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Christoph Kramer hat Mitleid mit Neymar„Er wird keine 30 Minuten mehr am Stück spielen“

ZDF-Experte Christoph Kramer (links) wünscht dem brasilianischen Altstar Neymar ein Happy End bei der WM. (Bild: ZDF / Getty Images / Michael Reaves (Collage))

Copyright: ZDF / Getty Images / Michael Reaves (Collage)

ZDF-Experte Christoph Kramer (links) wünscht dem brasilianischen Altstar Neymar ein Happy End bei der WM. (Bild: ZDF / Getty Images / Michael Reaves (Collage))

Neymar da Silva Santos Júnior ist eine brasilianische Fußball-Legende. Bei der WM 2026 allerdings, von ein paar Einsatzminuten abgesehen, eine außer Dienst. In Berlin sitzt aber ein Kollege, der ihm die Damen für ein Comeback drückt.

„Was hat Neymar noch drauf mit 34?“ Katrin Müller-Hohenstein kann schon hart fragen. Bezüglich des brasilianischen, ehemaligen (?) Ausnahmespielers stellen sich aber viele Fußballfans diese Frage. Auch die brasilianischen. Und auch der Coach der Seleção, Carlo Ancelotti, scheint zu zweifeln.

Bisher kam der allerdings vor dem Turnier verletzungsgeplagte Star-Stürmer nur auf 14 Spielminuten im letzten Vorrundenspiel. Und auch im dramatischen Sechzehntelfinale gegen Japan wurde es nicht besser. Neymar erlebte den Last-Minute-2:1-Sieg von der Bank aus. Gibt es doch Hoffnungen auf ein Comeback? Vielleicht.

Wenn es nach dem ZDF-Experten Christoph Kramer geht, dann auf jeden Fall nicht zu einem langen: „Er wird bei der WM keine 30 Minuten mehr am Stück spielen“, meinte der Fachmann, der - im Gegensatz zum Brasilianer - schon mal Weltmeister wurde. 2014. In Brasilien.

Christoph Kramer glaubt zwar nicht mehr an lange Einsätze von Neymar, das heißt aber nicht, dass er ihn abgeschrieben hat. „Ich freue mich, dass er auf der Weltbühne der WM noch mal teilnimmt. Weil ich ihn als Spieler immer unheimlich gut fand und auch finde.“

Chritoph Kramer: „Ich fand Neymar immer unheimlich gut“

Christoph Kramer drückt Neymar alle Daumen. „Ich wünsche es mir irgendwie, dass er noch mal diesen einen Moment hat, wo er der ganzen Welt zeigt: 'Ey, ich ein wirklich geiler Spieler - und hab vielleicht in bisschen zu wenig draus gemacht.“

Damit spielte Kramer auf Neymars Erfolgsbilanz aus, die sich tatsächlich relativ bescheiden liest. Zwar wurde er mit seinen Vereinen FC Barcelona (zweimal) und Paris Saint-Germain (fünfmal) Landesmeister und Pokalsieger (jeweils dreimal) - aber nur einmal (Barcelona, 2015) gewann er die Champions League und im selben Jahr auch die Klub-Weltmeisterschaft. International steht „nur“ der Olympiasieg mit Brasilien 2016 zu Buche. Individualauszeichnungen hat er en masse, aber auch hier fehlt etwa der „Weltfußballer des Jahres“.

In einigen Bereichen hat ihn da sogar schon sein Mitspieler Vinícius Júnior überholt. Der ist knapp zehn Jahre jünger und wurde mit Real Madrid schon zweimal Champions League- und dreimal Klub-WM-Sieger.

Aber auch Vinícius Júnior, ein Enfant terrible des internationalen Fußballs, das Kramers ZDF-Experten-Kollege Per Mertesacker als „ganz besonderes Element“ bezeichnete, war noch nie Weltmeister. Das verbindet die beiden Superstars, den scheidenden und den amtierenden. Vielleicht schaffen sie es gemeinsam. (tsch)

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