„Jetzt zahlen wir den Preis” Guido Maria: Unser Verhalten ist schuld an Corona

Neuer Inhalt

Guido Maria Kretschmer (54) hat eine klare Meinung zum Coronavirus.

Berlin – Auch Guido Maria Kretschmer ist von der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus betroffen: Der 54-Jährige ist unter anderem verantwortlich für die Kostüme des Theaterstücks „Mord im Orientexpress” im Berliner Schiller Theater. 

Dass die Theater-Vorstellungen nun abgesagt werden müssen, ist aber Kretschmers wohl geringste Sorge: Der Modedesigner macht sich vielmehr Gedanken um die Auswirkungen, die die Virus-Epidemie auf unsere Gesellschaft haben wird. 

„Ich finde es so schlimm, dass sich die Menschen jetzt so einschränken müssen”, gibt er im Gespräch mit „T-Online” zu.

Alles zum Thema Corona

Er fürchte sich außerdem davor, dass „wieder die Falschen weggerafft werden”. 

Guido Maria Kretschmer in Sorge wegen Coronavirus

Auch die Empfehlung, dass wir uns alle zunehmend voneinander isolieren sollen, bereitet ihm Kopfschmerzen: „Ich finde es schade, dass die Menschen sich jetzt nur noch mit Füßen und Ellbogen begrüßen. Ich wäre eigentlich dafür, dass die Menschen sich wieder mit Zungenschlag begrüßen”, scherzt der Modedesigner.

Hier lesen Sie mehr: Geheimnis gelüftet – Was hinter der Gravur auf Guido Maria Kretschmers Ehering steckt

Obwohl Kretschmer sich von ganzem Herzen wünsche, dass die Gesundheitskrise schnell vorüber gehen möge, gibt er sich realistisch: „Ich glaube, es wird noch viel dramatischer.”

Laut Kretschmer leitet uns die Virus-Epidemie als Gesellschaft in die falsche Richtung. „Das Ganze entmenschlicht uns alle noch mehr in einer ohnehin schon schwierigen Phase. Alles läuft gerade auf eine Wand zu. Ich finde es schade, wenn dieses ganze Miteinander, sich die Hand geben, sich anfassen, wenn das verloren geht. Es ist doch wichtig, dass wir alle zusammenhalten.”

Guido Maria Kretschmer: „Warum muss man kleine Schleichkatzen essen?”

Der Star aus dem TV-Format „Shopping Queen” sieht den Fleischkonsum der Menschen als Mit-Ursache dafür, dass das Virus sich ausbreiten konnte.

„Jetzt zahlen wir den Preis. Warum muss man kleine Schleichkatzen essen? Man soll Tiere auch mal in Ruhe lassen. Man kann Tiere auch streicheln und angucken, es muss ja nicht gleich alles aufgegessen werden”, kritisiert er.

Hier lesen Sie mehr: 60 Millionen wegen Coronavirus in Quarantäne, aber... Rührendes Ritual schenkt Menschen in Italien Kraft

Wir erinnern uns: Das Coronavirus wird immer wieder auf einen Fischmarkt im chinesischen Wuhan zurückgeführt. Dort wurde unter anderem mit Fledermäusen und Wildtieren gehandelt. Das Virus soll sich dort vom Tier auf den Menschen übertragen haben.

Guido Maria Kretschmer kritisiert Fleischkonsum 

Andere Virus-Epidemien und -Pandemien, wie zum Beispiel die der Schweine- und der Vogelgrippe, sind ebenfalls auf Tiere zurückzuführen. Die gefährliche Ebola-Viruskrankheit übertrug sich ebenfalls erstmals von Fledermäusen auf den Menschen. 

Guido Maria Kretschmer hält den Fleischkonsum der Menschen für den Ursprung allen Übels: „Es wird zu wenig erzählt, wo das alles herkommt. Es geht immer um die Tierchen und die können ja auch nichts dafür. Mein Traum ist ja sowieso: Frauen und Vegetarier an die Macht.” (ta)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.