Mit so einer Expertise hatte der „Bares für Rares“-Verkäufer nicht gerechnet: „Die Expertise hat mich extrem aus den Schuhen gehauen.“
„Total überwältigt“Fünf-Franken-Brosche stellt sich als echte Rarität heraus

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Der Verkäufer ahnt zu Beginn der ZDF-Trödelshow noch nicht, welche Expertise er für seine Fünf-Franken-Brosche erhalten würde. (Bild: ZDF)
Horst Lichter erkannte in der Montagsausgabe der Trödelshow „Bares für Rares“ (ZDF) zunächst nicht, welch kostbare und antike Mosaikarbeit hinter Ronnys Fund steckte. Dafür war Heide Rezepa-Zabel umso begeisterter. Ihre sensationelle Expertise sorgte dann auch beim Verkäufer für ungläubiges Staunen - vor allem angesichts des möglichen Gewinns.

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Bei der Brosche handelte es sich um ein sogenanntes Florentiner Mosaik. (Bild: ZDF)
Lichter fand die Brosche zunächst einfach nur „süß“. Aber Rezepa-Zabel sah in dem Schmuckstück deutlich „mehr als süß“ und kam aus dem Schwärmen kaum heraus: „Zauberhaft.“ Als Lichter wissen wollte, ob das Motiv handgemalt sei, verwies sie auf das Alter. Die antike Brosche wäre über einen so langen Zeitraum längst verblasst.
Während eines Urlaubs in der Schweiz hatte Ronny aus Sonnenberg die Brosche in der Vitrine eines Secondhandladens entdeckt. „Die stach heraus. Mir hat die Arbeit sehr gut gefallen“, erzählte er. Lichter fragte sich immer noch, wie der Vogel auf den schwarzen Stein gelangt war. Eines stand schon mal fest: Aufgemalt wurde er nicht.
Bei der Brosche handelte es sich um ein „sogenanntes Florentiner Mosaik“. Lichter konnte es kaum glauben und fragte verblüfft: „Das ist ein Mosaik? Oh, mein Gott!“ Offenbar waren die feinen Konturen für ihn nicht erkennbar. Tatsächlich wurde die weiße Taube aus exakt zugeschnittenem Chalzedon gefertigt und in einen schwarzen Achat eingesetzt.
„Mein lieber Scholli“: Expertise überrascht sogar Horst Lichter

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Friedrich Häusser erhielt bei 1.500 Euro den Zuschlag für die edle Brosche aus Florenz. (Bild: ZDF)
Das grüne Band bestand aus Malachit und die roten Beeren aus feinem Jaspis. Besonders angetan war Rezepa-Zabel vom Motiv der Friedenstaube aus Noahs Arche: „Das ist wirklich zauberhaft gemacht.“ Eine weitere Überraschung zeigte sich auf der Rückseite. Dort stand der bekannte Name Giocondo Torrini aus Florenz.

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Das Gemälde „Schmiede im Riesengebirge“ datierte die Expertin zwischen 1900 und 1910. (Bild: ZDF)
Torrini stand für eine traditionsreiche und renommierte Goldschmiedefamilie, deren Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht, erzählte Rezepa-Zabel: „Über 26 Generationen wurde das Gewerk weitergegeben.“ Giocondo Torrini eröffnete 1841 ein Geschäft in Florenz und „seine Werke wurden auf der ganzen Welt in Museen ausgestellt“.
Anhand des französischen Importstempels in Form einer Lilie konnte die Expertin die Brosche zeitlich von 1847 bis 1854 einordnen. „Wow“, war Ronny verblüfft, denn mit einem derart alten Fund hatte er nicht gerechnet. Die nach etruskischem Vorbild gestaltete Fassung bestand zudem aus edlem 750er Gold. „Mein lieber Scholli“, staunte auch Lichter.
Als Wunschpreis hatte Ronny nur „die obligatorischen 80 Euro“ im Kopf. Schließlich hatte er gerade einmal fünf Franken für die Brosche bezahlt. „Mit dem Mann kannst du einkaufen gehen“, scherzte Lichter angesichts des Schnäppchens. Auch Rezepa-Zabel gratulierte dem Verkäufer und taxierte das Fundstück auf stolze 1.400 bis 1.600 Euro. „Total überwältigt“ von der überraschenden Expertise präsentierte Ronny seine Brosche anschließend im Händlerraum. Susanne Steiger erkannte sofort die aufwendige florentinische Steinschneidekunst und nannte den Fachbegriff: „Pietra dura“. Für sie wirkte das kunstvolle Motiv wie „ein Gemälde aus kleinen Edelsteinen“.
„Stimmungsvolle Bild“ geht für 900 Euro an Händlerin

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Die Disney-Figuren, Mickey Mouse und zwei Dagobert Ducks, datierte Detlev Kümmel in den 1980er Jahren. (Bild: ZDF)
Auch Anaisio Guedes war von dem „traumhaften“ Schmuckstück begeistert. „Ich bin leicht verliebt in die Brosche“, gestand er. Steiger nahm die Liebeserklärung mit einem Augenzwinkern: „Mal sehen, wie groß die Liebe ist.“ Sie bot zum Start 500 Euro. Damit blieb sie zunächst unter dem Goldwert der Brosche, der laut Expertise bei 580 Euro lag. „Die Expertise hat mich extrem aus den Schuhen gehauen“, gestand Ronny und machte damit deutlich, dass ihm das erste Gebot noch nicht reichte. Guedes ließ sich davon nicht bremsen und erhöhte prompt auf 800 Euro. Anschließend mischte auch Friedrich Häusser mit - und sorgte dafür, dass der Preis weiter kräftig in die Höhe schnellte.
Bei 1.450 Euro von Häusser zogen sich Guedes und Steiger aus dem Bieterrennen zurück. Ronny sah aber noch Luft nach oben: „Können wir den Preis rund machen?“ Daraufhin legte Häusser noch einmal nach und fragte: „Verkaufen Sie mir Ihre Brosche für 1.500 Euro?“ Ronny ließ sich nicht lange bitten, nickte zufrieden und erteilte den Zuschlag.
Als weiteres Objekt der Sendung datierte Friederike Werner das Gemälde „Schmiede im Riesengebirge“ des Berliner Malers Walter Moras zwischen 1900 und 1910. Gewünscht wurden 2.500 Euro. Die Expertin taxierte „das stimmungsvolle Bild“ aber auf 1.000 bis 1.200 Euro. Am Ende zahlte Sarah Schreiber 900 Euro.
Die Disney-Figuren, Mickey Mouse und zwei Dagobert Ducks, datierte Detlev Kümmel in den 1980er Jahren. Für die handbemalten Figuren aus Polyresin lag der Wunschpreis bei 750 Euro. Kümmel schätzte 400 bis 450 Euro. Und Händler Anaisio Guedes erhielt letztlich bei 600 Euro den Zuschlag. (tsch)

