„Das perfekte Dinner“„First Dates Hotel“-Seniorin setzt auf „digitale Dekadenz“

Lady mit internationalem Appeal: Wahl-Kalifornierin Lo (68) lädt zum Dinner nach Celle. (Bild: RTL)

Lady mit internationalem Appeal: Wahl-Kalifornierin Lo (68) lädt zum Dinner nach Celle. 

Auftakt mit Wappentieren: Zwischen dem niedersächsischen Pferd und dem kalifornischen Bär kocht Wahl-Amerikanerin Lo (68) in ihrer Heimstadt Celle zum Start von „Das perfekte Dinner“ (VOX) ein Menü aus dem Silicon Valley - und bringt den Gaumengenuss sogar an die Börse!

Eine Dame von Welt - ihre internationale Prägung ist Ingelore alias „Lo“ aus Celle auf den ersten Blick anzusehen. 1981 wanderte die heute 68-Jährige „der Liebe wegen“ nach Kalifornien aus. 43 Jahre später präsentiert sie sich erneut frisch verliebt: „So schön, das noch einmal erleben zu können“, sagt sie mit seligem Blick auf ihren Partner Stefan (66).

Wo sie sich kennengelernt haben? Nicht etwa beim „First Dates Hotel“ (VOX), an dem die höchst attraktive Seniorin bereits einmal teilnahm, sondern: „Im Internet, wie alle anderen“, gab Lo verschmitzt zu. „Soll keiner sagen, ich bin nicht digital“, mahnt sie selbstbewusst und stellt den Timer für ihr Kartoffelgratin per Siri ein - und zwar zweisprachig. Auch das Motto ihres Menüs widmet Lo der innovativen Tech-Szene ihrer zweiten Heimat.

Motto: Celle trifft Silicon Valley Vorspeise: Going Green: „Zucchini-Avocado-Start-Up“ Hauptspeise: Pork Fillet Goes Public Nachspeise: Digitale Dekadenz: „Süße Schoko-Innovation“

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„Wie Gott in Frankreich, nur nicht in Frankreich“

Den Arbeitsplatz in Los geräumiger Küche rahmen zwei Flaggen ein - die der „California Republic“ mit dem laufenden braunen Bär sowie das niedersächsische Pendant mit Pferd auf weißem Grund. „Ich habe 40 Jahren in den USA gelebt, aber meine Prägung hier erfahren“, so die stolze Besitzerin eines alten Fachwerkhauses mit „Gadgets“ (Lo) wie Kronleuchtern und unzähligen Geweihen („Mein Vater war ein großer Jäger“).

Nicht nur aufgrund der neuen Liebe zu einem Deutschen hat sie es mittlerweile aus Haupt-Wohnsitz auserkoren: „Mir gefällt vieles an Deutschland sehr gut, außerdem wohnt meine Tochter hier.“

Was genau ihr an Deutschland so gut gefällt, wird nicht klar - vielleicht unter anderem zertifiziertes Strohschwein, das ihr Hauptgang-Filet liefert. Oder auch die „gute Butter“ (Lo), die reichlich in Gratin und Schokokuchen wandert: „In Kalifornien achten die Frauen eher auf ihre Linie.“

Ansonsten ist ihr Menü eine Hommage an Hippie- und Innovationsgeist der US-Westküste: Die Tischdeko ist eine mit Gänseblümchen geschmückte Golden-Gate-Bridge, die Vorspeise aus Zucchini-Curry-Süppchen und mit Thunfisch-Sellerie-Salat gefüllter Avocadohälfte ist grasgrün und gesund, das Schweinefilet an „exotischer Soße“ ist, so die Beschreibung auf der Karte, immerhin „an der Börse notiert“.

Und das Dessert mit „Chocolate-Portwine-Gateau, warmem Berry Relish und Cookie mit Sahne“ (Andrea, 57: „Nicht gerade klassisch, aber lecker“) verspricht „digitale Dekadenz“.

Zusammen mit Lo's gepflegten Umgangsformen („Den Begrüßungstrunk nehmen wir in der Scheune ein“) und einer entspannten Atmosphäre zum Start wird Lo's Dinner auch zu einem ganz analogen Erfolg. „Wie Gott in Frankreich, nur nicht in Frankreich“, so Eric (49) zum kulinarischen Genuss und vergibt gleich die Höchstzahl von 10 Punkten. Mit 27 von 30 Punkten in einer verkürzten Dinner-Woche setzt sie sich souverän an die Spitze („Yay!“) und erfüllt ihre eigene Prophezeiung: „I will give my very best!“ (tsch)