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Ganz schön mutigRussischer Delegierter entschuldigt sich für Ukraine-Krieg – „persönliches Risiko“

Auf der UN-Klimakonferenz in Paris entschuldigte sich der russische Vertreter für den Krieg in der Ukraine. Das Symbolfoto zeigt die UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow im November 2021.

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Auf der UN-Klimakonferenz in Paris entschuldigte sich der russische Vertreter für den Krieg in der Ukraine. Das Symbolfoto zeigt die UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow im November 2021.

Mutiger Auftritt von Oleg Anisimow. Der Leiter der russischen Delegation bei einem UN-Klimatreffen in Paris hat sich für den russischen Großangriff auf die Ukraine entschuldigt. Ohne Rücksicht auf mögliche persönliche Konsequenzen.

Oleg Anisimow habe nach einer leidenschaftlichen Erklärung seiner ukrainischen Kollegin zur Lage in ihrem Land überraschend erklärt, er wolle „im Namen aller Russen für die Unfähigkeit, diesen Konflikt zu verhindern, um Entschuldigung bitten“. Das berichteten drei Quellen nach der Abschluss-Sitzung der 195 Mitgliedstaaten des Weltklimarats (IPCC) am Sonntag, 27. Februar 2022, der Nachrichtenagentur AFP.

„Diejenigen, die sehen, was passiert, können keine Rechtfertigung für diesen Angriff auf die Ukraine finden“, zitierten die drei Quellen aus der englischsprachigen Übersetzung von Anisimows Rede. Demnach äußerte er auch seine „enorme Bewunderung“ für die Delegation der Ukraine.

Ukraine-Krieg: Russland-Vertreter entschuldigt sich

Der russische Delegationsleiter hatte auf der Online-Konferenz der IPCC-Staaten Russisch gesprochen, und AFP hatte keinen Zugang zu seinem Originalbeitrag. Auf AFP-Nachfrage stellte Anisimow klar, dass seine Worte nicht als „offizielle Erklärung der russischen Delegation“ zu verstehen seien. Vielmehr „drücken sie meine persönliche Meinung und Haltung aus“.

Delegierte und Beobachter waren von Anisimows Beitrag sichtlich beeindruckt, wie ein halbes Dutzend Zeugen berichtete. „Er weiß, dass er ein persönliches Risiko eingeht, es war eine sehr aufrichtige Botschaft“, sagte ein Teilnehmer AFP.

Die 195 IPCC-Mitgliedstaaten hatten sich zwei Wochen lang mit der Zusammenfassung des zweiten Teils des IPCC-Berichts befasst, der sich mit den gravierenden Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur befasst. Der knapp 4000 Seiten starke Bericht soll am Montag veröffentlicht werden. (afp)

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