Einen eigenen Hund haben - und das, obwohl man allergisch ist? Das soll dank Rassen wie dem Labradoodle angeblich möglich sein. Bei „Der Hundeprofi - Rütters Team“ kann Martin Rütter darüber jedoch nur lachen.
„Allergikerfreundliche“ Hunde? Martin Rütter klärt über „größten Marketing-Gag der Welt“ auf

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Augen auf bei der Wahl des Vierbeiners: „Hundeprofi“ Martin Rütter warnt vor einem „Marketing-Gag“. (Bild: RTL / Arya Shirazi )
„Wir haben uns bewusst für einen Labradoodle entschieden, weil ich eine Hundehaarallergie habe“, sagt Katja Dumpe. Die Hundehalterin und ihre Familie haben sich an die Experten von „Der Hundeprofi - Rütters Team“ gewandt, weil ihr zweijähriger Rüde Aiki Spielzeug klaut und nach den Kindern schnappt. Bevor es an die Arbeit mit Hundetrainerin Melle geht, findet Martin Rütter selbst jedoch deutliche Worte zur vermeintlichen Allergiker-Rasse.
Es sei „der wirklich größte Marketing-Gag der Welt, dass überall behauptet wird, die ganzen Doodle wären allergikerfreundlich“, ärgert sich der Hundeprofi. „Das ist faktisch falsch.“ Es könne immer wieder - wie im Falle von Familie Dumpe - passieren, dass man auf einzelne Hunde nicht allergisch reagiere. „Aber es ist grob fahrlässig, wirklich, dieses Marketing-Paket.“
Immer wieder habe Rütter erlebt, „dass Kinder allergisch waren, dann wurde dieser Hund ins Haus geholt und nach ein paar Monaten wieder abgegeben.“ Der 56-Jährige stellt klar: „Es gibt keine seriöse Studie, die belegen kann, dass so ein flauschiger Hund mit Locken nicht Allergien auslösen kann.“
Angst vor Beißvorfall: „Dann müsste er sich eine andere Familie suchen“
Aikis Halter bereiten indessen andere Probleme Kopfzerbrechen. „Wenn die Kinder richtig in Fahrt kommen, geht er auch steil“, schildert Katja. „Manchmal habe ich dann echt Sorge, dass es tatsächlich zu einem Beißvorfall kommen könnte.“ So sei es in der Vergangenheit bereits passiert, dass der Labradoodle „mit offenem Maul“ hinter den spielenden Kindern hinterhergelaufen sei. Sollte es einmal wirklich zu einem Biss kommen, hätte das laut Mutter Katja klare Konsequenzen: „Dann müsste er sich eine andere Familie suchen.“
Martin Rütter kann das verstehen. „Und ich würde mir oft wünschen, dass Menschen das Gefahrenpotenzial beim eigenen Hund ernster nehmen“, sagt er. Gleichzeitig hält der Hundetrainer das Risiko in Aikis Fall für gering. „Katjas Sorge ist zu groß aus meiner Sicht.“
Auch Trainerin Melle kann dies bestätigen. Nachdem sich die Familie richtig ins Zeug gelegt hat, bleibt Aiki brav auf seiner Decke, während die Kinder toben. „Gut gemacht“, lobt Melle. Und auch Katja selbst sagt: „Wir haben es durchgezogen und man sieht ja auch, was draus geworden ist. Es hat sich gelohnt.“
Zu sehen gibt es die gesamte Folge von „Der Hundeprofi - Rütters Team“ am Samstag, 5. September, um 19.10 Uhr bei VOX sowie im Stream bei RTL+. (tsch)
