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Update

Notstand ausgerufenTrump bestätigt US-Angriff auf Venezuela – „Maduro gefasst“

Aktualisiert

US-Präsident Donald Trump hat den US-Angriff auf Venezuela bestätigt.

Die USA haben in der Nacht Ziele in Venezuela angegriffen. Das bestätigte US-Präsident Donald Trump am Samstag (3. Januar). Der venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau seien gefasst worden. Sie seien aus dem südamerikanischen Land ausgeflogen worden, teilte Trump auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social mit.

Was der Auslöser der Explosionen war, blieb zunächst unklar. Trump sprach von einem erfolgreichen „großangelegten Schlag gegen Venezuela“. Das venezolanische Verteidigungsministerium kündigte einen „massiven“ Einsatz all seiner militärischen Mittel an. In einer Mitteilung wurde den USA überdies vorgeworfen, auch Wohngebiete mit Zivilisten bombardiert zu haben.

Ausnahmezustand und Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet

Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hatte nach Bekanntwerden der Angriffe noch den Ausnahmezustand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung des ganzen Landes zur Abwehr „diesen imperialistischen Angriffs“ angeordnet, hieß es am Samstag in einer Mitteilung der Regierung. Wie es nun ohne Maduro weitergeht, ist völlig offen.

Der Vorfall begann gegen 02.00 Uhr (Ortszeit, 07.00 Uhr MEZ), gegen 2.15 Uhr dauerte der Lärm immer noch an. Um 2.38 Uhr war eine weitere Explosion in Caracas zu spüren.

In Online-Netzwerken wurden Bilder von großen Bränden mit Rauchsäulen veröffentlicht. Allerdings war es nicht möglich, den genauen Ort der Aufnahmen festzustellen. Die Explosionen ereigneten sich offenbar im Süden und Osten der venezolanischen Hauptstadt.

„Eine solche Aggression bedroht den Frieden und die internationale Stabilität“ und bringe „das Leben von Millionen Menschen schwerwiegend in Gefahr“, hieß es in der venezolanischen Erklärung. Ziel der USA sei „nichts anderes, als sich Venezuelas strategischer Ressourcen zu bemächtigen, insbesondere seines Erdöls und seiner Mineralien“.

Die Bundesregierung zeigte sich mit Blick auf den US-Militäreinsatz in Venezuela besorgt. „Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolgen die aktuellen Meldungen mit größter Sorge“, hieß es am Samstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Die Lage in dem südamerikanischen Land „ist derzeit in Teilen noch unübersichtlich“. Das Außenministerium stehe „im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas“.

Donald Trump: Tage von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro „gezählt“

US-Präsident Donald Trump hatte nach wiederholten US-Angriffen vor der Küste Venezuelas seit Tagen von der Möglichkeit von US-Angriffen auf das venezolanische Festland gesprochen. Zudem hatte er angekündigt, dass die Tage von Venezuelas linksnationalistischem Staatschef Nicolás Maduro „gezählt“ seien.

Menschen rannten in Panik durch die Straßen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren.

Menschen rannten in Panik durch die Straßen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren.

Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik an. Dabei wurden mit den neuen Angriffen bislang mehr als 100 Menschen getötet. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig.

Am Montag hatte Trump sich über einen Angriff geäußert, bei dem es sich womöglich um den ersten US-Angriff an Land in dem Konflikt auf Venezuela handelte. Demnach wurde eine Anlegestelle für mutmaßliche venezolanische Drogenboote zerstört.

Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas zu hören waren.

Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas zu hören waren.

Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz und ein Bestreben der USA, sich der riesigen venezolanischen Erdölvorkommen zu bemächtigen.

Am Donnerstag zeigte sich Maduro jedoch offen für Gespräche mit den USA. „Wo immer sie wollen und wann immer sie wollen“, sagte er im Staatsfernsehen mit Blick auf mögliche Gespräche mit den USA über die Bereiche Drogenhandel, Öl und Migration. Maduro betonte jedoch auch die Wehrhaftigkeit seines Landes: „Das nationale Verteidigungssystem hat die nationale Integrität, den Frieden des Landes und die Nutzung unserer Territorien garantiert und garantiert dies weiterhin“, erklärte er.(AFP/dpa)