„Völlig an der Realität vorbei“: In einem Interview hat sich Thorsten Legat die Bundesregierung und Kanzler Friedrich Merz vorgeknöpft. Angesichts der erstarkenden AfD bekomme er es zudem mit der „Angst“ zu tun, so der Reality-TV-Star.
Attacke auf Kanzler MerzThorsten Legat: „Schäme mich, Deutscher zu sein“

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Thorsten Legat macht einen Haken unter seine Reality-TV-Karriere. (Bild: Getty Images / Andreas Rentz)
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Einst sorgte Thorsten Legat mit seiner beinharten Spielweise in der Fußball-Bundesliga für Angst und Schrecken. Seine Sport-Karriere hat er längst an den Nagel gehängt.
Heute fällt er eher mit markigen Sprüchen auf - so auch jetzt. „Ich will keine Namen nennen, aber der Bundeskanzler versteht es nicht, dieses Land zu regieren“, teilte er im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ gegen Friedrich Merz und die Bundesregierung aus.
„Nie im Leben“: Thorsten Legat entscheidet sich zu radikalem Schritt
„Am ersten Tag hat er davon gesprochen, was er alles verändern will, und es passiert nichts“, machte Legat seiner Enttäuschung Luft. „Da schäme ich mich, Deutscher zu sein.“
Besonders die Kritik von Merz an der Arbeitsmoral der Deutschen machte Legat fassungslos. „Das ist völlig an der Realität vorbei“, kritisierte der 57-Jährige. Auch an anderer Stelle zeigte er kein Verständnis für den Bundeskanzler: „Oder wenn er öffentlich sagt, dass seine Kinder durch Investments abgesichert sind. Ich kenne Menschen mit Kindern, die drei Arbeitsstellen haben, um sich finanziell irgendwie über Wasser zu halten.“
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Weil er auf Mallorca lebt, beobachtet Thorsten Legat das politische Geschehen in seiner Heimat nur aus der Ferne. „Aber wenn die AfD an die Macht kommt, will ich nicht wissen, was dann passiert“, gibt er zu bedenken. „Da bekomme ich Angst.“
Abgesehen von der Generalkritik an der Regierung überraschte Legat in dem Interview mit einer Aussage über seine TV-Karriere: „Mich sieht im Reality-TV kein Mensch mehr, nie im Leben. Es war eine Lehre für mich, aber ich will auch mit den Menschen in dem Bereich nichts mehr zu tun haben.“
„Villa der Versuchung“ markiert den Reality-TV-Abschied
Nach zehn Jahren vor TV-Kameras hat Legat demnach genug. Besonders sauer stößt ihm auf, dass die Produktionen so starken Einfluss auf ihre Formate nehmen. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Shows bekamen von Thorsten Legat ihr Fett weg. Vermehrt würden „billige“ TikToker die Plätze einnehmen, monierte er die nachlassende Qualität in der Besetzung von Reality-Shows.
Einen gewichtigen Beitrag zu Thorsten Legats Reality-TV-Abschied hat nach eigener Aussage „Villa der Versuchung“ beigetragen. „Das war das letzte Format dieser Art. Damit ist Schluss“, sagte er zu seiner Teilnahme an der SAT.1-Sendung.
„Gegen die anderen Kandidaten, die nur auf Show machen, komme ich nicht an. Ich bin real und mache so etwas nicht“, unterstellte er seinen Konkurrenten, fake zu sein. (tsch)

