Unfall in der ARD-Wahlarena Was war da los? Olaf Scholz spricht gerade, da passiert es

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz am Dienstagabend (7. September) in der ARD-Wahlarena.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz am Dienstagabend (7. September) in der ARD-Wahlarena.

Unfall in der ARD-Wahlarena. Plötzlich scheppert es gewaltig im Saal. Was war passiert? Auch auf Twitter wurde rege diskutiert. 

Berlin. Olaf Scholz hat sich am Dienstagabend (7. September) in der ARD-Wahlarena im Lübecker Hafen den Fragen der Wähler gestellt. Am Vorabend war Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, in der Arena zu Gast. Unions-Kandidat Armin Laschet wird erst am 15. September in der ARD-Sendung zu sehen sein.

ARD-Wahlarena: Gastro-Vertreter fühlen Olaf Scholz auf den Zahn

Gleich zwei Gäste aus der Gastronomie fühlten Olaf Scholz auf den Zahn. Die Gastronomie-Betriebe mussten in der Corona-Krise nicht zuletzt aufgrund der wochenlangen Lockdowns leiden. Was will der SPD-Kanzlerkandidat tun, um die Branche wieder auf Kurs zu bringen?

Im Zentrum der politischen Maßnahmen sieht Scholz: „Erstens den Mindestlohn auf 12 Euro anheben. Und Zweitens: Für die Ausbildung werben, vor allem auch in der Gastronomie.“

Zudem sprach er sich für eine dauerhaft gesenkte Mehrwertsteuer aus. Im Rahmen ihrer Corona-Hilfspakete hatte die Koalition für Speisen in der Gastronomie den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 statt 19 Prozent greifen lassen, mit Verlängerung bis Ende 2022.

„Das schaffen wir nie wieder ab“, erklärte Scholz.

Unfall in der ARD-Wahlarena: Plötzlich scheppert es gewaltig

Doch schon zu Beginn der ARD-Wahlarena kam es zu einem Unfall. Plötzlich schepperte es laut in dem Sendesaal. Einige Gäste unterdrückten ein irritiertes Lachen. Scholz selbst war so in die Beantwortung einer Frage vertieft, dass er den Lärm überhaupt nicht mitbekommen zu haben schien.

Im Fernsehen konnte man es live mitverfolgen: Eine Außenkamera, die an einem Kamerakran vor dem Saal im Lübecker Hafen postiert war, sollte von außen Bilder durch die Kulisse Bilder einfangen. Möglicherweise handelte es sich auch um eine Drohne, das ist unklar.

Doch als die Kamera gerade an Olaf Scholz heranzoomte, passierte es.

ARD-Moderator kommentiert Unfall in der Wahlarena

Aus unbekanntem Grund wurde die Kamera zu nah herangefahren. Plötzlich schepperte es ordentlich in der Halle.

Was genau passiert war, zunächst unklar. Moderator und NDR-Chefredakteur Andreas Cichowicz kommentierte später, dass man den Lärm wohl wahrgenommen habe, es sei aber niemand verletzt worden und man könne weitermachen. „Es war nur eine Außenkamera, die umgefallen ist.“

Unfall in der ARD-Wahlarena wird auf Twitter zum Run für Olaf Scholz

Auch auf Twitter sorgte der Kamera-Unfall für Furore. Einer der User nahm den Zwischenfall zum Anlass, um auf die offensichtliche Nervenstärke von Olaf Scholz hinzuweisen.

„Einmal so cool bleiben wie Olaf Scholz, während die Kamera schneller abstürzt als die CDU in den Umfragen“, kommentiert er die Situation – nicht ohne einen Seitenhieb auf die Union fallenzulassen.

Olaf Scholz sorgt mit Aussage für Überraschung in ARD-Wahlarena

Mit einer Aussage im Zusammenhang mit einer Frage zur Schule sorgte der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz kurz darauf allerdings für überraschte und etwas ungläubige Reaktionen.

Es ging um die Probleme für Schülerinnen und Schüler im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Der Schüler Felix Kebe schilderte seine Befürchtung, dass aufgrund der langen Ausfälle viele Inhalte nachgeholt werden müssten.

Scholz plädierte dafür, den Ländern Geld in die Hand zu geben, um Nachholkurse anzubieten. Dies sei ja bereits in die Wege geleitet worden. „Ich hoffe, dass dies nun auch Stück für Stück zu sehen sein wird“, so Scholz.

ARD-Moderatorin lässt Aussage von Olaf Scholz mal so stehen

Die Digitalisierung sei zudem eine der wichtigsten Aufgaben, die es voranzutreiben gelte, erklärte Scholz weiter.

Und dann sagte Scholz: „Corona ist ja bald vorbei. Dann sollten wir aber nicht aufhören, mit der digitalen Infrastruktur an der Schulen.“ Es sei jedoch wichtig, auch weiterhin auf digitaler Ebene zusammenzuarbeiten. Dadurch würden die Schüler auf eine digitale Zukunft vorbereitet.

Was aber vor allem hängen blieb, war natürlich der eine Satz am Anfang: „Corona ist bald vorbei.“ Das konnte auch Moderatorin Ellen Ehni, Chefredakteurin des WDR, nur etwas überrascht kommentieren: „Corona bald vorbei? Na ja, mal schauen…“ Damit ließ Ehni die Voraussage mal so stehen. (jv)

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