «E.T. – Der Außerirdische» und «Unheimliche Begegnung der dritten Art» erinnert. Eine Szene zollt letzterem Film sogar mit der bekannten Melodie von John Williams Tribut. Es lassen sich zudem Ähnlichkeiten zu Filmen wie «Lautlos im Weltall» oder «Passengers» feststellen.

«Wir sind mit vielen dieser großartigen Filme aufgewachsen, und sie stecken in unserem Blut und in unserer DNA», bestätigt Miller. «Aber wir versuchen, alles zu vermeiden, was sich zu sehr nach etwas anderem anfühlt, weil wir dem Publikum ein neues Erlebnis bieten wollen.»

Das gelingt auch deshalb, weil «Der Astronaut» nicht auf Action, sondern auf originelle Ideen und wissenschaftliche Rätsel setzt. Im Zentrum der Geschichte steht die menschliche Komponente, also Themen wie Einsamkeit, Gefühle und Freundschaft. Rocky gewinnt die Zuneigung des Publikums schnell, obwohl seine Erscheinung eher abstrakt ist und er kein Gesicht besitzt.

Sandra Hüller singt Harry Styles

Die von Sandra Hüller dargestellte Eva Stratt erscheint zunächst als eine Person ohne Humor und mit kühler Ausstrahlung, die wegen der ernsten Lage ihrer Aufgabe kaum Raum für private Gefühle lässt. Es wird jedoch angedeutet, dass sich hinter dieser Fassade ein sensibler Charakter verbirgt. Regisseur Miller lobt: «Sie hat eine Wärme und Natürlichkeit hineingebracht».

Ihr möglicherweise eindrucksvollster Auftritt ist, als Stratt bei einer Karaoke-Veranstaltung zögerlich den Erfolgssong «Sign Of The Times» von Harry Styles zum Besten gibt. Die Reaktionen der Zuschauer im Film sind dabei authentisch. «Bis kurz vor dem Dreh der Szene wusste keiner, dass sie überhaupt singen wird», verrät Miller. «Wenn man sieht, wie dem Publikum die Kinnlade runterfällt - so ging es uns allen.»

Ryan Gosling lange als Alleinunterhalter

Vor allem lebt «Der Astronaut» natürlich von Ryan Gosling, der den gefühlvollen Streifen mit seiner typisch charmant-ironischen Art über weite Teile allein stemmt. Der Darsteller, 45 Jahre alt, beweist – ähnlich wie in früheren Werken wie «Drive», «Blade Runner 2049» und anderen Filmen – sein Talent, vieles ohne Dialog auszudrücken. Diese Fähigkeit überbrückt bei einer Spieldauer von zweieinhalb Stunden so manche langatmige Passage.

«Ich mag Schauspielen, wenn es nicht nur um die Story oder den Dialog geht, wenn die Dinge auch auf einer anderen Ebene ablaufen», erläutert Gosling seine Herangehensweise. Dies treffe im Besonderen auf seine deutsche Schauspielkollegin zu. «Sandra Hüller ist großartig darin. Da passiert so viel - und das ist unglaublich fesselnd.»(red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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