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„RTL Aktuell Spezial“ NRW-Chefarzt mit drastischer Ansage an die Corona-Politiker

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Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler (rechts), spricht im Corona-Spezial bei RTL mit Moderator Peter Kloeppel.

Köln – Quiz-Fans mussten stark sein: RTL änderte am Montagabend (22. März) ab 20.15 Uhr sein Programm, „Wer wird Millionär” wurde für eine Sondersendung nach hinten verschoben.

  • RTL änderte am Montag (22. März) sein Programm
  • Wegen der aktuellen Corona-Berichterstattung wurde „Wer wird Millionär” verschoben
  • Chefarzt Uwe Janssens mit drastischer Ansage an die Corona-Politiker

Weil Bund und Länder erneut über die Corona-Maßnahmen und eine Verlängerung des Lockdowns diskutierten, änderte auch RTL sein Programm.

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Statt „Wer wird Millionär” mit Günther Jauch war vorerst Peter Kloeppel ab 20.15 Uhr zu sehen. In einer Sondersendung sprach er eine viertel Stunde lang mit Experten zum einen über den immer weiter ansteigenden Anteil von Mutationen bei den Neuinfektionen. Vor allem aber ging es um die Frage, wie unsere Osterfeiertage aussehen könnten.

RTL ändert Programm wegen der Corona-Pandemie

Dafür waren unter anderem zwei bekannte Gesichter zu Gast: Prof. Uwe Janssens, Generalsekretär der Internistischen Intensivmediziner, und Prof. Hendrik Streeck, Chefvirologe der Uni Bonn.

Streeck erklärte zunächst, dass ihm vor allen Dingen eine Sache fehlt: „Dass wir aus den bisherigen Lockdowns Konsequenzen ziehen”, so der Virologe. Sein Vorschlag: Man sollte PCR-Tests, Schnelltests und ganze Test-Programme in den deutschen Innenstädten aufbauen, ähnlich wie in Tübingen.

Dort gibt es schon länger ein vielbeachtetes Modellprojekt: In der Universitätsstadt können die Menschen an neun Teststationen kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt. Damit kann man in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen.

Corona-Spezial bei RTL: „Es sind keine Lockerungen möglich”

Anschließend sprach Peter Kloeppel mit Uwe Janssens, dem Generalsekretär der Internistischen Intensivmediziner. Er ist Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler.

Er hatte schon vor dem Beschluss des vorigen Lockdowns davor gewarnt, dass mit den derzeitigen Maßnahmen die Zahlen steigen würden. „Und das tun sie auch, wie erwartet.” Unter diesen Bedingungen seien nun auf keinen Fall Lockerungen möglich, erklärt der Mediziner. Im Gegenteil.

Als Kloeppel den Arzt fragte, für was er jetzt plädiere, machte Janssens eine klare Ansage in Richtung der Politiker in der Bund-Länder-Runde: „Wir müssen die Geduld aufbringen, die es benötigt, um das Virus in die Knie zu zwingen. Bis die Impfungen greifen, müssen wir durchgreifen”, forderte er.

„RTL Aktuell”: Chefarzt mit drastischem Appel an die Politiker

Mit der Wut und dem Zorn, die in Kassel zu sehen waren, würden wir aber nicht durchhalten, sagte er weiter. Und sprach damit die Zehntausenden Demonstranten an, die in Kassel gegen die Maßnahmen auf die Straßen gingen und sich mitunter Prügeleien mit der Polizei lieferten.

„Wir müssen ein positives Ziel für den Sommer formulieren.” Der Mediziner wünschte sich einheitliche, klare Maßnahmen. Seine drastische Ansage an die Politik „Wir wollen keine Toten mehr sehen!” Er wünschte sich, dass Deutschland mit gemeinsamer Anstrengung aus der Krise findet. (mg)

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