Erstes Konzert mit zwei Jahren Kölnerin Charly ist die Geheimwaffe der Musikstars

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Charly Klauser mit Peter Maffay

Köln – Köln, New York, Shanghai. Für sie ist das kein T-Shirt-Spruch, sondern Realität. Genauso wie Maffay, Sasha, Kebekus oder Geige, Schlagzeug und Gitarre.

Die Kölnerin Charly Klauser (29) ist die Geheimwaffe der Stars im Musikgeschäft. Doch bald müssen diese sich wohl anders helfen. Denn Charly sagt: „Ich habe keinen Bock mehr auf die zweite Reihe.“

Charly Klauser spielt mit Maffay, Kebekus und Co

Egal, mit wem – auf der Bühne fällt sie auf. Mit ihren blauen Haaren genauso wie musikalisch. Kaum jemand spielt so viele Instrumente wie sie. Inzwischen ist sie eigentlich fester Bestandteil in Peter Maffays Band, hat dessen neues Album zu einem Großteil produziert.

Mit Sasha ist sie unterwegs, Johannes Oerding wollte ein Duett mit ihr, mit Max Giesinger sang sie nach dem Bambi spontan in der Hotel-Lobby und bei Carolin Kebekus sitzt sie in der Show-Band. Die Kölnerin spielt auf der ganzen Welt, zuletzt in Shanghai.

Peter Maffay gibt private Einblicke: Welche Fotos er sich jeden Tag mehrmals anschaut (hier lesen)

Charly Klauser: Erstes Konzert mit zwei Jahren

Irre: Ihr erstes Konzert hatte Charly, die eigentlich Charlotte heißt („So nennen mich eigentlich nur Peter Maffay und meine Oma“) mit zwei Jahren! „Ich kann gar nicht mehr sagen, was ich da gespielt habe“, sagt sie und lacht.

Ihre ältere Schwester Jo (spielt bei den Rockemarieche) spielte in dem Orchester – und die Eltern (beide Musiker) konnten Charly nicht davon abhalten, auch mitzumachen.

„Der Wunsch, eigene Musik zu machen, war schon immer da. Der wird immer an erster Stelle stehen“, sagt sie.

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Charly Klauser bei ihrem ersten Konzert im Alter von zwei Jahren (ganz vorne)

2020 soll erstes Solo-Album kommen

Auch deshalb hat sich Charly für 2020 eine Sache fest vorgenommen: wieder mehr auf die eigene Musik setzen.

„Ja! Ich habe keinen Bock mehr auf die zweite Reihe. Vor allem fing ich ja mit der ersten Reihe an. Ich hatte immer meine eigene Vision“, erzählt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Und weiter: „Ich kenne sehr viele Musiker, die einmal Dienstleistung machen und hängen bleiben.“

Deshalb steht jetzt zunächst wieder sie selbst in der ersten Reihe (am 5.12.19 etwa als Support von Jesse Marchant im Blue Shell). Im März 2020 spielt Charly mit Maffay in der Lanxess-Arena – und dann soll auch bald das eigene Album kommen. „Rock/Pop auf Deutsch“. 

Charly Klauser: Absage an Aerosmith-Produzent

Und dafür sagte sie sogar Warren Huart (50) ab. Der Musikproduzent war schon für Alben von Aerosmith, The Fray oder auch James Blunt verantwortlich. Wie sagt man so jemandem ab? 

„Nur weil er Aerosmith produziert hat, ist er ja kein besserer Mensch“, lacht Charly. Sie habe aber gemerkt, dass das nicht in die richtige Richtung geht.

„Ich habe jetzt nicht so lange an meinem eigenen Weg gefeilt, um den jetzt abzukürzen. Solche Angebote habe ich immer dankend abgelehnt.“ Auch 2009, als „Sony“ Charly und ihrer Rockband „The Black Sheep“ einen Plattenvertrag anbot. Mutig – aber konsequent!

Charly Klauser: Musikalisch fast überall Zuhause

In ihrer bisherigen Karriere hat Klauser schon so ziemlich jedes Genre abgedeckt. Kölsche Musik mit den Rockemarieche, Rock mit der Band „The Black Sheep“, Musical als Hauptrolle in „Oliver Twist“ und Nebenrolle in „Tabaluga“, Jazz mit dem Duo „Cold Fusion“ und auch mit der Metalband „Rage“ stand sie auf der Bühne.

„Ich will mich musikalisch auch gar nicht so sehr einschränken, weil ich glaube, dass viele Leute sehr textbasiert sind. Wenn die Texte mit den Melodien schön sind... man muss ja nicht das kriegen, was man eh schon 1000 Mal gehört hat am Tag.“ Das macht den eigenen Weg nicht gerade einfacher...

Bis wohin ist sie den in fünf Jahren gegangen? Charly prognostiziert: „Ich habe gerade mein zweites Album draußen und der ganze Plan, den ich seit langer Zeit schmiede, soll Anklang finden. Ich hoffe, dass ich die nächsten Jahre die Möglichkeit habe, mit meiner Musik den Leuten eine Freude zu machen.“ Dann lacht sie: „Klar, ein Nummer-Eins-Album wär auch nicht schlecht.“

Ob das mit dem eigenen Weg, ein Stück abseits des Mainstream, überhaupt möglich ist? „Keine Ahnung. Wenn man überlegt, was da so läuft und wie viel Platz Hiphop einnimmt in den Charts...“

Charly Klauser: Klare Meinung zu kommerziell erfolgreichem Hiphop

Das ist übrigens eine Musikrichtung, mit der sie so gar nichts anfangen kann. „Ich höre fast alles, aber habe nicht so den Zugang zu Hiphop. Dieses ganze Gehabe und die Werte, die da vermittelt werden – ich möchte nicht, dass meinen Kindern so eine Scheiße in den Kopf gesetzt wird. Welche Marken man trägt, welche Autos man fährt – das ist das Unwichtigste, was es auf dieser Welt gibt. Es gibt auch anderen Hiphop, das weiß ich. Der ist aber leider nicht in den Top Ten.“

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Umso besser, dass mit ihr einer mehr dagegen ankämpft. Charly – die Geheimwaffe der Musikstars. Und eigentlich schon selbst einer.

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