Sven Deutschmanek, der Sachverständige, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: Ein Teilnehmer verfügte über derart viel Wissen, dass der Experte beinahe nicht mehr gebraucht wurde.
„Bares für Rares“-Hammer„Wollt ihr nicht die Plätze tauschen?“

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„Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek.
Die Sachverständigen bei „Bares für Rares“ gelten für gewöhnlich als die absoluten Koryphäen auf ihrem Gebiet. Eine besondere Ausgabe mit dem Titel „Lieblingsstücke“ hielt für Sven Deutschmanek jedoch ein gewaltiges Erstaunen bereit. Ein Teilnehmer sorgte dafür, dass der Fachmann aus dem Kreis Lippe auf einmal beinahe ohne Aufgabe dastand.
Wolfgang Jacobs, ein selbstständiger Dozent, präsentierte ein Exponat, welches von Horst Lichter anfangs als „Spielzeug“ bezeichnet wurde. Tatsächlich war es aber die Abbildung eines prähistorischen Lebewesens namens „Hallucigenia“. Der Verkäufer hatte das Stück im Jahr 1997 bei einer Ausstellung gekauft und war damit bestens vertraut. Das berichtet „DerWesten.de“.
Teilnehmer schockt mit unglaublichem Fachwissen
Sven Deutschmanek erläuterte gerade, dass die Versteinerung des wurmähnlichen Geschöpfs in Kanada durch den Paläontologen Simon Conway Morris entdeckt worden war, als Jacobs zur Höchstform auflief. Er referierte die gesamte, als „irre“ bezeichnete Historie der Entwicklung – beginnend bei der Auffindung zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zu nachfolgenden, qualitativ hochwertigeren Exemplaren aus China.
Seine Darlegungen waren derart präzise, dass der Händler Wolfgang Pauritsch im Spaß die Frage stellte: „Wollt ihr nicht die Plätze tauschen?“ Diesem Vorschlag konnte sich der Spezialist aus Bad Salzuflen nur anschließen. Deutschmanek gestand ein: „Das hätten wir machen können in dem Fall“.
Doch als es zur Taxierung des limitierten Kunstobjekts des Künstlers Martin Walde kam, ergriff Deutschmanek erneut die Initiative. Die Preisvorstellung von Jacobs bewegte sich zwischen 800 und 1.200 Euro. Der Sachverständige bezifferte den möglichen Erlös jedoch auf 600 bis 800 Euro.
Vor den Händlern erwiesen sich die Kenntnisse des Teilnehmers als unbezahlbar. Ihm gelang es, die Händlerriege, die in der Paläontologie unbewandert war, restlos für das Exponat zu gewinnen. Dadurch konnte er bestimmt noch etwas mehr Geld erzielen.
Die Auktion wurde von Wolfgang Pauritsch eröffnet, der sein Angebot zügig auf 700 Euro anhob. Mit dieser Summe zeigten sich schlussendlich beide Parteien sehr zufrieden. (red)
