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Schock-Diagnose mit 51„ran“-Star Jo Failer kämpft gegen den Nebel im Kopf

Der ehemalige Sportreporter Jo Failer spricht im Sat.1 Frühstücksfernsehen über seine frühe Alzheimer Demenzerkrankung

Copyright: Sat.1 Frühstücksfernsehen

Der ehemalige Sportreporter Jo Failer spricht im Sat.1 Frühstücksfernsehen über seine frühe Alzheimer Demenzerkrankung

Mit nur 51 die Diagnose Alzheimer – eine erschütternde Nachricht! Ein bekannter Fernsehmoderator stellt sich dem Kampf.

Es ist eine Mitteilung, die sein ganzes Leben auf den Kopf stellt: Jo Failer, den viele als früheren Sportjournalisten von „ran“ kennen, bekam mit gerade einmal 51 die Diagnose Demenz. In der Sendung „SAT.1-Frühstücksfernsehen“ hat er jetzt ehrlich über seinen Alltag mit der Erkrankung gesprochen. Seine Verfassung umschreibt er so: „Da ist viel Nebel dabei“. Einst habe er sein Dasein voll ausgekostet, doch heute sind es teilweise nur noch 60 Prozent. Seinen täglichen Kampf erläutert er so: „Man kriegt einfach nicht mehr so viel mit und checkt auch nicht mehr so viel“.

So erschütternd die Diagnose auch war, sie verschaffte ihm zugleich eine Art von Gewissheit. Ärzte hatten bei dem Mann aus München zuvor irrtümlich Depressionen und ein Burnout diagnostiziert. Doch Failer fühlte, dass die Ursache eine andere sein musste. Der Familienvater, geboren 1972, sagt dazu: „Und das war eine Erleichterung, dass ich dann eine profunde Diagnose hatte und jetzt damit umgehen kann und auch Bescheid weiß, was es wirklich ist“. Das berichtet „Joyn GmbH“.

Erste Symptome und der schlimme Verdacht

Langsam schlichen sich die ersten Anzeichen in sein tägliches Leben. Angefangen hat es mit Problemen bei der Wortfindung. Failer erinnert sich: „Und ich habe bemerkt, dass ich mich langsamer bewegt habe“. Diese Symptome waren ihm vertraut: „Da waren Parallelen zu meiner Mutter, die ebenfalls an Alzheimer erkrankte und damals dieselben Symptome hatte.“ Als seine Mutter die Diagnose bekam, war sie Ende 50. Für Jo Failer brachte eine medizinische Untersuchung die bittere Sicherheit.

Der heute 53-Jährige wird besonders gefühlsbewegt, sobald es um seine Kinder geht. Es sei „grausam“, sich vorzustellen, eines Tages die Namen oder Gesichter seiner Kinder zu vergessen – für ihn genauso wie für sie. Aber die Familie fand eine Methode, mit der Lage klarzukommen, und seine Kinder haben einen spielerischen Umgang damit entwickelt.

Ein neues Leben mit der Krankheit: „Das macht unheimlich viel Spaß“

Seine Erlebnisse hat Failer in dem Werk „Ich denk nicht dran: Ein Vermächtnis zu Lebzeiten“ festgehalten, um seinen Kindern etwas zu vererben und ihnen die Erkrankung verständlich zu machen. Sein Ziel ist es, die Erkrankung für seine Angehörigen und die Allgemeinheit begreifbar zu machen.

Der Vater von zwei Kindern bemüht sich, sein Dasein so lange es geht so gewöhnlich wie nur denkbar zu führen. Er ist nach wie vor in Vollzeit berufstätig, jedoch nicht mehr im Journalismus – das klappt einfach nicht mehr. Stattdessen fand er eine neue Tätigkeit, die ihm große Freude macht. Er berichtet: „Ich bin bei der Bundesagentur für Arbeit angestellt in der Künstlervermittlung“. Dort vermittelt er Magier, Sängerinnen und Sänger sowie Artisten. „Das macht unheimlich viel Spaß, mit Menschen im direkten Kontakt zu sein.“ Für alltägliche Erledigungen wie das Einkaufen bekommt er Hilfe: „Beim Einkaufen bekomme ich eine gesetzliche Betreuung zur Hand, die mir hilft.“

Jo Failer gibt mit seiner optimistischen Haltung vielen anderen Menschen Hoffnung. Die Aufklärung über die Erkrankung ist ihm ein großes Anliegen. Er denkt kaum an gestern oder morgen; die Momente mit seinen Kindern sind für ihn das Wertvollste. Kämpferisch fügt er hinzu: „Ich hoffe, dass ich meinen Humor behalten kann, solang es geht. Ich lebe im Jetzt und das genieße ich“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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