Mit Smokie wurde er zum Superstar, danach startete er solo durch. Was ist aus dem Sänger mit der Mega-Stimme geworden?
Ex-Smokie-SängerWas macht eigentlich Chris Norman?

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Chris Norman bei einem Auftritt in der „Giovanni Zarrella Show“. (Archivbild)

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Als Leadsänger der Band Smokie prägte Chris Norman die 70er Jahre mit Hits wie „Living Next Door to Alice“ und „If You Think You Know How to Love Me“. In den 80er Jahren gelang dem Sänger mit der markanten Reibeisenstimme schließlich mit „Midnight Lady“ der endgültige Durchbruch als Solokünstler – und auch heute noch ist der ehemalige Smokie-Frontmann erfolgreich unterwegs.
Chris Norman kommt 2026 und 2027 nach NRW
Sein 2026 veröffentlichtes Album „Lifelines” war ein großer Erfolg und sein erstes Top-10-Album als Solokünstler in Deutschland überhaupt. In diesem Jahr ist Norman auch auf Tour und gibt Konzerte in mehreren deutschen Städten, wo der 75-Jährige seinen Fans sowohl neue Songs als auch Klassiker aus seinem umfangreichen Werk präsentieren will. Mittlerweile hat er über 20 Soloalben veröffentlicht.

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Steht immer noch auf der Bühne: Chris Norman. (Archivbild)
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Nordrhein-Westfalen, wo er am Freitag, 23. Oktober 2026 um 19.30 Uhr in der Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf und direkt am Folgetag, dem 24. Oktober 2026 um 19.30 Uhr, im RuhrCongress in Bochum auf der Bühne steht. Im Rahmen der fortgesetzten Tournee im Folgejahr gibt er am 9. April 2027 zudem ein weiteres Konzert in der Rudolf Weber-Arena in Oberhausen.
Chris Norman: Durchbruch als Solist dank Dieter Bohlen
Seinen Durchbruch als Solist verdankt Chris Norman Deutschlands erfolgreichstem Produzenten Dieter Bohlen. Mit ihm produzierte er neben dem Nummer-eins-Hit „Midnight Lady“, der durch den Schimanski-Tatort „Der Tausch“ bekannt wurde, auch Nachfolgehits wie „Some Hearts Are Diamonds“ oder „Broken Heroes“.
Norman hat sich mehrfach zur Zusammenarbeit mit dem selbsternannten „Pop-Titan“ und „DSDS“-Juror geäußert. In einem Interview mit dem „Weser-Kurier“ betonte er, dass ihm der Erfolg von „Midnight Lady“ zwar sehr geholfen habe, er sich aber nicht dauerhaft dem von Bohlen produzierten Musikstil anpassen wollte. „Ich wollte nicht in diese Richtung gehen, weil ich mich nicht als Popsänger sehe“, sagte er.
In einem weiteren Interview mit „recording.de“ erklärte Norman, dass er nach der Zusammenarbeit mit Bohlen wieder eigene musikalische Ziele verfolgte und sich auf seine britische Heimatinsel zurückzog. „Es gab nie Streit oder so, aber die Sachen, die Dieter produziert hat, waren einfach nichts für mich. Darüber gab es die meisten Diskussionen. So haben sich zwangsläufig unsere Wege getrennt.“
„Stumblin' in“: Klassiker als Dance-Remake wieder ein Hit
Zuletzt feierte auch seine erste Single unter eigenem Namen ein erstaunliches Revival. Und damit ist nicht der Bohlen-Schmachtfetzen „Midnight Lady“ gemeint. Die Single „Stumblin' in“ erschien als Duett mit Suzi Quatro, die zeitgleich zu Norman bzw. Smokie zum Superstar aufstieg. Damit feierten beide Künstler auch ihren einzigen Top-10-Erfolg in den USA. Anfang 2024 hatte der australische DJ Cyril einen weltweiten Hit mit einem Dance-Remake des Klassikers.
Gegenüber dem „Sonntagsblatt“ gab Norman zu, dass er den Erfolg von 1979 anders hätte nutzen können, um seine Solokarriere viel früher in eine andere Richtung zu lenken. „Ich sollte in die USA gehen und Promo machen. Ich war aber mit Smokie beschäftigt und habe mich geweigert. Heute denke ich, vielleicht hätte es meiner Solokarriere besser getan, wäre ich in die Staaten gegangen“.
Chris Norman privat: Der Familienmensch
Neben seiner Karriere ist der Sänger, der sich regelmäßig bei seinen Fans auf Instagram meldet, nach eigener Aussage ein Familienmensch: Chris Norman lebt seit 1986 mit seiner Frau Linda auf der Isle of Man. Dort hat er in seinem Haus ein eigenes Tonstudio, in dem er an neuen Songs arbeitet. Das Paar heiratete 1970 und hat fünf Kinder: Brian (geboren 1968), Paul (1972), Michael (1984), Steven (1986) und Susan (1991).
Tragischerweise kam ihr ältester Sohn Brian 2001 bei einem Motorradunfall ums Leben. Der Verlust seines Sohnes hat Norman tief geprägt. Deshalb engagiert er sich als ehrenamtlicher Botschafter für die Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen und gibt Benefizkonzerte zu deren Gunsten.
