Express · Community

Kommentare · 0

Zum Inhalt springen

Chirurgin beweist beim „perfekten Dinner“ Fingerspitzengefühl - und fällt dann fast vom Küchenhocker

Linda (30) sieht sich als Energiebündel. (Bild: RTL)

Copyright: RTL

Linda (30) sieht sich als Energiebündel. (Bild: RTL)

Ihrer Verantwortung als erste Gastgeberin von „Das perfekte Dinner“ (VOX) in Dresden ist sich Linda bewusst: „Ich muss da richtig was rausschallern.“ Doch als sich die zierlich gewachsene Chirurgin nach den guten Gläsern im Oberschrank reckt, sieht es bedenklich nach Unfall aus ...

Was haben ein Skalpell und ein Kochmesser gemeinsam? Mit beiden Werkzeugen kennt sich Linda aus. Präzises Arbeiten ist ihr ebenfalls nicht fremd, denn die 30-jährige gebürtige Schwäbin ist Chirurgin - genauer gesagt angehende Fachärztin für Viszeral-, also Bauchchirurgie. Da lässt sich der Bogen zum „perfekten Dinner“ also sehr leicht schlagen, doch hier ist nicht nur Fingerspitzengefühl gefragt, sondern auch ein sicherer Stand.

Zum Auftakt in Dresden jedoch ziemlich wacklig: Die schicke Küche, die Linda und ihre Freundin Emily (24) von ihrem zwei Meter großen Vormieter übernommen haben, hat sehr hohe Schränke und Arbeitsflächen. Die zierliche Linda braucht also fast standardmäßig einen Hocker. Grundsätzlich ist ihr allerdings klar, dass sie heute „was rausschallern“ muss. Ihre Idee dazu lautet: sächsisch-schwäbische Fusion!

Hoppala! Da haut es Linda (30) bei den Vorbereitungen fast vom Hocker. (Bild: RTL)

Copyright: RTL

Hoppala! Da haut es Linda (30) bei den Vorbereitungen fast vom Hocker. (Bild: RTL)

Motto: Herzensweg

  1. Vorspeise: Schwäbisch-sächsische Tapas - Maultaschen / sächsisches Würzfleisch / Brot
  2. Hauptspeise: Amore - Ragù bianco e rosso
  3. Nachspeise: Lieblingsobst Erdbeere - Kuchen / Eis / Espuma

„Die Bolo hat's runtergezogen“

Zum Auftakt in Dresden trifft sich die „Dinner“-Runde bei Linda (30)  (Bild: RTL)

Copyright: RTL

Zum Auftakt in Dresden trifft sich die „Dinner“-Runde bei Linda (30) (Bild: RTL)

Kulinarisch wagt Linda also einen Spagat zwischen ihrer schwäbischer Heimatküche, ihrem Lieblings-Urlaubsland Italien und Dresdner Traditionen. Auf den Tisch kommt unter anderem Würzfleisch - für viele im Osten ein echtes Nationalheiligtum. Dazu serviert sie Maultaschen und Worcestersauce, die sogar in kleinen Ampullen ihren Auftritt hat. Doch die Kombination birgt Risiken: „Das schlimmste, was sich ein Schwabe vorstellen kann, ist, dass Maultaschen im Wasser aufgehen“, so Linda. Da hilft auch die Chirurginnenhand nur bedingt, aber das Glück ist Linda hold.

Bei den Gästen zeigt sich schnell, dass die Geschmäcker verschieden sind. Zu ihren hausgemachten Tagliatelle serviert Linda zweierlei Soßen. Als „nichts Besonderes“ empfindet Dorit (44) die Bolognese. Das helle Kalbfleisch-Pendant kommt wesentlich besser an: „Das würde man seinem Mann gerne kochen“, lobt Susu (41). „Neun bis zehn Punkte“ würde Patrick (30) eigentlich gerne geben: „Aber die Bolo hat's runtergezogen.“

Auch beim Dessert gehen die Meinungen auseinander. Linda selbst gibt zu, dass sie kein großer Nachtisch-Typ ist: „Lieber zehn Vorspeisen.“ Susu gerät beim selbstgemachten Vanilleeis jedoch geradezu ins Schwärmen: „Weltklasse!“ Der Schokokuchen kann da weniger glänzen und wird als trocken empfunden.

Und die von Lindas Kindheit inspirierten Maulwurf-Küchlein? Die schmecken offenbar genauso, wie sie aussehen - hat Linda vorher jedenfalls versprochen. Zum Digestif soll es die „guten“ Gläser geben - nur sind die in einem Oberschrank. Tapfer hangelt sich Linda auf ihrem Hocker in die Höhe - nur um heftig mit den Armen rudernd nach Balance zu suchen. Um ein Haar wär's schiefgegangen, aber dann kann sie vermelden: Operation geglückt.

Am Ende bekommt Linda 34 Punkte. Ein gelungener Auftakt für die Dresdner Runde, bei dem Linda und die guten Gläser heil geblieben sind. Und sie bewiesen hat, dass sie nicht nur beruflich hervorragend schnippeln kann. (tsch)